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Das Arzneimittelgesetz (AMG) ist ein geradezu mustergültiges Beispiel dafür, wie man die Pharmaindustrie zu Lasten der Patienten schützt und Forschung nur noch in einer ganz bestimmten Richtung rentabel macht. In seinen Konsequenzen fördert das Gesetz die Herstellung synthetischer Substanzen und erschwert die Nutzung natürlicher Produkte. Künstlich hergestellte Substanzen sind patentierbar und erlauben dem Hersteller ihren Preis zu gestalten, wie er will. Die Folgen sind oft Profitspannen, von denen jeder Kokaindealer nur träumen kann. Auf natürliche Substanzen kann man kein Patent bekommen. Folglich halten sich die Preise im marktwirtschaftlich regulierten Rahmen. Kein Geschäft für Pharma.

Die Nachteile für den Verbraucher verhalten sich jedoch genau umgekehrt. Jede künstliche Substanz ist für den Stoffwechsel unbekannt und damit potenziell giftig. Bei den natürlichen Substanzen hingegen ist dem Organismus praktisch jede Substanz bekannt, d.h., er hat den Umgang damit in seiner Millionen Jahre alten Entstehungsgeschichte gelernt. Weitaus sinnvoller wäre es, das vorhandene Schatzkästlein der Natur zu heben, aber die Natur hat keine Lobby.

Darüber hinaus stützt das AMG das Heilungsmonopol äußerst effektiv und nachhaltig. Vereinfacht ausgedrückt, entreißt es dem Laien alle wirksamen Mittel und erklärt sie zum Instrument der Ärzteschaft allein. Mit seinem Gesetz über zugelassene Präparate teilt der Staat alle Arznei in zwei Kategorien: Wirksame Heilmittel legt er in die Hand des Monopols, mit den unwirksamen oder kaum wirksamen Produkten darf der Laie sich begnügen. Unabhängig davon, ob die Arznei in der Hand des Laien ungefährlich ist oder nicht. Etliche Mittel, die jahrzehntelang frei zugänglich waren und damit ihre Unbedenklichkeit in der Hand des Laien schon längst bewiesen haben, wurden in dem Augenblick der Ärzteschaft unterstellt, als deren Wirksamkeit anerkannt wurde. Nicht die mögliche Gefährdung der Bevölkerung durch dieses Mittel war ausschlaggebend, sondern die Wirksamkeit.

Mit dem Schutz des Konsumenten oder einer nachvollziehbaren Logik hat dies nichts zu tun.

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