| Acetylcarnitin hat ein bessere Wirkung als
L-Carnitin, d.h., die acetylierte Form wird besser vom Blut aufgenommen,
passiert die Zellmembran leichter und wird von den Mitochondrien der Zelle
effektiver verwertet. Es wirkt z.B. stärker bei neurologischen Schäden, die
durch Sauerstoffmangel bedingt sind.
Während meist eine ständige Zufuhr von L-Carnitin empfohlen wird, scheint bei
Acetylcarnitin eine kurmäßige Anwendung ausreichend. Die Empfehlungen schwanken:
Bei einem Alter ab 40 Jahren 2 x 50 Tage im Jahr und 2 x 500 mg täglich.
Im Falle einer therapeutischen Anwendung (neurologische Schäden) rät
man zu 4 x 500 mg täglich, entweder bis die Symptome verschwunden sind oder
ständig.
Acetylierung
Das Acetyl (Essig) ist ein sehr gängiges natürliches Molekül
und wird vom Organismus häufig verwendet. Bei der Acetylierung hängt man dieses
Molekül an irgendeine andere Substanz. Durch diese Manipulation kann auch das
Verhalten der Substanz geändert werden. Es wird dadurch z.B. besser verträglich
oder verfügbar, wie Acetylcystein, Acetylcarnitin oder Acetylsalicylsäure. Vor
allem kann man es dann u.U. patentieren lassen, wodurch es für die
Pharmaindustrie erst interessant wird. |