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Waage. Das Abfüllen bzw. Abwiegen kleinerer Mengen bereitet manchmal Probleme. Waagen im Milligramm-Bereich sind sehr teuer; normale Briefwaagen reichen in der Regel.

Das Prinzip: Man wiegt ein Vielfaches der benötigten Menge und dividiert. Beispiel: Was wiegt eine „00“-Kapsel? 100 Kapseln wiegen und durch 100 teilen. Klar?

Etwas Gefummel bereitet es, die richtige Menge in eine Standardkapsel abzufüllen. Wenn es nicht so darauf ankommt, also der Regelfall, dann füllt man alle 24 Kapseln randvoll mit z.B. reiner Ascorbinsäure, wiegt alle 24 Kapseln, zieht evtl. noch das Gewicht von 24 Leerkapseln ab und teilt durch 24, um das Gewicht pro Kapsel zu ermitteln. Entsprechend der persönlich gewünschten Dosis kann man jetzt die Anzahl der dafür notwendigen Kapseln festlegen.

Schwieriger wird es, wenn man z.B. nur 300 mg XY in eine Kapsel abfüllen will. Das geht mit oben beschriebenen Mitteln allerdings auch.

1. Zuerst wiegt man den Wirkstoff für eine Palette (24 Kapseln) ab. Zum Beispiel 300 mg XY mal 24 Kapseln wiegen 7,2 g. Die werden jetzt einfach auf die Kapseln verteilt; noch spielt es keine Rolle, ob die Menge pro Kapsel stimmt. Wer Probleme mit der Menge von 7,2 g hat, kann auch ein Vielfaches nehmen, also beispielweise 5 x 7,2 g (macht 36 g).

2. Nachdem der Wirkstoff halbwegs auf die Kapseln verteilt ist, schüttet man so viel Füllstoff (z.B. Milchpulver) dazu, bis alle Kapseln randvoll sind. Der Rest des Füllstoffes wird abgestreift. Hat man ein Vielfaches genommen, so wiederholt man die Prozedur ebenso oft (z.B. 5-mal). Für die in diesem Fall angenommenen 36 g muss man die Kapseln wahrscheinlich 2- bis 3-mal füllen (und wieder leeren).

3. Wirk- und Füllstoff werden jetzt wieder aus den Kapseln in ein Gefäß geschüttet, sehr gut gemischt und danach wieder in die Kapseln gefüllt.

Klar? Erst sorgt man dafür, dass die Menge/das Volumen stimmt; danach erst wird gemischt und korrekt gekapselt.

Portionierung. Bei selbst angesetzten Produkten (aus Rohstoffen) sind alle Portionierungsangaben lediglich sehr grobe Schätzwerte. Will man 1,5 g Ginsengwurzel täglich zu sich nehmen, dann entsprechen 150 g Ginsengwurzel 100 Tagen. Die kann man z.B. in einem halben Liter Cognac einlegen. 500 ml (150 g Ginseng) setzt man in dem Fall gleich mit 100 Tagen, also entsprechen 5 ml des Extrakts einer Portion. In etwa.

Haltbarkeit. Sofern man in Alkohol einlegen kann, dürften kaum Haltbarkeitsprobleme auftauchen. Wasser vorher abkochen, auf jeden Fall sauber arbeiten und gleich nach der Zubereitung in den Kühlschrank. Mit einem Zusatz von Vitamin C kann man die Haltbarkeit verlängern. Ganz Gewiefte frieren ihren Sud zu Eiswürfeln und können so den jeweiligen Bedarf länger aufheben und leichter entnehmen.

Rohstoffe.Rohstoffe bieten u.a. einen preislichen Vorteil. Der Nachteil der möglicherweise fehlenden Standardisierung wurde bereits beschrieben (siehe dort). Darüber hinaus ist es nicht immer angenehm pulverisierte Rohstoffe (z.B. Ginsengpulver, Spirulina) zu sich zu nehmen. Verrührt man das Pulver mit Sirup, Honig usw., dann können sogar Kinder der regelmäßigen Ergänzung geschmacklich etwas abgewinnen.

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