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Der ganz normale Alterungspozeß, dem jeder von uns unterworfen ist, bewirkt einen fortschreitenden Abbau aller kognitiven Funktionen. Er führt zum Verlust der Fähigkeit, Kurzzeit-Informationen zu speichern und wieder abzurufen. Außerdem geht das Erlernen neuer Informationen verzögert vonstatten. Die neurologischen Funktionen werden durch ein komplexes Zusammenspiel von Hormonen und Botenstoffen gesteuert. Ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt spielt daher oftmals eine direkte Rolle beim altersbedingten mentalen Abbau. Da das Gehirn sehr empfindlich auf Oxidationen (Freie Radikale) reagiert, empfiehlt sich ein umfassender Schutz mit Antioxidantien-Kombinationen wie zum Beispiel Basisnährstoffen. Folgende Substanzklassen, die die Hirnleistung beträchtlich steigern können, kommen hierbei vor allem in Frage:

·       Cholin

·       Lecithin

·       DMAE (Dimethylaminoethanol)

 

Als Vorsorge empfehlen sich folgende Stoffe:

·       Basisnährstoffe

·       Cholin

·       Lecithin

·       Ginkgo biloba

·       Piracetam*

·       Coenzym Q 10

 

Diese Vitalstoffe erhöhen -- jeder auf seine Art -- die Acetylcholin-Konzentration im Gehirn: Acetylcholin ist ein sogenannter Neurotransmitter, der unter anderem für die Kommunikation der Gehirnzellen erforderlich ist. Ein Mangel an diesem Stoff kann zu weit gefächerten Beschwerden führen -- bis hin zur Alzheimerschen Krankheit (siehe dort) und zum Infarkt.

Da Acetylcholin im Magen-Darm-Trakt in seine Bestandteile gespalten und in Fragmente (Vorstufen) zerlegt wird, nimmt man idealerweise die Vorstufen ein. Bei folgender Dosierung ist eine Wirkung zu erwarten:

·       Cholin: 2.500 bis 10.000 mg

·       Lecithin (Phosphatidylcholin): 10.000 bis 15.000 mg

·       DMAE: 200 bis 1.000 mg

Wichtig: Nehmen Sie diese Acetylcholinvorstufen früh am Tag ein, dann bewirken sie maximale Besserungen während des Tages. Bei späterer Einnahme (zum Beispiel abends) können gelegentlich Schlafstörungen auftreten.

Eine andere Möglichkeit, die (nachlassende) Leistung zu verbessern, besteht darin, die Energieausbeute der Hirnzellen zu steigern. Alterung führt nämlich zu einem Nachlassen des Zuckerumsatzes der Nervenzellen und damit der Energieproduktion. Unangenehme Folgen können sein: Gedächtnisrückgang und Anhäufung von Zellrückständen, die ihrerseits den Zelltod nach sich ziehen. Bei folgender Dosierung ist eine Wirkung zu erwarten:

·       Piracetam*: 2.400 bis 4.800 mg

·       Acetyl-L-Carnitin: 1.000 bis 2.000 mg

·       Ginkgo biloba-Extrakt: 120 mg

·       Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid (NADH): 5 bis 10 mg

·       Coenzym Q 10: 100 bis 200 mg

·       Centrophenoxin*: 250 bis 1.000 mg

·       Phosphatidylserin: 100 bis 300 mg

Wichtig: Bei Piracetam* und Centrophenoxin (zum Beispiel Produkt Helfergin) handelt es sich um Substanzen, die in Deutschland auch in Medikamenten verarbeitet sind und verschrieben werden können.

Phosphatidylserin  Dieser Stoff spielt eine wichtige Rolle beim Erhalt der Zellmembranfunktion. Ein Funktionsverlust bzw. eine Funktionseinschränkung der Zellmembran verhindert die Einfuhr von Traubenzucker und anderen Nährstoffen in die Zelle. Die Folge: schnellerer mentaler Abbau.

Vitamin E  Freie Radikale gelten als Ursache für DNA-Schädigungen, die wiederum den Zusammenbruch des Zellstoffwechsels nach sich ziehen. Um den altersbedingten mentalen Abbau zu verzögern, benötigt man große Mengen an Antioxidantien, vor allem Vitamin E; es senkt das Senilitätsrisiko deutlich und ist darüber hinaus auch bei entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma nützlich.

Pregnenolon, DHEA  Diese beiden Hormone halten sämtliche Funktionen des Organismus frisch, insbesondere die Geistesfunktionen. Der Alterungsprozeß bringt jedoch einen rapiden Abbau von Pregnenolon und DHEA mit sich. Neuere amerikanische Studien belegen, daß Pregnelonon ein höchst effektives Mittel zur Steigerung der Gedächtnisleistung ist. Es wird im Organismus zu DHEA umgewandelt. Letzteres wiederum fördert die körperliche jugendliche Frische -- bis ins hohe Alter.

Was ist DHEA?

DHEA ist die Abkürzung für DeHydroEpiAndrosteron. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Steroidhormon, das unser Körper in den Nebennieren bildet. DHEA ist eine Art Vorstufe für die männlichen und weiblichen Sexualhormone Testosteron und Östrogen. Am größten ist die körpereigene Produktion von DHEA im jungen Erwachsenenalter. Etwa ab Mitte 30 nimmt sie dann stetig ab. Wissenschaftler vermuten aufgrund dieser Tatsache einen Zusammenhang zwischen DHEA und Altern. Daher bezeichnen viele Mediziner DHEA als Jungbrunnen und Fitmacher. Amerikanische Forscher haben festgestellt, daß Personen mit höheren DHEA-Werten eine höhere Lebenserwartung haben. DHEA ist in den USA seit vielen Jahren in jedem Supermarkt als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, bei uns hingegen ist es verboten, weil es angeblich noch nicht ausreichend erforscht ist und in den Hormonhaushalt eingreift.

Zusammen stützen DHEA und Pregnenolon das „Programm“, das die Hirnzellen benötigen, um Kurzzeit-Informationen zu speichern und abzurufen. Pregnenolon stimuliert das Enzym Adenylatcyclase. Dieses Enzym aktiviert und reguliert weitere Enzyme, die den Energieumsatz der Zelle beschleunigen und damit indirekt für eine verbesserte Gedächtnisleistung verantwortlich sind. Bei folgender Dosierung ist eine Wirkung zu erwarten:

Pregnenolon: 50 bis 150 mg täglich, aufgeteilt in drei Einahmen.

DHEA: 3 x 25 mg (für Männer) und 3 x 15 mg (für Frauen). Nach sechs Wochen ist ein Bluttest sinnvoll, um gegebenenfalls die Dosierung anzupassen.

Melatonin  Ein weiteres Hormon, das den altersbedingten Abbau aufhalten kann. Es gilt als sehr kraftvolles Antioxidans, das im jungen Alter in ausreichender Menge von der Pinealdrüse im Gehirn ausgeschüttet wird. Mit den Jahren und unter dem Einfluß elektromagnetischer Felder (zum Beispiel Elektrosmog durch Handys, Mikrowellen) lässt die Produktion nach. Die entscheidende Funktion dieses Hormons ist die Steuerung des gesamten Organismus. Im Gehirn ist es zuständig für sie Synchronisation der Zellen. Die in der Literatur beschriebene wirksame Dosierung bei neurologischen Störungen liegt zwischen 500 mcg bis 3 mg pro Tag (Personen über 35 Jahren). Sofern jemand bereits von neurologischen Degenerationen betroffen ist, sind 3 mg bis 10 mg als Tagesdosis durchaus vertretbar. Die Einnahme erfolgt am besten kurz vor dem Zubettgehen.

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