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Die beiden Nieren sind lebenswichtige Ausscheidungsorgane mit jeweils ca. 1,5 Millionen schlachartigen Nierenkanälchen (Nephronen). Bei Entfernung oder Ausfall einer Niere kann die verbleibende Niere deren Funktion übernehmen und gewinnt dann stark an Volumen. Die Nebennieren gehören im eigentlichen Sinne nicht zu den Harnorganen, sondern sind Drüsen, die die unentbehrlichen Kreislaufhormone Adrenalin und Noradrenalin, die Sexualhormone und die Kortikoide (lateinisch „Cortex“ = Rinde) bilden. Das wichtigste Hormon, das in den Nebennieren produziert wird, ist das Pregnenolon. Es wird vom Körper in Östrogen, Progesteron und Testosteron umgewandelt, die unter anderem diverse Alterungsprozesse bremsen. Die normale Alterung führt zu einer verminderten Hormonproduktion in den Nebennieren. Da es sich hier um einen komplexen Regelkreis handelt, sollte jedweder Eingriff in den Hormonhaushalt äußerst behutsam und nur unter qualifizierter ärztlicher Anleitung geschehen.

Die Einnahme von Pregnenolon kann mithelfen, die normale Hormonbalance eines alterungsbedingten Nebennieren-Defizits wieder herzustellen. Erkrankungen der Nebenniere und damit einhergehende Einschränkungen in der Funktion können zu lebensbedrohlichen Hormon-Ungleichgewichten führen. Eine dieser Dysbalancen führt zur Überproduktion des Hormons Cortison -- es wird gelegentlich auch „Todeshormon“ genannt, weil es verantwortlich gemacht wird für Unterdrückung des Immunsystems.

Pregnenolon  Während Pregnenolon und DHEA (siehe Seite xx) vor den Auswirkungen der Cortison-Überproduktion schützen können, verhindern Vitamin C und Acetylsalicylsäure die exzessive Cortisonproduktion selbst. Um der verminderten Hormonproduktion der Nebennierenerkrankung zu begegnen, empfiehlt man eine allmähliche Dosissteigerung. Das heißt: In der ersten Woche nimmt man 50 mg Pregnenolon täglich, in der zweiten 100 mg und in der dritten Woche 150 mg täglich ein. In der vierten Woche sollte man den DHEA/Sulfat- und Cortison-Status vom Arzt klären lassen; das gibt Aufschluß über die Funktion der Nebennieren. Wenn die Cortisonwerte noch immer zu hoch sind, empfiehlt man die zusätzliche Einnahme geringer Mengen (um die 250 mg) Acetylsalicylsäure (Aspirinâ) und etwa 3 g Vitamin C täglich. Beides kann die Cortisonwerte senken helfen.

Procain (KH3)  Das in Deutschland frei verkäufliche (aber in den USA verbotene!) KH3 vermag Zellschädigungen durch Cortison aufzufangen: Um der Giftwirkung des Cortisons zu begegnen, rät man zu zwei bis vier KH3-Kapseln (morgens auf nüchternen Magen und am späten Nachmittag).

Achtung: Manche Nebennierenerkrankungen (zum Beispiel Morbus Addison) zeichnen sich durch eine krankhafte Unterproduktion von Cortison aus. Dies kann lebensbedrohlich werden und erfordert ärztliche Hilfe. Bei Morbus Addison verschreibt man in der Regel Glucocorticoide und Mineralcorticoide. Lesen Sie auch den Artikel Autoimmunkrankheiten auf Seite xx.

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