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Auch bei Vitamin B12 handelt es sich um eine größere Familie von ähnlichen Substanzen, die alle unter dem Namen Cobalamine gehandelt werden. Vor allem für Raucher von Bedeutung, da es bei der Entgiftung der Cyanide behilflich ist. Im Gegensatz zu den anderen B-Vitaminen ist es fettlöslich und kann daher in der Leber gespeichert werden. Zwar braucht der Mensch nur winzigste Mengen – aber ohne geht es nicht. Das Vitamin ist nur in tierischer Kost enthalten; Veganer leiden daher unter einem Mangel. Der übliche Hinweis, dass ganze Völker (Indien) ohne Fleisch auskommen (müssen), ist wie üblich nur die halbe Wahrheit. Denn man weiß inzwischen, dass in den dort üblichen Getreidesorten viele Kleinstlebewesen vorkommen. Und das genügt, um den minimalen Bedarf an Cobalamin zu decken.

Eine Untersuchung der Universität Stockholm ergab, dass niedrige Vitamin-B12- und Folsäurekonzentrationen mit einer Verdopplung des Alzheimer-Risikos einhergehen.

Das bekannte und meistens verwendete Cyanocobalamin gilt als gute Vorbeugung der Anämie. In jüngerer Zeit stellte man fest, dass ein anderes Familienmitglied, das Methylcobalamin, vor allem gegen neurologische Erkrankungen wirksam ist. Wahrscheinlich ist es hilfreich bei Parkinson, peripheren Neuropathien, Alzheimer, muskulärer Dystrophie und neurologischer Alterung. In Tierstudien konnten neuronale Regenerationen nachgewiesen werden. Gesunden Personen empfiehlt man 500 bis 1.000 mcg Cobalamin. Bei therapeutischer Anwendung (Nerven) von Methylcobalamin rät man zu Dosierungen von 5.000 bis 40.000 mcg. 

Obwohl Vitamin B12 wegen der sehr kleinen notwendigen Mengen und seiner Speicherfähigkeit für eine Überdosierung theoretisch prädisponiert ist, werden praktisch keine eindeutigen Überdosierungsfälle in der Literatur angegeben, auch nicht bei sehr hohen therapeutischen Dosierungen.

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