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So „revolutionär“ die Erkenntnisse bezüglich der Antioxidanzien für viele auch sein mögen – es wurde sehr wahrscheinlich erst die Ecke eines großen Teppichs gelüftet. Denn je mehr Einzelheiten über die wahren Funktionen der Nahrung bzw. der Nahrungsinhaltsstoffe bekannt werden, desto klarer wird auch, dass es sich bei den antioxidativen Mechanismen nur um einen von mehreren Mechanismen handelt, mit denen der Körper sich selbst „entgiftet“. Nach und nach entdeckt die Wissenschaft weitere Wege, mit denen der Organismus sich gegen die ständigen schädlichen Einflüsse wehrt.

Erst in den letzten Jahren begriff man z.B. mehr über einen Prozess, der sich Glucuronisierung nennt. Hierbei werden im Organismus giftige Stoffe mit wasserlöslichen Substanzen verknüpft, damit sie leichter ausgeschieden werden können. Es sind vor allem die polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, mutierte Sex-Steroide, Nitrosamine, heterocyclische und aromatische Amine, die auf diese Art und Weise aus dem Organismus entfernt werden.

Bemerkenswert ist, dass die Forschung sich dabei mehr und mehr den weiteren Phytochemikalien der Nahrung zuwendet und die Potenz inzwischen so hoch eingeschätzt wird, dass z.B. das Nationale Krebsforschungsinstitut der USA (National Cancer Institute Research) Millionen Dollar in die weitere Erforschung investiert.

Der derzeit vehement geführte Streit über die Notwendigkeit von Anti-oxidanzien beschränkt sich (noch) weitgehend auf die traditionellen Vitamine. Es liegt auf der Hand, dass die Aktienkurse der Pharmaindustrie gefährdet sind, wenn der Mensch durch eine qualitative Aufwertung seiner Nahrung allgemein gesünder lebt und durch weniger Krankheit weniger zum Umsatz beiträgt. Wie jede andere Industrie lebt auch die Pharmaindustrie von steigenden Umsätzen ... Also bemüht man sich mit allen Mitteln Nahrung bzw. deren Inhaltsstoffe als Substanzen hinzustellen, die in die Hand des Arztes (bzw. der Pharmas) gehören.
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