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Es dürfte ohne weiteres einleuchten, dass die Nahrungsverwertung im Magen-Darm-Trakt das erste Glied einer langen Kette von Stoffwechselschritten ist. Wenn bereits hier Verwertungsprobleme auftreten, kann man den Rest praktisch vergessen.

Idealerweise sollte Nahrung effektiv „zerlegt“ werden, ohne sich allzu lange im Magen-Darm-Trakt aufzuhalten. Denn bei der Verdauung werden nicht nur viele erwünschte, sondern auch unerwünschte (Zwischen-)Sub-stanzen frei, die der Organismus schnell wieder loswerden möchte. Ein gängiges Problem sind dabei Verstopfungen bzw. der zu lange Aufenthalt der Nahrung im Magen-Darm-Trakt.

Prinzipiell kann der Organismus nur bestimmte Bestandteile der Nahrung nutzen. Ein Stück Fleisch muss demnach erst mal gründlich zerkleinert werden, damit die nachfolgenden Prozesse an die Bestandteile (wie z.B. Proteine) herankönnen, um sie weiter zu verarbeiten, zu zerkleinern, zu spalten. Am Schluss der Zerkleinerungskette stehen dann z.B. die einzelnen Aminosäuren. Nur diese kann der Körper verwerten. Nahrung durchläuft demnach viele Stationen, in denen sie mechanisch und chemisch völlig zerlegt wird.

Der lange Weg durch den so genannten gastro-intestinalen Trakt (vom Mund bis zum Enddarm) ist mit einem muskulären Schlauch vergleichbar, der aktiv auf innere wie äußere Einflüsse aller Art reagiert. So kann sich das System zwar den verschiedenen Nahrungsarten anpassen, reagiert jedoch auch auf Stress. Hektik und Eile verhindern, dass sich der Magen-Darm-Trakt effektiv auf die Verdauung der Gänseleberpastete einstellt.

Eine entscheidende Rolle spielen, neben Sekreten aller Art (Säure, Galle usw.), Enzyme und Bakterien. Beide funktionieren wiederum nach eigenen Regelkreisen, die der moderne Mensch allzu häufig ignoriert. So muss die körpereigene Produktion der Enzyme in eine bestimmte Richtung gelenkt werden, damit das Schnitzel adäquat zerlegt (verdaut) werden kann. Jeder kennt an sich das Phänomen, dass einem beim Anblick von leckeren Speisen „das Wasser im Mund zusammenläuft“. Mit anderen Worten: Bereits Augen und Nase bereiten den Verdauungsapparat auf kommende Ereignisse vor.

Jedenfalls sollte es so sein. Schlechte Essgewohnheiten wie hastiges Kauen und/oder Eile beim Essen sind nicht nur bei berufstätigen Menschen jedoch gang und gäbe. Der Verdauungsapparat, darunter die Enzyminduktion, bekommt praktisch kaum Gelegenheit sich auf die ihm zugeführte Nahrung einzustellen. Die Folge: Man schätzt, dass etwa die Hälfte aller US-Bürger unter Verdauungsbeschwerden leidet.

Man führt dies jedoch nicht nur auf gedankenverlorenes Vertilgen von Chips vor dem Fernseher zurück, sondern auch auf einen altersbedingten Rückgang der Magensäure- und Enzymproduktion. Darüber hinaus nimmt der Mensch seine Nahrung vorwiegend erwärmt zu sich und vernachlässigt z.B. das Essen von rohem Gemüse. Durch Erwärmung werden die in vielen Lebensmitteln enthaltenen Enzyme vernichtet.

Dass die Enzymproduktion unmittelbar an die Art der Nahrung gekoppelt ist, konnte man in Tierversuchen nachweisen. Entzog man den Versuchstieren die in ihrer Nahrung natürlicherweise vorkommenden Enzyme, dann vergrößerten sich Leber und Pankreas, um die dadurch entstandene Mehrarbeit aufzufangen. Umgekehrt vermochten jedoch Hunde, die mit viel erwärmten Kohlenhydraten gefüttert wurden, sich auf die Enzymreduktion einzustellen, indem sie selbst die fehlenden Enzyme produzierten.

Produkte, die Abhilfe schaffen sollen, gibt es jede Menge. Leider sind die meisten handelsüblichen Produkte zur Verdauungshilfe auf Dauer eher gesundheitsschädlich, weil sie auf unnatürliche Weise in die Vorgänge eingreifen. Dabei nützt es nichts – wie viele Hersteller es propagieren – auf natürliche Produkte zurückzugreifen. Deswegen ist die physiologische Wirkung auf den Organismus noch lange nicht natürlich. Vereinfacht ausgedrückt wird ein träger Darm durch z.B. laxierend wirkende Mittel, gleichgültig ob natürlich oder nicht, in seiner Trägheit geradezu bestätigt, d.h., er wird noch träger.

Ein Teufelskreis, den viele zur Genüge kennen.

Verdauungshilfen machen nur Sinn, wenn der Darm wieder angeregt wird. Bewegung wie z.B. Laufen oder Joggen kann dabei schon ausreichen. Darüber hinaus können bestimmte Substanzen hilfreich sein. An erster Stelle stehen dabei Wasser und Ballaststoffe. Man braucht sich über nichts zu wundern, wenn bereits an dieser Stelle zu wenig zugeführt wird. Aber vor allem mit zunehmendem Alter können Probleme auftauchen, die nicht mehr ganz so einfach zu lösen sind.

Prinzipiell kann man – vereinfacht – dabei zwei Wege gehen. Entweder füttert man die guten „Mitarbeiter“ des Verdauungstraktes in der Hoffnung, dass sie sich vermehren, oder man stockt den Personalbestand auf, indem man sie von außen zufügt
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