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Täglich nimmt der Mensch etwa 5 g Arginin über die normale Nahrung zu
sich. Ausreichend, um die normalen Funktionen zu gewährleisten, zu wenig, um von
der weiteren Potenz dieser Aminosäure zu profitieren.
Wegen seiner Beliebtheit wird Arginin in verschiedenen Variationen angeboten.
Bei den recht hohen erforderlichen Mengen lohnt es sich gegebenenfalls Pulver in
Kilomengen zu bestellen. Da Arginin an sich basisch ist, wird man bei größeren
Pulvermengen zu einer pH-neutraleren Form (Arginin-HCL) tendieren: Die
gewünschte Dosierung schmeckt in Fruchtsaft oder Wasser gelöst dann etwas
besser.
Bei Arginin handelt es sich um eine Aminosäure, die u.a. das Wachstumshormon
in der Hypophyse stimuliert. Dieses wiederum fördert das Immunsystem, vor allem
den Thymus: Es werden vermehrt T-Lymphozyten produziert. Das Wachstumshormon ist
ferner zuständig für die Fettverbrennung (Energiebereitstellung), Muskeltonus,
sexuellen Appetit, Haut u.a. In Tierversuchen konnte man das Wachstum von
Tumoren abblocken. Meist wird es zur Steigerung von Muskelwachstum, Förderung
der Fettverbrennung und Verbesserung des Immunsystems genommen. Da die
Produktion des Wachstumshormons ab der Pubertät nachlässt, regen viele Personen
die körpereigene Herstellung mit Arginin/Ornithin an. In einigen (nicht
offiziellen) Rezepturen von HIV-/AIDS- und Krebsinitiativen ist Arginin/Ornithin
Bestandteil, um das Immunsystem hochzupowern. Die Dosierung richtet sich nach
dem Körpergewicht und schwankt zwischen 6 und 24 g täglich.
Hinweis: Nicht für schwangere oder stillende Frauen geeignet. Diabetiker oder
Borderline-Diabetiker sollten ihren Gesundheitszustand im Auge behalten, da der
Effekt auf den diabetischen Zustand (positiv oder negativ) nicht vorhersagbar
ist. Auch bei bestimmten Psychosen ist Vorsicht angebracht. Das Längenwachstum
bei Jugendlichen sollte abgeschlossen sein. In manchen Fällen sollen
Arginin/Ornithin latenten Herpes reaktivieren können; vorsorglich rät man
deswegen Personen, die unter Augen- und/oder Hirnherpes leiden, von der Einnahme
ab.
Arginin und Ornithin sind sehr ähnliche Aminosäuren bzw. Letzteres
metabolisiert im Körper zu Arginin. Arginin ist jedoch preiswerter und wirkt
schneller, kann jedoch bei manchen Personen zu Schlafstörungen führen, vor allem
wenn es später am Tag eingenommen wird. Ornithin ist teurer, hat diese
„Nebenwirkung“ jedoch nicht. Da plötzlich sehr hohe Dosen Arginin gelegentlich
Durchfall und/oder Übelkeit nach sich ziehen können, empfiehlt man vorsorglich
die Dosierung nur allmählich zu steigern (Einschleichen).
Die förderliche Wirkung in Sachen Sex ist zwar schon länger bekannt,
wurde jedoch erst im Zusammenhang mit dem Potenzpillchen VIAGRA in den
Vordergrund gerückt. Es wirkt nämlich ähnlich wie VIAGRA, ist allerdings
preiswerter und weitgehend frei von Nebenwirkungen. Arginin erhöht die
Nitritoxide und fördert damit die arterielle Elastizität, es kann somit
blutdrucksenkend wirken und fördert die Erektionsfähigkeit. Die sinnvolle Menge
Arginin schwankt hierbei zwischen 6 und 12 g täglich, wobei die Empfehlungen von
2–4 g dreimal täglich bis 12 g etwa eine Stunde vor „Vollzug“ variieren. (Siehe
auch Vitaminchen 5/98)
E. Mindellwartet hier mit einer genaueren Angabe auf: 3–6 g auf nüchternen
Magen und 45 Minuten vor dem Beischlaf, da Arginin schnell verwertet wird.
Will man die blutdrucksenkende Wirkung akzentuieren, dann empfiehlt man in
der ersten Woche 3–4 g, in der zweiten 6–8 g und in der dritten 8 bis 12 g. Erst
jetzt sollte geprüft werden, ob und inwieweit eventuelle Blutdrucksenker
vermindert oder gar abgesetzt werden können. In glücklichen Fällen genügen 5 g
täglich als Erhaltungsdosis.
Arginin vermag die Wundheilung erheblich zu beschleunigen. Bereits
Pearson/Shaw beschreiben in ihrem Buch die erstaunliche Beschleunigung des
Heilungsprozesses. Zu Operationen, bei Beinbrüchen o.Ä. werden 5–30 g Arginin
täglich empfohlen.
Haupteinsatzbereich für Arginin ist jedoch die Stimulierung des
Wachstumshormons (siehe dort). Zu diesem Zweck soll Arginin (möglichst nüchtern)
abends oder aber vor sportlicher Betätigung genommen werden. Man empfiehlt 5–15
g. |