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Pyridoxin spielt vor allem im Aminosäuren-Stoffwechsel eine Rolle. Bis dato führt man etwa 100 Erkrankungen bzw. Beschwerden auf seinen Mangel zurück. Bekannt wurde Pyridoxin vor allem, als dessen Rolle bezüglich Arteriosklerose offenbar wurde: Es senkt den Homocysteinspiegel (erhöhte Werte stehen in Zusammenhang mit Gefäßveränderungen). Es kann die Cholesterinwerte reduzieren und hat sich bei manchen Formen der Neuritis bewährt.

Über die empfohlene Dosierung würde man bei vielen Vitaminen lieber schweigen, weil die Experten sich teilweise so gar nicht einig sind. In diesem Fall schwanken die Angaben sogar zwischen 2 mg und 250 mg.

Obwohl immer wieder mal von Überdosierung die Rede ist, trifft man in der Fachliteratur selten auf konkrete Fälle, und wenn, dann wird allenfalls klar, dass es sich um exotische Fälle handelt. So werden bei Vitamin B6 in der Literatur Überdosierungsreaktionen ab 1.000 mg täglich beschrieben. Vo-raussetzung ist die Einnahme über Monate hinweg. Schaumburg et al. (1983) beschrieben toxische Reaktionen, nachdem Patienten 2.000–6.000 mg über 2–40 Monate hinweg einnahmen. Empfindliche Personen sollen bereits ab 500 mg täglich Nebenwirkungen empfunden haben. Im Allgemeinen gilt, dass Dosierungen zwischen 2 und 10 g täglich zu neurologischen Störungen führen können. Tödlich war jedoch keine dieser Dosierungen. Mit Geh- und Reflexstörungen wies „Mutter Natur“ auf die zu hohe Menge hin.

Hinweis: Bei gleichzeitiger Einnahme von L-Dopa und B6 sollte der Arzt befragt werden.

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