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Meerträubel (Ephedra) ist auch unter den Namen Ma Huang, Mormonen-, Brigham- oder mexikanischer Tee bekannt. Die Wirkung beruht auf unterschiedlichen Mengen an natürlichen Amphetaminen wie Ephedrin (ein Sympathomimetikum, Adrenalin-ähnliche Wirkung), Pseudoephedrin, Nor-ephedrin, N-Methylephedrin. Es wurde (und wird) in der klassischen Medizin vielfältig genutzt: als Kreislaufmittel, bei Asthma, in Grippemitteln, bei fieberhaften Erkältungskrankheiten auch bei Kindern, zur Abschwellung der Nasenschleimhaut usw. In Deutschland ist Ephedrin weder als Arzneimittel noch als Lebensmittel zugelassen. In entsprechenden Dosen wirkt es blutdrucksteigernd, wach machend, stimulierend, leistungssteigernd (kurz: aufputschend). Ephedra verbrennt sehr wirkungsvoll Körperfett (thermogener Effekt) und gilt als Appetitzügler, wird daher oft zur Gewichtsreduktion genutzt.

Wegen der natürlichen Amphetaminwirkung gelten die gleichen Vorsichtshinweise wie bei künstlichen Amphetaminen (Speed). Man liegt im Bereich der Überdosierung, wenn Zittern, Schweißausbrüche, Blutdrucksteigerungen und Herzrhythmusstörungen auftreten. Das grundsätzliche Problem bei den Amphetaminen ist die Antastung der lebensnotwendigen Energiereserven. Diese Reserven werden unter normalen Umständen auch in lebensbedrohlichen Situationen vom Organismus nicht angetastet; sie werden nämlich dringend für die Wiederherstellung des Normalzustandes (nach einer Gefahrensituation) gebraucht. Amphetamine können in Extremsituationen – je nach Dosierung – dazu führen, dass auch diese Reserven verbraucht werden. Folge: Es fehlt die Mindestenergie, um den Lebensofen in Gang zu halten, und der Mensch stirbt. Deswegen ist Doping verboten.

Ephedrin gehört zu den wenigen Substanzen, bei denen ein disziplinierter Umgang zwingend erforderlich ist.

Produkte, die Ephedra bzw. Ma Huang enthalten, sollten mindestens einen Monat lang genommen werden, um dem Organismus Gelegenheit zu geben, darauf zu reagieren. Dosierung des reinen Ephedrins laut HL: je nach Anwendungszweck um die 0,05 g; laut Schuldes (PP) 15–30 g Blätter in einem halben Liter Wasser zehn Minuten kochen lassen. Bei Dauergebrauch wurde gelegentlich eine Abhängigkeit beobachtet.

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