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Die Osteoporose (auch Knochenbrüchigkeit genannt) ist gekennzeichnet durch einen Verlust an Knochendichte, so daß leicht kleinere Löcher im Knochen entstehen können (von griechisch „os“ = Knochen; „poros“ = Loch). Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Bei der fortschreitenden, nicht behandelten Osteoporose kommt es häufig zu anhaltenden Rückenschmerzen. Weitere Folgen sind häufige Knochenbrüche und -deformationen. Man geht heute davon aus, daß hormonelle Störungen (zum Beispiel während der Wechseljahre) die Hauptursache der Erkrankung sind.

Die knochenbildenden Zellen, die sogenannten Osteoblasten, haben die Aufgabe, aus Kalzium, Magnesium und Phosphor Knochenmasse zu bilden. Sie benötigen hierfür das Hormon Progesteron. Die Hormone Pregnenolon, DHEA, Melatonin, Parathyroid und das Wachstumshormon führen ebenfalls zu einer erhöhten Aktivität der Osteoblasten.

Nach derzeitigem Kenntnisstand benötigt der Organismus rund 1.000 bis 1.500 mg Kalzium sowie 600 bis 1.000 mg Magnesium und 1.000 IE Vitamin D3, um ausreichend Knochenmase im Alter zu bilden. Ein guter Basismikronährstoff und zusätzliche Mineralkombinationen für Frauen sichern meist die erforderliche Zufuhr.

Bei Verdacht auf Osteoporose galt das sogenannte DEXA-Verfahren (Röntgen) als beste Diagnosegrundlage. Preiswerter ist eine neueres Verfahren, das auf der Basis von Schallwellen arbeitet.

Progesteron  Um die jugendliche Funktion der Osteoblasten zu erhalten, wird Frauen während und nach der Menopause oft eine Progesteron-Ersatz-Therapie empfohlen. Die wahrscheinlich effektivste Therapie dürfte eine Progesteron-Creme sein. Frauen vor der Menopause sollten ¼ bis ½ Kaffeelöffel täglich auf verschiedene Körperstellen auftragen -- und zwar vom 15. Tag des Menstruationszyklus bis zum Zyklusende. Frauen nach der Menopause wird die gleiche Dosis empfohlen -- allerdings ohne Unterbrechung. In schwereren Fällen rät man den Betroffenen, anfangs je ½ Kaffelöffel morgens und abends aufzutragen, um danach zu je ¼ Kaffeelöffel morgens und abends überzugehen. Die Progesteron-Creme sollte an verschiedenen Hautstellen aufgetragen werden, wobei eine Übersättigung der einzelnen Stellen (Hautfettzellen) zu vermeiden ist. Handgelenke, Gesicht, Brüste, Unterarme und Hüften sollten bevorzugt werden.

Pregnenolon  Diese Substanz wird im Organismus zu DHEA, Östrogen, Testosteron und dem bereits erwähnten Progesteron umgebaut. Um die Östrogen-/DHEA-/Testosteron-Ersatz-Therapie zu fördern, kann die zusätzliche Einnahme von 50 bis 200 mg Pregnenolon täglich angebracht sein. Die Zunahme des Östrogens gilt ebenfalls als sinnvolle Unterstützung. Da DHEA die Östrogenkonzentration anhebt und damit die Funktion der Osteoblasten fördert, nehmen viele Frauen 3 x 15 mg DHEA täglich zu sich. Bei der Einnahme von DHEA und/oder Pregnenolon sollten die allgemeinen DHEA-Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden (siehe Seite xx).

Melatonin  Frauen über 40 Jahre sollten die Einnahme von täglich 500 mcg bis 6 mg Melatonin (abends) erwägen. Dies senkt das Osteoporoserisiko und reduziert das mit der Östrogen-Ersatz-Therapie möglicherweise verknüpfte Krebsrisiko (siehe hierzu auch das Protokoll Östrogen-Ersatz-Therapie). Bei schwereren Osteoporose-Erkrankungen können höhere Kalzium- und Vitamin D3-Dosierungen zusammen mit einer sechsmonatigen Einnahme des Wachstumshormons (Wachstumshormon-Ersatz-Therapie) angebracht sein. Ärztliche Überwachung (Parathyroid-Test) ist erforderlich, um einer eventuellen Demineralisation gegensteuern zu können.

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