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Nein. Es sei denn, man wollte den Begriff Heilung im Sinne des
Arzneimittelgesetzes (AMG) auch dann noch gelten lassen, wenn es um Behebung von
Mangel- und/oder Unterernährung geht. Dann allerdings steht jede Hausfrau mit
einem Bein im Gefängnis wegen unerlaubter Ausübung des Heilberufes und jeder
Entwicklungshelfer in Indien darf sich bei seiner Rückkehr auf eine langjährige
Haftstrafe gefasst machen.
Tatsache ist, dass es gleichgültig ist, von welchem Bestandteil der Nahrung
die Rede ist. Ob Makro- oder Mikronährstoffe, ob Fettsäuren oder Aminosäuren, ob
Ballaststoffe oder Glucose – allein die chemische oder allgemeine
Klassifizierung ändert nichts daran, dass es sich hierbei um Nahrung handelt.
Dass Nahrung heilend wirken kann, ist nichts Unbekanntes. Allerdings ist man
derzeit bemüht, den Heilbegriff so weit zu fassen, dass eine gesunde Ernährung
nur noch auf Rezept zu bekommen ist. Zum Wohle derer, die sich heute angeblich
um die Gesundheit der Bevölkerung sorgen – allen voran die Pharmaindustrie.
Mikronährstoffe sind das eigentliche – lange Zeit verkannte – Fundament des
Stoffwechsels. Ein Engpass in der Versorgung führt zwangsläufig zu gestörten
Stoffwechselkreisläufen und zieht früher oder später ernsthafte Erkrankungen
nach sich. Selbstverständlich führt die Beseitigung eines vorliegenden Mangels
zu einer Beseitigung der entsprechenden Erkrankung. Dies gilt jedoch für
jeden Mangel, auch für ordinären Wassermangel. Bei der derzeitigen
Politik scheint es lediglich eine Frage der Zeit, wann man dem Bürger einzureden
versucht, dass auch Leitungswasser „heilt“, also nur noch von der
Pharmaindustrie bezogen werden darf ...
Sind Antioxidanzien tatsächlich eine Wunderwaffe gegen Krankheiten wie
Gefäßverkalkung oder gar Krebs? Oder nützen Megadosen, wie der Fachmann sehr
hohe (ausreichende) Dosierungen bezeichnet, nur denen, die sie herstellen?
Tatsache ist, dass seit einigen Jahren die Kenntnisse um diese Mikronährstoffe,
deren Funktion und ihr therapeutisches Potenzial explosionsartig zugenommen
haben. Es besteht kein Zweifel mehr, dass Vitamine in ausreichender Dosierung
anders wirken, als wenn man nur den willkürlichen DGE-Tagesbedarf deckt.
Beispielsweise gibt es deutliche Hinweise, dass ausreichend Vitamin C das
Immunsystem erheblich anspornt. Mikronährstoffe sind daher zu einer echten
Konkurrenz und Alternative für herkömmliche Medikamente geworden. Bei den
klassischen Medikamenten, die in der Regel nur symptomüberdeckend wirken,
handelt es sich um mehr oder weniger künstliche Substanzen, die es in dieser
Form in der Natur so nicht gibt. Oft ahmen sie eine körpereigene Substanz
nach. Dadurch helfen sie meistens in relativ kurzer Zeit (z.B. Betablocker),
ändern jedoch nichts an der Erkrankung (bspw. Bluthochdruck durch
Arteriosklerose) als solcher. Natürliche Mittel wie Antioxidanzien setzen am
Ursprung eines krankhaften Geschehens an, wirken also nicht symptomüberdeckend.
Beispiel Mikronährstoffe können nur bedingt den Blutdruck senken. Sie
setzen vielmehr bei den Vorgängen der Arteriosklerose an, d.h., sie verhindern
diese und/oder sie sind sogar in der Lage, sie rückgängig zu machen. Durch
Beseitigung der Ursache des Bluthochdrucks wird die Erkrankung gelindert, im
Idealfall sogar völlig beseitigt.
Einfacher gesagt: Die klassische Medizin lindert die Symptome, ändert jedoch
nichts an der Krankheit an sich. Mikronährstoffe wirken indes am Ursprung und
tragen dazu bei, die Ursachen einer Krankheit zu beseitigen. Allerdings brauchen
sie dafür teilweise sehr viel Zeit, manchmal Jahre.
Obwohl die allgemeinen Kenntnisse über natürliche Substanzen sehr alt sind,
fehlt teilweise nach wie vor ein wissenschaftlich gesichertes Fundament. Vor
allem im therapeutischen Bereich benötigt man aber fundiertes Wissen über
Wirkung und Dosis. Zwar sind die Erkenntnisse hierüber noch ziemlich in ihren
Anfängen. Dennoch haben zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen die
heilbringende Wirkung von Vitaminen und Spurenelementen grundsätzlich bestätigt.
Es besteht kein Zweifel über die bestechenden Vorzüge von Antioxidanzien.
Während sie in ihrer erwünschten Wirkung den klassischen Medikamenten ähneln
können, diese oft sogar weit übertreffen, sind unerwünschte
Nebenwirkungen bei Pflanzeninhaltsstoffen und Mikronährstoffen kaum zu erwarten.
Mit ihnen lassen sich nicht nur einfache Infektionen, sondern auch verschiedene
Zivilisationskrankheiten hervorragend vorbeugen. Viele dieser Störungen können
sogar mit Mikronährstoffen geheilt werden, weil therapeutisch an der Basis
angesetzt wird. |