Suche
 
  Welcome
  Profile
  Kontakt
  Infolog
  Vitamine helfen heilen
    Abbau, mentaler
    Aids
    Akne
    Alkoholmißbrauch
    Allergien
    ALS
    ALS,
    Lateralsklerose, amyot.
    Amnesie
    Angst und Stress
    Anämie
    Anästhesie u. Chirurgie
    Aromatische
    Amine (Paracetamol)
    Arteriosklerose
    Arthritis
    Asthma
    Autoimmundefekt
    Bluthochdruck
    Brustkrebs
    Candida Albicans
    Cholesterin
    Chronisches
    Müdigkeitssyndrom
    Depression
    Dermatitis
    Diabetes vom Typ I
    Diabetes vom Typ II
    Epilepsie
    Erkältung
    Gingivitis
    Glaukom (Grüner Star)
    Gleichgewichtsstörungen
    Glutenintoleranz
    Grauer Star (Katarakt)
    Grippe
    Haarausfall
    Harnwegsinfektion
    Hautalterung
    Hepatitis B
    Hepatitis C
    Herzerkrankungen
    Herzinsuffizienz
    Herzrhythmusstörungen
    Hirngefäß-Sklerose
    Hirninfarkt
    Hämochromatose
    Immunstärkung
    Infektion, bakterielle
    Inflammation
    und Entzündungsprozesse
    Jetlag
    Kachexie
    Konzentrationsstörungen
    Krebs
    Leberzirrhose
    Leukämie
    und Lymphogranulomatose
    Lungenemphysem
    Makuladegeneration
    MCS
    Medizinische Tests
    Migräne
    Morbus Crohn
    Multiple Sklerose (MS)
    Muskeldystrophie
    Myasthenie Gravis
    Nebennieren
    Nervenentzündung
    (Neoropat.)
    Nierenleistung,
    veminderte
    Nägel
    Osteoporose
    Parkinsonsche
    Schüttellähmung
    PMS
    Prostataerkrankungen
    Retinopathie
    Schilddrüsenstörungen
    Schlafstörungen
    Schwerhörigkeit
    Sodbrennen
    Speicheltest
    Tinnitus (1)
    Trauma
    Trisomie
    Unterzuckerung
    Verdaungsprobleme
    Verstopfung
    Vorsichtmaßnahmen
    (DHEA u. a.)
    Wundheilung
    Übergewicht
    Östrogen
  Aktuell
  Neuigkeiten
  Suche
  Links
  Veranstaltungen
  Sitemap
  Geen titel




Die Prostata, oft auch Vorsteherdrüse genannt (von lateinisch „prostare“ = vorstehen), ist ein festes Organ, das die Harnröhre kurz unterhalb der Blase faustartig umfaßt. Es hat ungefähr die Größe einer Kastanie und wiegt ca. 25 g.

Die Prostata besteht aus Bindegewebe, Muskelzellen und zahlreichen Einzeldrüsen, die mit etwa 17 Gängen in die Harnröhre münden, wo sie mit den Spritzkanälchen der Samenbläschen zusammentreffen. Umschlossen wird das Organ von einer Kapsel, in der die für die Erektion notwendigen Nerven und Blutgefäße verlaufen.

Hauptaufgabe der Prostata ist es, ein dünnflüssiges, milchiges Sekret zu produzieren, das dem Samen bei der Ejakulation, dem Samenerguß, beigemischt wird, um die Beweglichkeit der Spermien zu fördern. Etwa 15 bis 30 Prozent der beim Samenerguß herausgeschleuderten Samenflüssigkeit stammen aus der Prostata. Außerdem verschließt die Prostata bei der Ejakulation die Harnröhre in Richtung Harnblase, um zu verhindern, daß die Samenflüssigkeit in die falsche Richtung gespritzt wird.

Das Organ ist von derber Konsistenz, da viel Muskeln in ihr enthalten sind. Leider wird diese Drüse mit zunehmendem Alter Quelle mancher Unannehmlichkeiten und sollte bei Routineuntersuchungen im Auge behalten werden. Beim Betasten der Prostata kann Druckempfindlichkeit oder Schmerz ein frühes Anzeichen für eine Erkrankung sein.

Hinweis: Diese kleine Kontrolle kann man übrigens auch selbst durchführen, indem man einen Finger in den After einführt. Tastet man zur Bauchseite hin, so kann man dieses feste Organ fühlen.

Prostatavergrößerung (Prostatahyperplasie)

In der medizinischen Fachsprache hieß die „Altersprostata“ lange Zeit auch „Prostata-Adenom“, heute spricht man gleichbedeutend von Benigner Prostata-Hyperplasie (BPH). Der Begriff stammt aus dem Lateinischen bzw. Altgriechischen und bedeutet wörtlich „gutartige Vorsteherdrüsen-Überausdehnung“. Anders gesagt: BPH meint eine Vergrößerung der Prostata, die dazu führen kann, daß die Harnröhre eingeengt wird und Restharn in der Harnblase zurückbleibt.

Wichtig: Eine solche Prostata-Vergrößerung hat nichts mit Krebs zu tun! Hier liegt ein gutartiges Drüsenwachstum vor. Tochterzellen (Metastasen) werden nicht gebildet. Allerdings kann sich manchmal ein Prostatakrebs aus ihr entwickeln.

Die Prostata-Vergrößerung verläuft in der Regel in drei Phasen:

Phase 1:

•   Vermehrtes Wasserlassen (Pollakisurie)

•    Erschwertes/schmerzhaftes Wasserlassen (Dysurie)

•    Vermehrter nächtlicher Harndrang (Nykturie)

•    Zwanghafter Harndrang, oft nur Tröpfeln (Strangurie)

•    Verzögerter Beginn des Wasserlassens

•    „Harnstottern“: mehrfach unterbrochenes Wasserlassen

•   Nachträufeln

Phase 2:

•    Restharnbildung

•   Urin nicht mehr ganz klar, die Blase behält einen Restharn zurück

Stadium 3:

•    Überlaufblase mit unkontrolliertem, tropfenweisen Harnabgang („Harnträufeln“)

•    Nur noch tropfenweise trüber Urin

•    Harnverhaltung/Harnsperre (Anurie)

Die Vermutung, daß eine erhöhte Konzentration des Hormonmetaboliten Dihydrotestosteron (DHT) für viele Männerkrankheiten verantwortlich sein könnte, stammt bereits aus den siebziger Jahren, scheint sich aber in neueren Studien zu bestätigen. Männer mit niedrigen DHT-Konzentrationen hatten eine normale Muskelmasse, eine normale Libido und eine kleine Prostata. Männern mit einer „normalen“ oder erhöhten DHT-Konzentration litten indes unter einer vergrößerten Prostata, frontalem Haarausfall, diffusem Bartwuchs und Akne.

Nun muß man wissen, daß das Enzym 5-Alpha-Reductase Testosteron in DHT umwandelt. Bei älteren Männern wird dieses Enzym vermehrt produziert, was erhöhte DHT-Werte nach sich zieht. Blockt man die 5-Alpha-Reductase ab, sinken auch die DHT-Werte. Bei Männern mit vergrößerter Prostata normalisieren sich dadurch das Prostatavolumen und die Harnablaßfunktion. Darüber hinaus kann sich die DHT-Senkung vorteilhaft auf Haar- und Bartwuchs sowie Akne auswirken. Seit einigen Jahren wird hierfür ein standardisiertes Extrakt aus der Frucht der Sägepalme (saw palmetto) eingesetzt. Es wirkt auf zwei Ebenen:

1.     Es blockt das Enzym 5-Alpha-Reductase und verhindert damit die Umwandlung von Testosteron zu DHT.

2.     Es blockiert die Rezeptoren bösartiger Zellen, die DHT und Testosteron aufnehmen.

Durch die DHT-Senkung wird das Wachstum bösartiger Zellen gehindert und das Prostatavolumen verringert.

Klinische Studien mit standardisiertem Saw Palmetto-Extrakt zeigten bereits nach sechs Wochen in 60 bis 88 Prozent der Fälle eine Wirkung. Erfreulicherweise wurden keine nennenswerten Nebenwirkungen berichtet. Das -- stark beworbene -- amerikanische Produkt Proscar zeigte wesentlich weniger Wirkung, wobei mit erheblich mehr Nebenwirkungen (nachlassende Libido, Ejakulationsprobleme, Impotenz, Brustvergrößerung, Knoten, Milchbildung) zu rechnen ist. Der Einsatz von Saw Palmetto zog folgende Effekte nach sich:

Verringerung des nächtlichen Harndrangs

Verbessertes Harnablassen

Vermindertes Resturin in der Blase

Verbesserung der Symptome beim Urinieren

Eine belgische Studie über Saw Palmetto (Current Therapies, Research, Clinical Experiences) an 505 Männern mit Prostatavergrößerung bestätigte die erwähnten Erleichterungen und verbesserte nach 45 Behandlungstagen die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Nach 90 Tagen hielten 88 Prozent der Patienten die Behandlung für effektiv. Das Urteil der Untersucher: „Das Extrakt der Sägepalme (saw palmetto) scheint eine effektive, gut verträgliche pharmakologische Substanz hinsichtlich der Behandlung des Urintraktes bei Prostatavergrößerungen zu sein.“

Prostatakrebs

Der Unterschied zwischen einer im Alter „normal“ vergrößerten Prostata und einem Prostatakrebs im Frühstadium ist erheblich. Bei einem entsprechenden Verdacht wird man die Zellaktivitäten mittels dem PSA-Test (Prostataspezifisches Antigen) überprüfen. Das Wachstum der Krebszellen der Prostata wird durch das Hormon Testosteron gefördert. Im Gegensatz zu anderen Tumoren läßt sich die krankhafte Entwicklung an der Prostata daher mit der sogenannten Testosteronblockierung oft völlig stoppen. Voraussetzung ist jedoch eine frühzeitige Diagnose. Obwohl die Prognosen bei einer Blockade des Testosteronhormons gut sind, setzt nur ein kleiner Anteil der Urologen diese Therapie ein. Man empfiehlt in der Regel eine Hormonblockade von neun bis zwölf Monaten. Diese Therapie kann man maximal vier Jahre fortführen. Danach werden die Zellen gegenüber dieser Therapie unempfindlich und nehmen ihr Wachstum möglicherweise wieder auf.

Studien haben bewiesen, daß die Hormonblockade im Frühstadium die Chance einer Heilung signifikant erhöht. Patienten mit einem Prostatakrebs im Anfangsstadium können -- zusätzlich zur Hormonblockade -- auch die Vorschläge aus dem Artikel Krebs berücksichtigen.

Eine natürliche Testosteron-Blockade stellt die Heilpflanze Saw Palmetto (Sägepalme) dar.

Prostatakrebs-Patienten sollten die Hormone DHEA und Pregnenolon vermeiden, da sie sich zu Testosteron umwandeln können. Prostatakrebs-Patienten, die Melatonin zu sich nehmen, sollten nicht mehr als 3 mg täglich zuführen, da nicht ganz klar ist, wie sich diese Substanz auf das Zellwachstum der Prostatadrüse auswirkt.

Bei der Betrachtung von Prostataproblemen ist dringend zu unterscheiden zwischen Vorsorge, vergrößerter Prostata und Prostatakrebs. Im Bereich der Vorsorge rät man Männern über 40 Jahren zu 300 bis 600 mg Saw Palmetto-Extrakt täglich, Männer über 50 Jahren sollten laut Literaturempfehlung 600 mg täglich zu sich nehmen. Bei einer vorhandenen Prostatavergrößerung werden meist 600 mg empfohlen. Wenn dies keine Erleichterung nach sich zieht, ist zusätzlich 100 mg Pygeum angebracht. Pygeum behindert ebenfalls den DHT-Stoffwechsel, wirkt ferner gegen Ödeme (Wasseransammlungen) und vermag zu einer erheblichen Prostataverkleinerung beizutragen. Für diese Fälle gibt es oft entsprechende Kombinationspräparate aus Saw Palmetto/Pygeum.

Sojaextrakt enthält wirkungsvolle Mengen an Phytoöstrogenen, die gegen die schädlichen Wirkungen von DHT angehen. Zwei gehäufte Eßöffel täglich werden empfohlen.

Sollten diese Substanzen noch immer keine Erleichterung bringen (bei 10 bis 20 Prozent der Männer ist dies der Fall), kann es notwendig sein, auf synthetische Medikamente zurückzugreifen. Gelegentlich wird es erforderlich sein, mittels einer vorübergehenden medikamentösen Testosteronblockade das Prostatavolumen zu vermindern. Die sogenannte Transurethale Resektion sollte vermieden werden, weil dieser chirurgische Eingriff schmerzhafte Nebenwirkungen nach sich ziehen kann. Neuerdings gibt es eine effektive Behandlung mit Mikrowelle.

Möglichkeiten, eine Prostatavergrößerung wirkungsvoll zu behandeln, gibt es viele. Als Patient kann man dabei den Arzt unterstützen, indem man einige wichtige Punkte beachtet. Als weitere begleitende Maßnahmen bieten sich unter anderem physikalische Maßnahmen, pflanzliche Mittel und eventuell eine Ernährungsumstellung an.

Das können Sie selbst tun

Physikalische Maßnahmen:

•    Warme Fuß- und Sitzbäder

•   Lokale Wärmeanwendungen im Bereich des Kreuzbeines (zum Beispiel Heublumensack)

•   Fangopackungen

 

Pflanzliche Mittel/Antioxidanzien

•    Bei Krebs empfiehlt man allgemein die Mikronährstoffe (drastisch) zu erhöhen. Ein hochdosiertes „Multivitamin“ (Basismikronährstoff), gegebenenfalls noch ein ergänzender „Booster“ sollen hierbei die allgemeine Immun-Abwehrfront stärken. Aber: Konventionelle therapeutische Maßnahmen basieren auf Radikalenbomben, deren Wirkung durch Antioxidanzien geschwächt werden könnte. Siehe auch Krebs. Sollte sich der behandelnde Arzt nicht wirklich damit auskennen, dann ist es u.U. angebracht die Zufuhr von Antioxidanzien während einer therapeutischen Maßnahme (Chemo, Bestrahlung) vorübergehend abzusetzen.

•   Kräuter-Mischungen (engl. Herbal Mixtures)

•   Pflanzliche Mittel mit den krampflösenden Wirkstoffen der Zwergpalme (engl. Saw Palmetto).

•  Genistein-Extrakte (Soja).

•   Lycopen-Extrakte (Tomate).

•   Gamma-E-Tocopherol.

•   Kurkumin.

•  Kürbiskerne (Cucurbitae Semen) - täglich eine Handvoll (32 g): Die darin enthaltenen eiweißspaltenden Enyzme sowie Vitamin E (10 mg) entspannen den Schließmuskel und steigern die Spannung der Blasenmuskulatur. Verbessert in vielen Fällen zwar den Urinfluss; es gibt jedoch kaum zuverlässige Hinweise, dass es auch gegen die Prostatavergrößerung selbst hilfreich ist.

Diätetische Maßnahmen:

•  Vermeiden von Übergewicht

•  Vermeiden von Alkohol, Kaffee und schwarzem Tee

•  Vermeiden von fetten, blähenden Speisen

•  Vermeiden von Gewürzreizstoffen (Paprika, Cayennepfeffer, Meerrettich, Curry)

•  Evtl. Durchführung einer Reduktionsdiät

Sonstiges:

•  Nicht auf kaltem Untergrund sitzen

•  Vermeiden von Zugluft

•  Geregelten Stuhlgang beachten

•   Möglichst viel Bewegung

Drucken Drucken
© 2004 - 2006, Hilife e.V.. All Rights Reserved.