| Normalerweise wird vom Körper nur die L-Form eines
Moleküls verwertet – Ausnahmen bestätigen die Regel. L-Phenylalanin ist
eine essenzielle Aminosäure, die in L-Tyrosin umgewandelt werden kann. Letzteres
kann zu Dopamin und Noradrenalin verwertet werden; bei beiden handelt es sich um
Hormone, die bei Stress, Überbeanspruchung und bestimmten Medikamenten/Drogen
unter das normale Level sinken. Die Stützung besagter Hormone mittels
L-Phenylalanin oder L-Tyrosin führt demzufolge zur Verbesserung mentaler Energie
und manche Depressionsformen werden beseitigt.
Ähnlich wie bei Tyrosin wird die L-Form des Phenylalanin gern als
Appetitzügler, Stimulans und Antidepressivum eingesetzt, während die D-Form als
schmerzstillend gilt.
Die empfohlene Dosierung liegt zwischen 500 und 1.000 mg täglich;
vorzugsweise morgens einzunehmen. Bei Depressionen oder Schmerzzuständen kann
mehr erforderlich sein. Im Übrigen sollte man darauf achten, dass der Organismus
genug Co-Faktoren (Vitamin C, Vitamin B6 ) bereitstellen kann.
Hinweis: Krebspatienten sollten die Substanz nicht
einnehmen; Blut-hochdruckpatienten ihre Werte im Auge
behalten.
Spiegelbilder
Atome und Moleküle liegen in der Natur oft als Spiegelbild
vor. Man kann sie mit speziellen Verfahren unterscheiden (optische
Eigenschaften) nach D- bzw. L-Form. In der Regel verwertet der Körper nur die
L-Form. Man führt diese Bevorzugung übrigens auf die wahrscheinlich
vorherrschende Strahlung während der Erdentstehung zurück.
Ausnahmen – wie könnte es anders sein – auch hier. Es ist
technisch sehr aufwändig, die reine L-Form für ein bestimmtes Produkt zu
erhalten – also auch teuer. Oft lohnt sich diese Trennung nicht, weil die D-Form
vom Organismus sowieso nicht verwertet wird. Gelegentlich aber macht die
Verwendung beider Formen (D- und L-) sogar Sinn. |