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Muskeln haben – trotz harten Trainings – nicht unbedingt die Neigung sich zu
filmreifen Paketen zu entwickeln. Je nach Ehrgeiz ist der Griff zu den gängigen
Drogen vorprogrammiert. Es spricht sich bei den Athleten jedoch allmählich
herum, dass die „harten Sachen“ (Anabolika, Steroide) zwar zu Muskelpaketen
führen können, die harschen Nebenwirkungen jedoch ein zu hoher Preis sind. Es
ist nicht ganz aus der Luft gegriffen, wenn eine Zunahme schwellender
Muskelpakete mit einer Abnahme des Schwellkörpers kolportiert wird.
Zunehmend richtet sich das Interesse daher auf Nahrungsergänzungen. Die
meisten Nährstoffprodukte für Sportler, vor allem für Bodybuilder, enthalten
teure Proteine – auf die man genauso gut verzichten kann, denn an
irgendwelchen Proteinen mangelt es uns in der Regel nicht. Diverse
Untersuchungen ergaben, dass Nahrungsergänzung in Form von mehr oder weniger
hochwertigen Eiweißen nur unmittelbar nach dem Training Sinn macht. Eine andere
Stoffwechselsituation liegt bei Reduktionsdiäten vor (siehe
Diät).
Bei den Aminosäuren Arginin/Ornithin (Proteinbausteine) scheint eine Wirkung
signifikant. Beide Aminosäuren stimulieren das Wachstumshormon. Das hat übrigens
mit dem Längenwachstum nichts zu tun; jedenfalls nicht beim Erwachsenen. Im
Angelsächsischen werden wachstumsfördernde Produkte oft mit einem GH(R) für
Growth Hormon (Releasing) angedeutet. Für weitere Informationen siehe unter
Aminosäuren bzw. Wachstumshormone bzw. Verkettete
Aminosäuren (Leucin, Isoleucin, Valin). Kreatin, Glutamin, Octacosanol,
Inosin und sogar Ginseng scheinen ebenfalls gute Wirkung zu zeigen.
Übrigens: Sportliche Betätigung verlängert zwar die Lebensspanne etwas, aber
das Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf den vielen gesundheitlichen Vorteilen im
Hier und Jetzt. Bemerkenswert mag für ältere Leute sein, dass es nie zu spät
ist, um damit anzufangen: In einer Untersuchung profitierten sogar 90-Jährige
von einem regelmäßigen Training. |