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Bei der regelmäßigen und hochdosierten Einnahme der hier aufgezählten Substanzen sind bestimmte Vorsichsmaßnahmen zu beachten. In jedem Fall empfiehlt es sich, in bestimmten Abständen Blutanalysen durchführen zu lassen.

DHEA und Pregnenolon  Die Produktion verschiedener Hormone wie Melatonin, DHEA usw. nimmt mit zunehmendem Alter ab. Inzwischen konnte man deutliche Zusammenhänge zwischen der Abnahme dieser Hormone und der Zunahme vieler Alterungserscheinungen nachweisen. Die Zufuhr dieser Hormone kann einen Großteil der mit dem Alter verbundenen negativen Begleiterscheinungen stoppen oder mildern. Allerdings ist Hormon nicht gleich Hormon -- von daher sollte jede hormonelle Zufuhr stets mit Bedacht erfolgen.

Grundsätzlich ist eine DHEA-Blutanalyse zwar nicht preiswert, aber unter Umständen macht es sich bezahlt, wenn dadurch die Dosierung vermindert werden kann. Wer sich dazu entschließt, sollte vorliegende Erfahrungen berücksichtigen:

1.     Eine Analyse vor Therapiebeginn ist nicht unbedingt zu empfehlen, da praktisch alle Personen über 40 Jahren einen Mangel aufweisen. Drei bis sechs Wochen nach Beginn der DHEA-Einnahme ist ein erster Bluttest sinnvoll. Das Blut hierfür sollte zwischen der 2. und 3. Tagesdosis abgenommen werden. Ziel der Substitution ist es, „jugendliche“ DHEA-Werte zu erreichen. Empfohlen wird ferner ein Basisnährstoff (Antioxidantien) nach jeder DHEA-Einnahme.

2.     Männer mit Prostatakrebs oder -vergrößerung sollten DHEA nicht einnehmen, da das Hormon in die Metabolite Testosteron und Dehydrotestosteron umgewandelt werden kann. Diese Verstoffwechselung kann die Zellvermehrung in der Prostata begünstigen.

3.     Männer über 40 Jahren, die DHEA zuführen, sollten daher vorsorglich etwa 300 mg/täglich  Sägepalmenextrakt oder einen anderen 5-Alpha-Reduktase-Hemmer einnehmen, um die Umwandlung Testosteron in Dehydrotestosteron zu reduzieren. Ferner wird empfohlen, regelmäßig (jährlich!) einen sogenannten PSA-Test (Prostataspezifisches Antigen) durchführen zu lassen, um einen eventuellen Prostatakrebs rechtzeitig zu entdecken.

4.     Frauen: Da DHEA die Serumwerte für Östrogen erhöhen kann, könnte der weitere Bedarf (Östrogen-Ersatz-Therapie) an Östrogenen sinken. Generell empfiehlt man Frauen, neben DHEA auch noch 1 bis 10 mg Melatonin zu nehmen, um eine denkbare (Brust-)zellvermehrung  vorsorglich zu unterbinden. Ob Frauen mit östrogenabhängigem Tumor DHEA meiden sollten, ist umstritten. Manche Ärzte sehen Vorteile in der DHEA-Therapie auch bei östrogenabhängigen Krebsarten, andere raten davon ab. Im Einzelfall können nur entsprechende Blutanalysen Klarheit verschaffen.

5.     In einigen Tierstudien fand man Hinweise, daß hohe DHEA-Dosierungen zu Schäden durch Freie Radikale in der Leber führen können. Ähnliche Folgen sind beim Menschen nicht bekannt, aber eine gewisse Vorsorge mag angebracht sein. Vor allem Patienten, die ohnehin schon einen Leberschaden haben, wird geraten, DHEA sublingual einzunehmen. Leber-Enzym-Werte regelmäßig kontrollieren lassen! Eben wegen der denkbaren Leberschädigung durch Freie Radikale rät man zu einer gleichzeitigen Einnahme von Basisnährstoffen (Antioxidantien).

Phenylalanin  Manche Personen vertragen die Aminosäure Phenylalanin gar nicht oder nur schlecht. Dazu gehören jene Menschen, die an einem genetischen Defekt namens Phenlyketonurie leiden: Sie sind nicht in der Lage, die Substanz zu verarbeiten. Darüber hinaus sollten Patienten mit Bluthochdruck vorsichtig sein. Krebspatienten wird von der Einnahme abgeraten, da Phenylalanin die Krebszellteilung fördern kann.
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