| Lycopen gehört wie Betakaroten zu der großen Familie
der Karotenoide, wird jedoch nicht zu Vitamin A umgesetzt. Weil es lange Zeit
nur als Farbstoff von z.B. Tomaten gesehen wurde, maß man der Substanz keine
weitere Bedeutung bei. Erst in jüngerer Zeit entdeckte man die positiven
Wirkungen, die sich im gesamten Organismus, vor allem im
Herz-Kreislauf-Bereich bemerkbar machen. Ähnlich wie man sich das
„französische Paradoxon“ inzwischen mit dem (bisher ebefalls nur als Farbstoff
definierten) Anthocyanidin des Rotweins erklärt, sieht man auch einen
Zusammenhang zwischen dem Lycopen-Anteil (u.a. Tomaten, roter Paprika) der
italienischen Nahrung und den in Italien geringeren Herz-Kreislauf-Beschwerden
(französische wie auch italienische Kost ist fetthaltig – laut Lehrmeinung
erhöhtes Cholesterinrisiko, dennoch weniger Herz-Kreislauf-Beschwerden).
Nach modernen Dosierungsempfehlungen rät man zu 15 bis 35 mg; wenn möglich
zusammen mit Fett. |