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Die Beschädigung der schützenden Körperhülle, also der Haut, öffnet Tür und Tor für Erreger aller Art. Mangelnde Hygiene kann zu eiternden Wunden mit häßlichen Narben, Wundbrand und im Extremfall zur Amputation eines Gliedes oder zur Tetanie mit eventuell tödlichem Ausgang führen. Sogar kleine, scheinbar harmlose Verletzungen (Schrammen) können zu bedrohlichen Infektionen ausufern.

Erst in den letzten Jahren hat man darüber hinaus die Folgen der Einwirkung von Freien Radikalen auf offene Wunden wissenschaftlich erforscht. Auch einwandfreie Hygiene bei Operationen ändert nichts an den Schädigungen durch zum Beispiel Oxidationen. Nicht umsonst setzt der Organismus sein Immunsystem in Alarmbereitschaft und bemüht sich, eine Wunde schnellstmöglichst zu verschließen. Die Unterstützung, die der Betroffene seinem Körper dabei gibt, entscheidet über den weiteren Heilungsverlauf. Es versteht sich von selbst, daß die Wundhygiene (Keimfreiheit) an erster Stelle stehen sollte. Gleichzeitig sollte man den gefährlichen Oxidationsprozessen begegnen und das Wachstum neuer Zellen fördern. Dazu eignen sich folgende Substanzen:

Basisnährstoffe  Wie so oft, bildet die ausreichende Zufuhr von Antioxidantien eine sinnvolle Grundlage, um den Körper mit dem erforderlichen Schutz auszurüsten.

Arginin  Diese Aminosäure spielt bei der Wundheilung eine wichtige Rolle. Mit der üblichen Nahrung aus Fleisch, Fisch und Milchprodukten nehmen wir pro Tag etwa 5 g Arginin täglich auf. Wie wir heute wissen, ist diese Menge viel zu gering, um dem Körper bei einer Wundheilung effektiv helfen zu können. Die Erkenntnis, daß der Organismus nach einer Verletzung erheblich mehr Arginin braucht, gilt heute als gesichert. Der Stoffwechselweg des Arginin ist weitgehend bekannt. Arginin wird für die Zellteilung benötigt. Es fördert ferner die Kollagensynthese an der Wunde und verbessert die „Immunantwort“.

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Wie wir heute wissen, verliert die Thymusdrüse durch Alterungsprozesse, aber auch durch Verletzungen an Volumen (und Funktion). Da diese Drüse eine zentrale Stellung im Immunsystem hat, fällt die „Immunantwort“ auf Verletzungen mit zunehmendem Alter demnach entsprechend schlechter aus. Arginin ist in der Lage, die Funktion der Thymusdrüse zu fördern, das heißt, letztlich die Immunreaktion zu verbessern. Daher gehört die Argininzufuhr bei vielen Menschen zur standardmäßigen Vorsorge. In verschiedenen Versuchen mit Patienten konnte die positive Wirkung von zusätzlichem Arginin belegt werden. Die verwendeten Dosierungen schwanken von 15 g bis 25 g täglich.

Kupfer  Seit längerem ist bekannt, daß Kupfer zur Knochenheilung benötigt wird und zusätzliche Gaben (8 mg) die Heilung von Brüchen beschleunigen. Vorsicht: Die längere Einnahme von Kupfer kann -- ähnlich wie Eisen -- überdosiert werden und dann nachteilig wirken, weil es die Aktivität der Freien Radikale erhöht. Die tägliche Zufuhr von Kupfer im Rahmen einer Vorsorge ist daher nicht zu empfehlen. Die kurzfristige Gabe bei Knochenbrüchen ist jedoch in jedem Fall ratsam und sinnvoll.

Vitamin C und Zink  Beide Mikronährstoffe gelten als wichtige Standardtherapie bei Verletzungen aller Art. Man empfiehlt meist um die 90 mg Zink. Vitamin C muß individuell dosiert werden; die Stuhlgangstoleranz erlaubt gegebenenfalls Rückschlüsse auf die tatsächlich benötigte Menge.

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