| Normalerweise sollen Shampoos lediglich den „Dreck“
rauswaschen. Um diesen Ansprüchen zu genügen, würden Wasser und Kernseife
reichen.
Volle, glänzende, „gesunde“ Haare gelten jedoch als Sexsymbol und vor allem
Männer assoziieren weibliche Haarpracht mit begehrenswert. Man vermutet, dass
hier archaische Fortpflanzungsmuster am Werk sind. Wer gleichzeitig Pflege,
Schutz und den viel begehrten Glanz möchte, sollte auf Inhaltsstoffe wie
Polysorbat 80/60, Keratin, Selensulfid, Biotin, PABA, Niacin u.a. achten.
Ähnliches gilt für die Pflegemittel, die oft wertvolle Öle wie Jojoba, Lezithin
u.a. enthalten.
Seit längerem bietet auch die Nährstoffszene Shampoos und Pflegemittel an.
Sie unterscheiden sich von den herkömmlichen Produkten durch den Schwerpunkt auf
Antioxidanzien. Es liegt auf der Hand, dass Haare in erhöhtem Maße oxidativen
Schädigungen ausgesetzt sind. Zwar kann man noch immer nicht mit einer allgemein
anerkannten Erklärung für den gefürchteten Haarausfall dienen, aber auch hier
mehren sich die Zeichen, dass oxidative Schädigungen eine möglicherweise sehr
entscheidende Rolle spielen.
So wird auch bei der androgenetischen Alopecie (Kahlköpfigkeit) nach
oxidativen Zusammenhängen gesucht. Wer dem multifaktoriellen Geschehen die mehr
oder weniger bedeckte Stirn bieten möchte, sieht sich mit einem Wust angeblicher
„Wundermittel“ konfrontiert. Skepsis ist angebracht, da die (wenigen)
Substanzen, die nachweislich Wirkung gezeigt haben, bekannt sind.
Dr. Proctor, Dermatologe, Houston, USA, gehört zu den bekannteren
Haarspezialisten. Er kann mit einer langen Reihe eigener Patente aufwarten, die
er in eigene Entwicklungen einfließen ließ. Die Erfolge – auch in der eigenen
Praxis – sollen bemerkenswert sein.
Er verwendet fast ausschließlich Substanzen, deren Wirkung nach
wissenschaftlichen Kriterien nachgewiesen worden sind wie z.B. NANO-3, EDRF,
SOD, Minoxidil, kupferbindende Pertide u.a. (hinter den Kürzeln verbergen sich
übrigens zungenbrecherische Formeln wie z.B. NANO-3 = 3-carboxylic acid
pyridin-N-oxid).
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