| Die Haut – das größte Organ, dem vor allem die holde
Weiblichkeit viel Aufmerksamkeit widmet. Verständlich, denn schöne, gepflegte
Haut gilt als sexy.
Die Haut besteht aus mehreren funktionalen Schichten, die uns vor äußeren
Einflüssen wie Hitze, Kälte, UV-Strahlung, Sauerstoff usw. schützen sollen.
Darüber hinaus bewahren sie den Körper vor Flüssigkeitsverlust. Das Problem bei
allen kosmetischen oder/und Pflegeprodukten ist, dass sie auf bzw. über/durch
die Haut wirken sollen. Die Haut ist jedoch eine natürliche Barriere gegen
alle Einflüsse von außen. Wäre es anders, dann könnte jede schädliche
Substanz über die Haut eindringen. Dann könnte bereits die Berührung eines
Giftes tödlich enden. Diese biologische Sperre zu überwinden ist eines der Ziele
der Kosmetika-Hersteller.
Betrachtet man den Aufbau der äußersten Hautschicht (Epidermis), dann wird
deutlich, dass es sich bei deren Funktion um eine Art „Schuppenpanzer“ handelt,
dessen Zweck vor allem darin besteht nichts durchzulassen. Auch keine
Pflegemittel. Zugleich müssen die weiter unten liegenden Hautschichten versorgt
werden. Von entscheidender Bedeutung ist hierbei der Feuchtigkeitshaushalt.
Normalerweise geschieht die Versorgung der Hautschichten mit z.B.
Feuchtigkeitsfaktoren wie Wasser und Lipide (Talg) von innen heraus. Mit
zunehmendem Alter „hakelt“ es jedoch auch in diesem Bereich. So setzen bspw.
oxidative Prozesse der Haut zu, und die Hoffnung, dies mit Antioxidanzien
auffangen zu können, scheint gerechtfertigt.
Die Für und Wider in Sachen Hautpflege und Kosmetik sind zu umfangreich, um
in diesem Rahmen auch nur angedeutet werden zu können. Zumal die Informationen
von den Kosmetikfirmen bestenfalls zur Verwirrung beitragen. Ein wirklich
stabiles wissenschaftliches Fundament weisen die meis-ten Produkte nicht auf. Da
wird zwar enorm viel behauptet, neutrale sachliche Quellen sind jedoch
Mangelware.
Wir beschränken uns daher auf kosmetische Produkte, die auf der Basis von
Mikronährstoffen bestehen. Sie warten mit einer Mischung aus vielfältigen
natürlichen Substanzen auf, die alle der Funktionserhaltung der Haut/Haare
förderlich sind und die Wirkung von Schadstoffen neutralisieren.
Künstliche Konservierungsstoffe werden meist nicht verwendet;
natürliche schon. Die Substanzen, die in irgendeiner Form dazu beitragen,
die Alterungsprozesse (Oxidationen) der Haut zu verlangsamen und/oder ihren
Metabolismus anzukurbeln, sind zu zahlreich, um hier alle genannt werden zu
können. Die wichtigsten in Kurzform:
* Anthocyanidin und Vitamin C wirken von
innen. NaPCA**, Laktonsäure, Hyaluronsäure, Vitamin E, EDTA, aber auch Vitamin C
wirken ebenfalls von außen aufgetragen.
* Fruchtsäuren, Retinyl Palmitat, RHA
u.a. gelten ebenfalls als wirkungsvoll.
(** NaPCA ist eine körpereigene Substanz, deren Funktion die Feuchterhaltung
ist. Ältere Haut enthält nur noch die Hälfte dieser Substanz.)
Systempflege. Es ist nicht damit getan, irgendein Cremchen aufzutragen.
Preiswerte Nivea gegen raue Hände mag noch einen gewissen Sinn ergeben.
Spätestens bei dem Gesicht werden bessere Ergebnisse gewünscht. Hier scheint
eine Behandlung mit System am erfolgversprechendsten. Dabei geht man im
Wesentlichen von drei Schritten aus:
1. Sorgfältige Reinigung, wobei der natürliche Säureschutzmantel der Haut
möglichst erhalten bleiben soll. Scharfe Reinigungsmittel zerstören das Milieu
für „gute“ Bakterien.
2. Entfernung des „Schuppenpanzers“ mittels diverser Substanzen und/oder
mechanischer Behandlung. Allerdings gilt es auch hier den Mittelweg zwischen
sinnvoller Abtragung und Schädigung zu finden.
Da reagiert jede Haut anders – andernfalls könnte man simples Schleifpapier
aus dem Heimwerkerbedarf verwenden …
3. Hinzufügung von feuchtigkeitsspendenden Substanzen. Wasser wirkt hierbei
jedoch eher kontraproduktiv.
Eine weiterführende Beschreibung würde den hier gesetzten Rahmen sprengen.
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