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Immer mehr Menschen leiden heutzutage an chronischem Streß und den damit verbundenen Folgen wie Müdigkeit, Angst, Phobien, Depressionen usw. Angst vor realen Gefahren ist nicht nur ein normales, sondern sogar ein sehr wichtiges Gefühl. Sie warnt uns nämlich vor gefährlichen Situationen, die uns schaden könnten. Wenn die Angst allerdings ohne Zusammenhang mit einer bedrohlichen Situation auftritt oder wenn sie übermächtig wird, handelt es sich um ein echtes medizinisches bzw. psychologisches Problem. Typische Angstsymptome sind Herzschmerzen, Zittern, Schwindel, Atemstörungen, Impotenz oder Frigidität. Auch das Gefühl, daß einem der Hals zugeschnürt ist, ist ein charakteristisches Merkmal von Angst. Wenn sich die Angst verselbständigt, können leicht gefährliche (Spät-)Folgen wie zum Beispiel Myokardinfarkt und traumatische Psychosen auftreten.

Der Konsum an (angeblich) angstdämmenden Medikamenten ist enorm hoch. Allerdings wirken viele dieser Medikamente nur vordergründig. Allzu oft führen diese „chemischen Krücken“ die Betroffenen in einen Teufelskreis, weil sie schnell abhängig machen und/oder teilweise sogar entgegengesetzte Wirkungen haben können. In keinem Fall setzen sie an der Wurzel der Störung an, sondern sie überdecken immer nur das Symptom oder den Symptomkomplex. Leider ist festzustellen, daß die Aufklärung der Konsumenten schlecht ist, zumal auf diesem Sektor mit unnützen Methoden und Medikamenten sehr viel Geld verdient wird. Bei den Betroffenen und Ärzten setzt sich jedoch zum Glück allmählich die Erkenntnis durch, daß manche natürliche Mittel den synthetischen mittel- und langfristig überlegen sind, zumal eine Suchtgefahr bei diesen Mitteln nicht besteht und in der Regel keine Nebenwirkungen auftreten. Dennoch: An gesellschaftlichen Phänomenen, beruflichen Problemen oder privaten Streß-Situationen kann das beste (natürliche) Mittel nichts ändern. In schwereren Fällen sind daher psychotherapeutische Beratungen, soziotherapeutische Korrekturen usw. umumgänglich. Die möglichen Ansatzpunkte sind vielfältig und individuell sehr unterschiedlich. Folgende Substanzen helfen oft:

Adapton  Bei chronischem Streß und Müdigkeit wird neuerdings immer öfter das Medikament Adapton verschrieben. Es besteht hauptsächlich aus standardisierten Eiweiß-Spaltprodukten von Tiefseefischen. Diese sind Vorstufen von Endorphinen (schmerzstillende Hormone) und anderen Nervenbotenstoffen und üben einen regulierenden Effekt auf das Nervensystem aus, wodurch die Betroffenen besser auf Stressoren reagieren können. Ferner enthält das Mittel einen hohen Anteil an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Diese hochungesättigten Fettsäuren gehören zu den lebensnotwendigen Nahrungsbestandteilen, die der Organismus zur Bildung körpereigener Wirkstoffe, Enzyme, Hormone sowie für die Zellatmung benötigt.

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Diverse Studien belegen die angstlösende Wirkung von Adapton. Über einen längeren Zeitraum eingenommen, soll es bei 90 Prozent der Betroffenen gegen chronischen Streß wirksam sein. Auch hyperaktiven Kindern kann mit Adapton geholfen werden. Die von Experten empfohlene Erwachsenendosis liegt für die ersten 14 Tage bei vier Kapseln (jeweils morgens); nach zwei Wochen kann man die Dosis auf zwei Tabletten täglich reduzieren. Erst wenn die Symptome vollständig verschwunden sind, soll man das Mittel absetzen; kehren sie Symptome zurück, sollte man nicht zögern, es sofort wieder einzunehmen. Manche Patienten nehmen alle zwei Tage zwei bis drei Adapton-Pillen. Manche Experten empfehlen, das Präparat täglich zuzuführen, allerdings scheint dies für eine kontinuierliche Wirkung vermutlich nicht erforderlich.

Propanonol*  Personen mit Angstattacken ist eventuell mit diesem Mittel geholfen. Es handelt sich um einen rezeptpflichtigen Betablocker, dessen Funktion darin besteht, den Blutdruck unter Kontrolle zu halten, wenn zum Beispiel Angstsituationen zu einer vermehrten Adrenalinausschüttung führen. Bei einer Menge von 10 mg halten sich mögliche Nebeneffekte meist in Grenzen. Wichtig: Für Personen mit niedrigem Blutdruck ist dieses Mittel nicht geeignet.

KH3  Angst und Streß können auch durch eine übermäßige Produktion des Hormons Cortisol ausgelöst werden. Dieses schädigt das Immunsystem, zieht Arterien und Hirnzellen in Mitleidenschaft und gilt als eine der Hauptursachen für vorzeitiges Altern. Betroffene, die Angst und Streß nicht in den Griff bekommen, solten die Einnahme des freiverkäuflichen Mittels KH3 erwägen. Es kann die nachteiligen Effekte einer übermäßigen Cortisolproduktion lindern. KH3 wird auch in Kurpackungen (drei Monate) angeboten. Experten empfehlen eine bis zwei Tabletten morgens und eine bis zwei Tabletten nachmittags auf leeren Magen.

Wichtig: Personen, die auf Procain oder Sulfonamide allergisch reagieren, dürfen KH3 nicht nehmen!

Melatonin und DHEA  Beide Stoffe sollen ebenfalls einen günstigen Effekt auf die streßbedingte Cortisolproduktion haben. Die in der Literatur empfohlene Dosierung für Melatonin beträgt 500 mcg bis 10 mg vor dem Zubettgehen, die Dosierung für DHEA beträgt bei Männern 3 x 25 mg, für Frauen 3 x 15 mg täglich.

Kava-Kava  Dieses pflanzliche Heilmittel aus der Wurzel des Pfefferstrauchs (angebaut vor allem im Süd-Pazifik) wirkt ähnlich stark wie ein synthetisches Medikament, hat jedoch keine Nebenwirkungen. Fermentiertes Kava-Kava (eingespeichelt, gekaut, 24 Stunden in Wasser stehenlassen) wurde ursprünglich für halluzinogene Zustände genutzt. In geringer Dosierung (zum Beispiel als Tee) machen sich leicht stimulierende Effekte bemerkbar, die schließlich in Entspannung (eventuell sogar in Schlaf) übergehen. In höheren Dosierungen kann es leicht zu (unerwünschter) Gleichgültigkeit kommen. Bei sehr hohen Dosen ist ein alles beherrschendes Schlafbedürfnis beim Patienten festzustellen. Im Gegensatz zu vielen modernen chemischen Sedativa oder Hypnotika gilt Kava-Kava jedoch als sicher. Ernsthafte Vergiftungen durch Überdosierung wurden bislang nicht beobachtet. Leider setzt die volle Wirkung von Kava-Kava erst nach ein bis drei Wochen ein. Als Therapeutikum für akute Angstzustände ist es daher nicht geeignet.

Johanniskraut  Hauptwirkstoff ist das Hypericin. Weiterhin enthält Johanniskraut Flavonoide (Querzitrin, Querzetin, Biapigenin und Amentoflavon), Hyperforin, Gerbstoffe und ätherische Öle. Die Pflanze hilft bei seelischen Tiefs. Die Wirkung von Johanniskraut beruht wahrscheinlich auf einen beschleunigten Umsatz des Nervenbotenstoffes Dopamin. Bei mittleren Depressionen spüren etwa zwei Drittel der Betroffenen Linderung. Im Gegensatz zu vielen synthetischen Antidepressiva birgt Johanniskraut kein Suchtpotential und sediert nicht. EEG-Untersuchungen belegten, daß es zu einer leichten Entspannung der Patienten kommt, während Aktivität und Aufmerksamkeit gesteigert wurden. Der Tiefschlafanteil erhöht sich, gleichzeitig verkürzt sich die Gesamtschlafdauer.

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