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Zu Hörstörungen kann es in allen drei Abschnitten des Ohres kommen: im
äußeren Gehörgang, im Mittelohr und im Innenohr. Generell unterscheidet man die
(recht häufige) Altersschwerhörigkeit und die in den letzten Jahren immer
häufiger auftretenden Einschränkungen der Hörfähigkeit bei Jugendlichen und
jungen Erwachsenen. Bei jungen Leuten führt man den Hörverlust vor allem auf zu
laute Musik zurück. Speziell die Jüngeren, die das Wochenende gerne in
Diskotheken verbringen, müssen über kurz oder lang mit Höreinschränkungen
rechnen. Die Cilien (Hörhärchen) im Ohr können nicht jeder mechanischen
Beanspruchung durch Schallwellen standhalten. Ab einer bestimmten Dezibel-Anzahl
werden sie irreversibel geschädigt.
Darüber hinaus kennt man noch Hörverluste, die zum Beispiel auf bestimmte
Erkrankungen und/oder Nebenwirkungen von Medikamenten zurückzuführen sind. So
können hohe Antibiotikagaben im Kleinkindalter zu Einbußen des Hörvermögens
führen. Auch Mittelohrentzündungen bei Kleinkinder ziehen oft einen (teilweisen)
Hörverlust nach sich. Leider ist in all diesen Fällen nicht bekannt, wie man die
Schäden mildern oder gar rückgängig machen kann.
Lediglich bei der Altersschwerhörigkeit können therapeutisch gegenwärtig
gewisse Besserungen erreicht werden. Mit zunehmendem Lebensalter reduziert sich
bekanntlich die Fähigkeit, Töne und Geräusche wahrzunehmen. Dies sind „normale“
Alterungserscheinungen. Folgende Substanzen können helfen:
Hydergin* Dieses Medikament kann in manchen Fällen das
Hörvermögen bessern. In den USA sind lediglich Dosierungen um die 3 mg täglich
zugelassen. Einige Untersuchungen lassen jedoch den Schluß, daß Dosierungen von
12 bis 20 mg täglich notwendig wären. Problematisch könnte hierbei die
blutdrucksenkende Wirkung werden.
Ginkgo biloba Dieses Naturprodukt weist ein erstaunliches
Wirkspektrum auf. Grundsätzlich verbessert es die neurologischen Funktionen und
hilft sogar in manchen Fällen bei Tinnitus (siehe dort). Zur Verbesserung des
Hörvermögens empfiehlt sich eine tägliche Dosis von 120 mg. |