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Vinpocetin gehört gewissermaßen zu den „Klassikern“, wenn es um die Leistungssteigerung des Gehirns geht, und wird bereits seit Jahren genutzt. Sogar bei weitaus höheren Dosierungen, als notwendig sind, wurden keinerlei toxische Effekte (Nebenwirkungen) beobachtet. Es wird aus Vincamin, einem Alkaloid des Immergrüns, gewonnen.

Vinpocetin verbessert die Hirndurchblutung mit der Folge eines erhöhten Hirnstoffwechsels und allen damit verbundenen Vorteilen und Verbesserungen. Die Substanz soll auch hilfreich bei Blasenschwäche sein.

Eine neuere Untersuchung berichtet, dass Vinpocetin sich selbst nach erfolglosem Einsatz der Standardmedikation bei Bläsenschwäche (Urininkontinenz) als wirksam erwiesen hatte. Die Untersuchung beschränkte sich zwar auf nur einen kleinen Kreis von Patienten, aber die positiven Resultate sind ermutigend, denn sie passen in die Erwartungen hinsichtlich der Wirkungsweise von Vinpocetin, basierend auf den Erkenntnissen neuromuskulärer Probleme, die einer Urininkontinenz zu Grunde liegen. Die Ergebnisse der genannten Untersuchung sind insofern von besonderem Wert, als sie mit Patienten durchgeführt worden war (10 Frauen und 9 Männer im durchschnittlichen Alter von 56 Jahren), bei denen die medikamentöse Standardbehandlung bereits versagt hatte und denen nur noch durch einen Operation hätte geholfen werden können. Diese Untersuchung war quasi ihre letzte Chance vor der Operation und für 11 von ihnen (58%) hatte sich die Teilnahme wirklich ausgezahlt. Die Behandlung mit Vinpocetin (5 mg/Tag für 2 Wochen und 10 mg/Tag für weitere 2 Wochen) bewirkte bei 8 von ihnen eine bemerkenswerte und bei 3 eine leichte Verbesserung. Die anderen 8 Patienten zeigten keine Reaktion auf die Behandlung. (Truss MC, Stief CG, Ückert S, Becker AJ, Schultheiss D, Machtens S, Jonas U., Initial clinical experience with the selective phosphodiesterase-1 isoenzyme inhibitor vinpocetine in the treatment of urge incontinence and low compliance bladder. World J Urol 2000, 18: 439-43.)

In aller Regel empfiehlt man im ersten Monat 3 x 10 mg Vinpocetin täglich. Danach soll eine Erhaltungsdosis von 3 x 5 mg ausreichen.

Hinweis: In seltenen Fällen kam es zu einer (milden) vorübergehenden Blutdrucksenkung.

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