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Der Begriff Parkinsonsche Schüttellähmung faßt eine Reihe von verschiedenen Erkrankungen zusammen, die letztlich alle auf dieselben Störungen des zentralen Nervensystems zurückzuführen sind. Sie wurden erstmals 1817 von dem englischen Landarzt James Parkinson beschrieben. Die Häufigkeit dieser Erkrankung nimmt ab dem 50. Lebensjahr stark zu. Es handelt sich im weitesten Sinne um eine Stoffwechselstörung des Gehirns, die man sich wie folgt vorstellt:

Vermutlich werden durch jahrelange oxidative Prozesse jene Hirnzellen zerstört, die für die Produktion von Dopamin verantwortlich sind. Dopamin ist die Vorstufe von Noradrenalin und kann in Adrenalin umgesetzt werden. Diese drei Stoffe werden auch recht anschaulich als die Hormone für Furcht, Flucht und Kampf (frigth, flight, fight) bezeichnet. Da das menschliche Nervensystem von zwei grundsätzlichen Impulsen (anregen, dämpfen) gesteuert wird, nämlich dem dopaminergen und dem cholinergen System, gerat dieses Gefüge durch Dopamin-Mangel aus dem Gleichgewicht -- mit der Konsequenz, daß das cholinerge System überhand bekommt.

Die Parkinsonsche Schüttellähmung gilt als häufigste Nervenerkrankung des fortgeschrittenen Lebensalters. Man geht davon aus, daß der Mensch ab dem 40. Lebensjahr in jeder weiteren Lebensdekade etwa zehn Prozent der dopaminproduzierenden Zellen verliert. Erreicht dieser Verlust 80 Prozent, dann kommt es manchmal zum Ausbruch der Parkinsonschen Schüttellähmung. Die häufigsten Symptome sind folgende typische Krankheitszeichen:

Aki- oder Hypokinese: Störungen im Bewegungsablauf, Bewegungsarmut (sogenanntes „Maskengesicht“)

Rigor: zunehmende Muskelsteifigkeit

Tremor: Zittern

Diese Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Hinzu kommen häufig auch noch eine labile Stimmungslage und Melancholie. Haben sich die Schäden erst mal manifestiert, dann ist der weitere Krankheitsverlauf kaum noch mit einfachen Mitteln zu verlangsamen oder zu stoppen. Eine Heilung ist derzeit nicht möglich.

&

Aus diversen Untersuchungen geht hervor, daß Personen, die während des größten Teils ihres Lebens Antioxidantien zuführten, erheblich seltener an der Parkinsonschen Schüttellähmung erkranken.

Die hier aufgeführten Behandlungsvorschläge beruhen auf der Beobachtung, daß es sinnvoller ist, mehrere Substanzen in niedrigerer Dosierung einzunehmen, als eine Substanz in hoher Dosierung.

Bromocriptin*  Dieses Medikament wird bei der Parkinsonschen Krankheit mit am häufigsten

verschrieben. Leider sind die Nebenwirkungen erheblich. Viele Fachleute empfehlen, das marktübliche Dosierungsangebot (zum Beispiel von der Firma ratiopharm) von 2,5 bzw. 5 und 10 mg noch zu unterschreiten und mit nicht mehr als der niedrigsten Dosis, die noch wirkt, anzufangen. Normalerweise liegt diese um 1,25 mg täglich.

Sinemet*  Bei diesem US-Medikament handelt es sich um eine Kombination aus L-Dopa und einem Dopa-Decarboxylase-Hemmer. Auch hier fängt man mit der niedrigstmöglichen Dosierung an.

Amantadin*  Das Medikament gilt weltweit als gängiges Parkinson-Therapeutikum und sollte ebenfalls in einer möglichst niedrigen Dosierung eingenommen werden (um die 300 mg täglich).

Deprenyl*  Dieses Medikament wird zur Unterstützung von dopaminhaltigen Präparaten eingesetzt. Man empfiehlt Dosierungen zwischen 1,25 und 5 mg täglich. Neuere Studien schlagen eine Dosisreduzierung auf 1,25 mg vor, da sich größere Mengen negativ auf den weiteren Krankheitsverlauf ausgewirkt haben.

Hydergin*  Dieses Medikament ist kein spezielles Anti-Parkinson-Mittel; es ist in den verschiedensten Formen und Dosierungen erhältlich. Empfohlen werden 10 bis 20 mg täglich.

Um den oxidativen Prozessen Einhalt zu gebieten -- die übrigens auch durch Medikamente erhöht werden können -- und weiteren Schädigungen vorzubeugen, empfehlen viele Experten einen breitgefächerten Schutz mit Antioxidantien. Manche Hersteller haben hochwertige Produkte in ihrem Angebot, die mit speziellen Ergänzungsprodukten (oft Booster genannt) kombiniert werden können. Folgende Substanzen sind wichtig:

Carnitin: 2 x 1.000 mg täglich

Phosphatidylserin: 2 x 200 mg täglich (meist Bestandteil von Kombinationsprodukten, kaum als Einzelsubsanz erhältlich)

NADH: 2 x 5 bis 10 mg täglich

DHEA: 3 x 100 mg täglich (und/oder Pregnenolon 3 x 50 mg täglich)

Coenzym Q 10: 3 x 100 mg

Melatonin: 3 bis 10 mg täglich.

Wachtumshormone: 2 IE täglich (in der Regel als Injektion)

Wichtig: Die Einnahme der Medikamente und eventuell auch der Hormone (wie DHEA,  Wachstumshormon) muß ärztlich überwacht werden.

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