| Von den meisten wird das Gehirn als Sitz der
Persönlichkeit empfunden. Umso empfindlicher trifft uns das Nachlassen seiner
Funktion mit zunehmendem Alter. Das Gehirn ist grundsätzlich ein sehr
empfindliches Organ und nimmt beispielsweise bereits einen kurzen
Sauerstoffengpass äußerst übel. Bis vor kurzem galten alle Schädigungen im
Gehirn als endgültig; Hirnzellen regenerierten sich angeblich nicht mehr. Später
nahm man an, dass die Funktionen bestimmter zerstörter Hirnareale von anderen
Arealen ganz oder teilweise übernommen werden können. Inzwischen ist man sich
ziemlich sicher, dass sich Hirnzellen bis ins hohe Alter nicht nur neu
vernetzen, sondern auch neue Zellen gebildet werden. Allerdings ist dies ein
mühsamer und langwieriger Prozess.
Die grauen Zellen verbrauchen ständig sehr viel Sauerstoff und reagieren auf
Toxine sehr empfindlich. Nicht umsonst hat der Organismus eine (wahrscheinlich
zwei) so genannte Blut-Hirn-Schranke(n) zwischen dem normalen Körperblut und dem
Gehirn eingebaut: Das eigene Blut ist für das Hirn gewissermaßen nicht gut
genug. Trotz aller körpereigener Vorsichtsmaßnahmen summieren sich die kleineren
und größeren Schäden. Nebenwirkungen von Medikamenten, Drogen- und
Alkoholmissbrauch, metabolische (z.B. Anämien) und neurologische (z.B. multiple
Sklerose) Fehlfunktionen, Infektionen, Traumata, hormonelle Störungen usw.
setzen diesem anfälligen Organ zu. Auch hier wird zunehmend deutlicher, dass
sich die Schädigungen aller Art unter dem Oberbegriff „Freie Radikale“ gut
beschreiben und erklären lassen. Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die
Blut-Hirn-Schranke etliche Substanzen abfängt, kann man den Hirnfunktionen mit
bestimmten Schlüsselsubstanzen und Antioxidanzien hilfreich zur Seite stehen.
Selbstredend profitiert das Gehirn von der generellen Zufuhr von
Mikronährstoffen für den Organismus.
Zwar kann man gegen einige Zusammenbrüche des Gehirns (Alzheimer,
Creutzfeldt-Jakob usw.) immer noch wenig ausrichten, aber es mehren sich die
Hinweise, dass es sich auch hier (Alzheimer) um oxidative Schäden handelt, denen
man zumindest teilweise begegnen kann. |