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Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine. Abgesehen von der Wirkungsweise der weiter unter aufgeführten Einzelsubstanzen (Aminosäuren) und Kombinationen, ist es sinnvoll, sich an dieser Stelle mit den Proteinen allgemein auseinander zu setzen. Sie gelten zwar als Kraftnahrung der Bodybuilder, aber es ist Wunschdenken, dass man sich die Muskelpakete „anessen“ könne. Proteine bzw. deren Bausteine, die Aminosäuren, werden zwar von den Muskeln benötigt, aber sie nehmen allein deswegen noch nicht an Masse zu (das ist nur auf das Training zurückzuführen). Während Bodybuilder meistens sowieso genug Proteine über die Nahrung zu sich nehmen – weswegen eine zusätzliche Zufuhr wenig Sinn macht – kann es bei einer Reduktionsdiät in der Tat zu allgemeinen Defiziten im Proteinhaushalt kommen.

Man geht heutzutage davon aus, dass der erwachsene Mensch etwa 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht benötigt. Bei der Berechnung legt man übrigens das Idealgewicht zu Grunde und nicht das aktuelle (Über-) Gewicht. Bei Reduktionsdiäten läuft man Gefahr, die täglich notwendige Proteinmenge zu unterschreiten. Damit erhöht sich das Risiko, dass der Organismus die Muskelmasse mit reduziert, was keinesfalls erwünscht ist und zur oft beobachteten Müdigkeit führt. Nimmt man gleichzeitig ausreichend Proteine zu sich, dann ist diese potenzielle Gefahr gebannt.

Eine Kalorienreduktion führt im Stoffwechsel zu einem erhöhten Nitrogenbedarf. Der lässt sich ebenfalls mit Proteinen befriedigen. Man empfiehlt daher während einer Reduktionsdiät eine Proteinzufuhr von mindesten 75 g täglich. Bei den Proteinen unterscheidet man allgemein nach „kompletten“ und „nicht kompletten“ Proteinen. Fleischprodukte enthalten „komplette“, Gemüse „nicht komplette“ Proteine. Das übliche Dilemma, denn (fettige) Fleischprodukte sind einer Reduktionsdiät nicht gerade förderlich. Ein Ausweg sind Produkte aus Molkeproteinen; sie gelten als hochwertige, biologisch verfügbare, komplette Proteinquelle.

Vegetarier, die ihren Proteinbedarf sichern wollen, tun möglicherweise gut daran mit entsprechenden Produkten zu supplementieren. Lactovegetarier können mit Produkten aus Molkeprotein ergänzen; Veganer werden Sojaproteine bevorzugen.

Bei den Bodybuildern stehen Proteine bzw. deren Bausteine, die Aminosäuren, hoch im Kurs. Die speziellen Mix-Drinks kosten zwar ordentliches Geld, bringen jedoch kaum Nutzen.

Nur wenige spezielle Aminosäuren werden unter bestimmten Umständen vermehrt benötigt. Dazu gehören Arginin/Ornithin, Carnitin, Cystein, Phenylalanin und gegebenenfalls noch Glutamin, Lysin und Taurin.

Aminosäuremoleküle liegen in spiegelbildlichen Varianten vor: der so genannten D- oder L-Form. In der belebten Natur spielen jedoch nur die L-Formen eine Rolle (Ausnahmen natürlich auch hier). Es gibt eine Theorie, die die Bevorzugung der L-Form auf die damals vorherrschende optische Lichtdrehung bei der Weltentstehung zurückführt. Nun ja ...

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