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Das Symptom der Myasthenie gravis ist eine erhöhte Müdigkeit der Muskulatur. Dies macht sich vor allem bei der Sprech-, Kau- und Schluckmuskulatur bemerkbar. Die Kraft und das Ausmaß wiederholt ausgeführter Muskelkontraktionen lässt schnell nach und endet in der völligen Bewegungsunfähigkeit. Anfangs kehrt die Bewegbarkeit nach einer Erholungsphase zurück. Bei fortschreitender Erkrankung jedoch findet keine oder kaum Erholung statt und die Muskelpartie bleibt gelähmt. Am Ende der Erkrankung steht oft der Tod weil auch die Atemmuskulatur betroffen ist und diese schließlich durch Lähmung ihren Dienst einstellt.

Man geht davon aus, daß es sich hierbei, um eine Reizleitungsstörung zwischen Nerv und Muskel handelt. Vermutlich werden die Botenstoffe (Acetylcholin) des Nerven zu schnell zerstört, wobei man den Übeltäter in einem gewissermaßen zu aktiven Enzym (Cholinsesterase) sieht. Diskuttiert werden allerdings auch Hormon- und Stoffwechselstörungen und Autoimmunreaktionen.

Bisher wurden die Zusammenhänge zwischen Nährstoffe und der Erkrankung kaum untersucht; eine eindeutige Aussage ist daher kaum möglich. Dennoch spielen einige Nährsubstanzen eine wichtige Rolle bezüglich Funktion und Erhalt von Reizleitungen.

Basisnährstoffe. Da Freie Radikale bevorzugt fetthaltige Strukturen, zu denen auch die Nervenummantelungen gehören, attackieren, ist ein grundsätzlicher Schutz mit Antioxidantien angebracht. Fortschreitende Zerstörungen können damit minimiert, möglicherweise gestoppt werden.

Essentielle Fettsäuren. Die Ummantelung der Nerven (Myelinscheiden) benötigen bzw. bestehen aus essentiellen Fettsäuren. Ihre isolierende Wirkung ist Voraussetzung für eine reibungslose Reizleitung. Bei der MG sind diese Myelinscheiden oft defekt und der Erhalt bzw. Wiederaufbau ist für den weiteren Verlauf der Erkrankung von Bedeutung. Betroffene sollten daher eine Zufuhr essentieller Fettsäuren (Omega-Fettsäuren) erwägen. Die wichtigsten sind die Eicosapentaensäure (EPS), die Decosapentaensäure (DPS) und die Gammalinolensäure. Man empfiehlt um die 5 - 6 g EPS/DHS also Omega-3-Fettsäuren und um die 600 mg Gammalinolensäure (Omega-6-Fettsäure).

Cholin, Inositol. Beide Substanzen werden für den Einbau der essentiellen Fettsäuren benötigt. Darüber hinaus erhöhen sie die Konzentration des Botenstoffs Acetylcholin und verbessern den Energiehaushalt der Zelle. Tägliche Dosierungen von etwa 1 -2 g Cholin und 1 -2 g Inositol gelten als sinnvoll.

Alphaliponsäure. Diese Substanz ist in der Lage die Signale der Nerven zu verbessern und wird daher bei MG in Dosierungen von 400 mg täglich empfohlen.

Vitamin D3. Die korrekte Funktion der Nerven hängt eng mit dem Calciumeinstrom zusammen. Hiebei gilt nicht das Calcium selbst als Engpass, sondern Vitamin D3, das für den Ionenaustausch erforderlich ist. Empfohlen werden tägliche Dosierungen von etwa 1.000 IE.

An Medikamenten sollen sich Hydergin 5 - 20 mg täglich) und/oder Deprenyl (5 mg, zweimal die Woche) bewährt haben.

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