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Gilt als einziges Mittel, bei dem Schulmediziner die aphrodisierende Wirkung anerkennen, weil es unter fast allen Umständen wirkt. In marktüblichen Produkten werden 2 x 5 mg des reinen Wirkstoffs Yohimbinhydrochlorid täglich als Dauermedikation empfohlen (rezeptpflichtig). Die Hippies nahmen oft 50 mg.

Etliche Konsumenten ziehen es vor, ihren eigenen Sud aus der Rinde (Rohstoff) zu kochen; die Wirkung sei dann erheblich besser. Die Dosierungsangaben in der einschlägigen Literatur für den eigenen Sud erwähnen wir vorsichtshalber nicht mehr – sie sind auf alle Fälle zu hoch. Man(n) sollte sich sehr vorsichtig an die individuell sehr unterschiedlich wirksame Menge herantasten. Für den selbst hergestellten Sud wird die Rinde 10 Minuten lang in Wasser gekocht, abgeseiht und langsam getrunken (keinen Alkohol nehmen!). Als sehr grobe Faustregel gilt auch für Yohimbe ein Teelöffel Rinde pro Tasse.

Unsere Erfahrung: Die Literaturangaben (3–8 Löffel pro halben Liter Wasser) sollte man schnellsten vergessen. Das mag für die übliche „Lebensmittelqualität“ gelten. Die meisten unserer Mitglieder beziehen jedoch die „Arzneimittelqualität“, und da sollte man auf jeden Fall mit erheblich (!) niedrigeren Dosierungen seine ersten Erfahrungen sammeln. Das ist keine übertriebene Vorsicht: Andernfalls riskiert man möglicherweise eine Jahrhundert-Erektion und ansonsten spielt der Kreislauf derart verrückt, dass Frauchen den Notarzt ruft ...

Unter normalen Umständen setzt die Wirkung nach einer halben Stunde ein. Die reine Substanz Yohimbinhydrochlorid scheint nicht so wirkungsvoll wie der Rohstoff. Gelegentlich kann in den ersten Minuten eine leichte, vorübergehende Übelkeit auftreten. B. M. Schuldes (PP) empfiehlt, für eine schnellere und stärkere Wirkung 1 g Vitamin C pro Tasse zuzusetzen. Beschrieben werden warme, angenehme Schauer im Bereich der Wirbelsäule, sexuelle Erregung, spontane Erektionen beim Mann und entsprechende Gefühle bei der Frau. Dauer 2–4 Stunden; danach angenehm entspanntes Gefühl. Vorsichtige Hantierung dringend empfohlen, weil es schnell überdosiert werden kann, d.h., Konsumenten, die ihren eigenen Sud herstellen, sollten sich sukzessive an ihre persönliche Dosis herantasten. Wer dafür die Geduld nicht aufbringt, sollte die Finger von der Yohimbe-Rinde lassen.

Warnhinweis: Yohimbe ist ein MAO-Hemmer. MAO-Hemmer: Mono-aminooxidase-Hemmer schränken die Wirkung des gleichnamigen Enzyms ein; daher dürfen Substanzen, die MAO-hemmend wirken, keinesfalls zusammen mit Lebensmitteln, Medikamenten u.a. genommen werden, die dieses Enzym enthalten. Dazu gehören: etliche Beruhigungsmittel, Tranquilizer und Antihistaminika; Narkotika, Alkohol, Amphetamine, Meskalin, Muskatnuss, Ephedrin, Dill-, Petersilie-, Fenchelöl, Kakao, koffeinhaltige Substanzen, gereifter Käse, Bananen, Ananas und tyrosinhaltige Lebensmittel wie Fisch, Geflügelleber, Chianti.

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