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Schilddrüsenvergrößerung

Die Schilddrüse ist ein kleines schmetterlingförmiges Organ im Halsbereich, das für die Herstelllung wichtiger Hormone zuständig ist; diese regeln den Energie-Grundumsatz, gewissermaßen den „Leerlauf“ des Organismus. Sind die hierfür erforderlichen Hormone Trijodthyronin und Thyroxin in (zu) großer Menge vorhanden, dann verbraucht der Körper (zu)viel Energie -- und umgekehrt. Reguliert wird die Hormonproduktion von der Hirnanhangdrüse, einer Art „Meßstelle“. Wird zuwenig Trijodthyronin oder Thyroxin gebildet, dann erhält die Schilddrüse von der Hirnanhangdrüse die „Anweisung“, die Produktionskapazitäten zu erhöhen. Die Drüse vergrößert sich, und es kommt zu einer mehr oder weniger sichtbaren Kropfbildung (Struma). Eine solche Drüsenvergrößerung ist anfangs kaum sicht- oder tastbar.

Normalerweise -- aber nicht immer -- ist ein chronischer Jodmangel der Auslöser für die Vergrößerung der Schilddrüse. Das notwendige Jod wird normalerweise über die Nahrung aufgenommen. Ein Mangel ist jedoch häufig. Vor allem in Gebirgsgegenden fehlt es häufig, und die Schilddrüse reagiert mit einer krankhaften Vergrößerung. Lediglich am Meer ist die Versorgung halbwegs gewährleistet (Meersalz, Fisch). Jodhaltiges Meersalz ist daher grundsätzlich zu empfehlen. Viele Personen über 40 Jahren haben einen Jodmangel, ohne es zu wissen. Die üblichen Bluttests reichen leider nicht aus, um Defizite in jedem Fall nachzuweisen. Aber bereits kleinste Mängel können zu einer Gewichtszunahme führen, Störungen im Immunsystem nach sich ziehen, Altersdiabetes und vorzeitige Alterungserscheinungen auslösen. Die genannten Symptome können demnach ein Hinweis auf Jodmangel bzw. Schilddrüsenunterfunktion sein. Die Vergrößerung der Schilddrüse kann entweder zu einer Einstellung der Hormonproduktion in fest umrissenen Bereichen, den sogenannten „kalten Knoten“, führen. Hieraus kann sich Krebs entwickeln. Oder aber es geraten bestimmte Teile außer Kontrolle, die unabhängig vom Bedarf „heiße Knoten“ produzieren.

Eine der Methoden, um einen Schilddrüsenhormonmangel nachzuweisen, ist die Temperaturmessung. Hierbei wird über sieben Tage hinweg die Körpertemperatur jeweils 30 Minuten vor dem Mittagessen gemessen. Ist die Körpertemperatur konstant unter 37 Celsius, dann könnte ein Mangel vorliegen. Für genaue Ergebnisse sollte rektal gemessen werden.

Die konsequente und langfristige Änderung von ungesunden Lebensgewohnheiten (zum Beispiel Vermeidung von Streß und Hektik, mehr Schlaf, gesunder Lebensrhythmus) gehört zu den wirkungsvollsten und wichtigsten Maßnahmen, die jeder Betroffe selbst treffen kann. Auch Kneippsche Wasseranwendungen (zum Beispiel Waschungen, kalte Wickel) können sehr zur Unterstützung der Behandlung und zur Linderung der Beschwerden beitragen. Personen, die herkömmliche Schilddrüsenmedikamente einnehmen, bedürfen wegen möglicher Nebenwirkungen der ärztlichen Aufsicht. Natürliche Therapien sind erheblich sicherer. Dazu gehören folgende Mittel:

Jod: 100 bis 200 mcg

Tyrosin: 500 bis 1.000 mg

Melatonin: 3 mg

Sojaextrakt: 10 g

DHEA: 3 x 25 mg Männer/3 x 15 mg Frauen

 

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