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1. Wie viele Portionen gelb-oranger Früchte und blattgrüner/gelb-oranger Gemüse essen Sie täglich?

a. Weniger als 2 Tassen (oder ähnliche Menge)

b. 2–4 Tassen

c. 5–9 Tassen

2. Wie ist das Gemüse, das Sie zu sich nehmen, meistens zubereitet?

a. In Öl frittiert

b. Gebacken

c. Gekocht

d. Gedämpft

d. Roh?

3. Benutzen Sie (kaltgepresstes) Olivenöl?

a. Nein

b. Ja

4. Wie oft sind Sie an der frischen Luft?

a. Mehr als 20 Stunden in der Woche

b. 5–20 Stunden in der Woche

c. Weniger als 5 Stunden in der Woche

5. Rauchen Sie?

a. Ja

b. Nein

6. Trinken Sie mehr als 1–2 alkoholische Getränke am Tag?

a. Ja

b. Nein

7. Wie groß ist die Belastung mit Luftschadstoffen?

a. Ich lebe in der Stadt und/oder mit Industrie in unmittelbarer Nähe.

b. Ich lebe in einem Vorort oder mehrere Kilometer von der Industrie entfernt.

c. Ich lebe auf dem Land weit weg von einer Stadt oder Industrie.

8. Wie oft treiben Sie Sport?

a. Mehr als 5 x die Woche, jeweils mind. 30 Minuten

b. 3- bis 4-mal die Woche, jeweils 30 Minuten

c. Weniger als 2 x die Woche

 

ANTWORTEN

Dieser Schnelltest hat natürlich nur sehr begrenzte Aussagekraft. Er zeigt Ihnen jedoch, auf welche Sachverhalte zu achten ist. Nähere Erläuterungen hierzu:

1c. Man sollte in etwa 5–9 Tassen frisches Obst/Gemüse täglich zu sich nehmen. Bei weniger ist die Chance, noch genügend Mikronährstoffe zu erhalten, gering bzw. nicht vorhanden. Der Nachdruck liegt einmal bei der Menge an sich, zum anderen beim Wörtchen „frisch“. Und in beiden Fällen siehts in der Regel leider zappenduster aus. Bereits die Menge ist nicht jedermanns Sache.

Heikel wird es jedoch bei dem Begriff „frisch“. Der Vitaminabbau fängt nämlich ab dem Erntezeitpunkt an; bis der Salat auf dem Teller des Endverbrauchers liegt, vergeht meist viel zu viel Zeit. Hier wie in vielen anderen Fällen muss der Endverbraucher zwischen rein theoretischen Daten und der alltäglichen Praxis unterscheiden.

2e. Jegliche Hitze bekommt den Mikronährstoffen im Gemüse schlecht. Frittieren ist wegen der Radikalenbildung des Backfetts noch am schädlichs-ten, beim Backen verhält es sich ähnlich. Beim Kochen fällt wenigstens kein Fett an, aber es bleiben ebenfalls kaum Vitamine erhalten. Das bei den Chinesen so beliebte Dünsten erhält weitgehend die Vitalstoffe, sofern man auch deren Angewohnheit übernimmt, das Gemüse halb gar zuzubereiten. Die in vielen Tabellen angegebenen Inhaltsstoffe von Gemüse beziehen sich jedoch auf absolut frisches und rohes Gemüse. Erneut muss man akademische Theorie und den Alltag auseinander halten.

3b. Über die Inhaltsstoffe von Öl (z.B. Vitamin E) braucht man sich nach Erhitzen jeglichen Öls keine Gedanken mehr zu machen: Was immer an Gutem im Öl drin gewesen sein mag, nach Erhitzung ist es weitgehend zerstört. Aber es bleibt ein großer Unterschied, ob man Öle nutzt, die viel mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, oder nicht. Daher gilt hochwertiges Olivenöl als sinnvoll. Die Eigenschaft „kaltgepresst“ bedeutet, dass bei diesem Verfahren die Inhaltsstoffe (wie Vitamin E) weitgehend erhalten bleiben. Allerdings macht das nur Sinn, wenn das Öl nicht zum Backen in der Pfanne landet, sondern z.B. zum Salat verwendet wird. Gutes Olivenöl ist allerdings teuer.

Öl kann schnell oxidieren. Mit gutem, also oft auch teurem Öl wird man jedoch sparsam umgehen – und wie alt ist Ihr Öl?

4. Hierzu gibt es keine „richtige“ Antwort, denn wie man es auch immer betrachtet: Es bleibt zweischneidig. An sich bekommt dem Menschen viel frische Luft, aber er setzt sich dabei gleichzeitig verstärkt dem schädlichen UV-Licht und Oxidationen aus. Nach derzeitigem Kenntnisstand lautet die Empfehlung denn auch: Viel frische Luft – ja, aber nur bei gleichzeitigem Sonnenschutz und ausreichend Antioxidanzien.

5b. Natürlich braucht man auch einen Raucher nicht darauf hinzuweisen, dass sein Laster schädlich ist. Aber nur wenige Raucher ahnen, dass mit jedem Zug aus einer Zigarette zehntausende Freie Radikale inhaliert werden. Der Bedarf an Antioxidanzien steigt enorm. Um das Risiko zu minimieren, ist die Anhebung der Nährstoffe geradezu zwingend. Mehr und mehr Raucher nehmen deswegen eine Basisversorgung an Antioxidanzien und darüber hi-naus noch spezielle „Entgiftungsprodukte“ zu sich. Hierbei steht übrigens das in den Lungen wirkende Cystein an erster Stelle. (Auch in diesem Bereich orientieren sich deutsche Produkte hinsichtlich Dosierung und Inhaltsstoffe am Gesetz – nicht an wissenschaftlichen Kenntnissen.)

6b. Was für das Rauchen gilt, trifft auch für den Alkohol zu. Die gesundheitlichen Schäden von Rauchen und Trinken (wie meist üblich) potenzieren sich übrigens, d.h., die Summe der gesundheitlichen Schäden von Alkohol und Tabak ist größer als die einfache Addition.

7. Auch hier gibt es keine „richtige“ Antwort. Einerseits besteht keine Frage, dass ein Übermaß an Schadstoffen dem organischen Stoffwechsel erheblich mehr zusetzt, als man bisher wahrhaben wollte. Andererseits gibt es Hinweise, dass der Mensch erst ab einem gewissen Schadstoffanfall sein Immunsystem aktiviert. Man spricht hierbei von einem Schwellenwert.

Was nun? Die Schadstoffmenge ist kein absolutes, sondern ein sehr relatives Maß. Auch bei Rauchern scheint nicht der tatsächliche Zigarettenkonsum über ihr Lungenkrebsrisiko zu entscheiden, sondern die Kraft des Immunsystems – und dieses ist wiederum von ausreichend Antioxidanzien abhängig.

8b. An sich ist Sport gesund. Das kann man wohl als Allgemeinwissen voraussetzen. Aber nur dann, wenn das Maß der Anstrengung (z.B. Pulsschlag) sowohl nach unten als auch nach oben eingehalten und regelmäßig Sport betrieben wird. Grundsätzlich aber erhöht jede sportliche Aktivität den Sauerstoffverbrauch und damit auch die Oxidationen. Um den oxidativen Folgeschäden zu begegnen, ist daher eine Erhöhung der Antioxidanzien angebracht.

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