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Der Begriff Diät wird von den meisten Menschen mit Gewichtsreduktion assoziiert. Das geht zwar oft Hand in Hand, führt jedoch zu Trugschlüssen. Der Schwerpunkt liegt auf Nahrungsumstellung oder vereinfacht: Weniger Sahnetörtchen, mehr Vollkornbrot.

Die Art, ob und wie Nahrung verstoffwechselt wird, bildet gewissermaßen die Basis für die weitere Verwertung (in Energie oder Fett). Eines der Probleme, die die moderne Nahrungsweise mit sich brachte, sind überschüssige Kalorien bei gleichzeitig kaum noch vorhandenen wertvollen Mikronährstoffen, die jedoch über die Verwertung der Makronährstoffe mitentscheiden. Dass die hierbei entstehende Dysbalance zwischen Makro- und Mikronährstoffen dem Stoffwechsel nicht gut tut, ist nahe liegend. Aber der von manchen Firmen propagierte Umkehrschluss, dass Mikronährstoffe also zur Gewichtsreduktion führen, ist in dieser Form nicht haltbar.

Gewichtsdiäten machen kaum einen Sinn, wenn nicht gleichzeitig Nahrungsgewohnheiten überprüft werden. Es kristallisierte sich im Lauf der Zeit immer deutlicher heraus, dass der Mensch zwar ein Allesesser ist, aber bei der Zusammenstellung der Nahrung keineswegs alles geht. Betrachtet man seine biologische Grundausstattung, dann kann man weder das Mischgebiss noch den relativ langen Darmtrakt ignorieren. Fleischfresser (Carnivoren) haben einen kurzen Darm, verdauen schnell und nehmen wenig Cholesterin auf. Bei Herbivoren verhält sich dies umgekehrt. Der Mensch scheint dazwischenzuliegen.

Das bedeutet, dass er auch auf ballaststoffreiche Nahrung eingerichtet ist, was wiederum den Bedarf einer gewissen Flüssigkeitsmenge nach sich zieht. „Diätprodukte“, die auf die gewichtsreduzierende Wirkung durch Wasserverlust abstellen, sind zwar populär, aber Augenwischerei.

Die regelmäßig auftauchenden „Wunderdiäten“ zur Gewichtsreduktion entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als marktschreierische Wiederaufbereitung altbekannter Fakten, als wirkungslos oder gar kontraproduktiv. Aber der Leidensdruck der tatsächlich oder vermeintlich Übergewichtigen scheint zu groß, als dass sie sich den Fakten der natürlichen Mechanismen des Körpers beugen: Vereinfacht ausgedrückt läuft eine Diät entweder auf „FdH“ hinaus, was oftmals allein schon mit einer Änderung der Nahrungsgewohnheiten zu erreichen ist, oder man kann sie schlicht vergessen. Es ist schon erstaunlich, wie viele Betroffene bei den „Wunderdiäten“ übersehen, dass diese in der Gesamtbilanzierung auf eine mehr oder weniger starke Abwandlung des „FdH“ hinauslaufen.

Bei allzu vielen „Wunderprodukten“ zur angeblich mühelosen Gewichtsreduzierung ist es noch am vernünftigsten, die allgemeinen Hinweise zur Nahrung zu beachten – und das Produkt selbst in den Müll zu werfen.

Es ist sicherlich richtig, wenn das National Health Institute der USA feststellt, dass Übergewicht zu den Hauptursachen für Herzerkrankungen, Blut-hochdruck, Infarkt, Diabetes und sogar Krebs zählt. So liegt z.B. das Risiko für Herzerkrankungen bei Übergewichtigen 7,7-mal höher als bei Normalgewichtigen. Allerdings sollte man die Kirche im Dorf lassen, denn das krampfhafte Streben nach dem Idealgewicht ist der Gesundheit auch nicht gerade dienlich.

Inzwischen neigt man zu der Ansicht, dass die genetische Individualität auch beim Body Mass Index (BMI) zu wenig berücksichtigt wird und ein Spielraum von weiteren 10 bis 15% noch als normal angesehen werden sollte.

Wie dem auch sei: Bei einer Gewichtsabnahme von mehr als 2 kg/Monat riskiert man, den inzwischen allseits bekannten berühmt-berüchtigten Jojo-Effekt zu mobilisieren, und Frust ist das Letzte, was der Mensch gebrauchen kann. Zur Unterstützung von (sanften) Gewichtsreduktionen bieten sich nachstehende Substanzen und Ballaststoffe (siehe dort) an. Da es bei Reduktionsdiäten gelegentlich zu einem Proteindefizit kommen kann, sei auf die Hinweise am Anfang des Kapitels Aminosäuren hingeweisen.

Im Übrigen siehe auch das Buch „Vitamine helfen heilen“.

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