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Im erwachsenen Organismus befinden sich etwa 25–30 mg Thiamin; hauptsächlich in der Herz- und Skelettmuskulatur. Ein krankhafter Mangel an Thiamin (und Protein) ist bekannt unter dem Namen: Beri-Beri. Neben Folsäuremangel ist Thiaminmangel in den Industrienationen am weitesten verbreitet. Man führt dies auf den allgemein recht hohen Alkohol- und Getreidemehlkonsum (raffiniert) zurück. Thiamin ist ein empfindliches Vitamin: Licht und Hitze zerstören das Molekül.

Manche Forscher glauben, dass Alzheimer im Zusammenhang mit einem ständigen Thiaminmangel steht. Vitamin B1 gilt jedenfalls als Nährstoff, der für mehr Lebensfreude steht.

Der Tagesbedarf wird bei 1,2–1,6 mg für einen Erwachsenen vermutet. Weil neuere Quellen von einem gesteigerten Nutzen bei erhöhter Zufuhr ausgehen, liegen Ergänzungspräparate zwischen 100 und 500 mg täglich. Da die Resorptionsrate fällt, wenn die Dosierung für den Körper keinen Sinn mehr hat (gilt für viele andere Vitamine ebenfalls), ist es kaum möglich sich mit einer Überdosierung zu schaden. Erst ab Extremdosen von 5.000 bis 10.000 mg täglich wurden Anzeichen einer Überdosierung (ähnlich wie bei zu viel Kaffee) festgestellt: Zittern, Nervosität, Herzklopfen usw.

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