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Die Enteritis regionalis Crohn (Morbus Crohn) befällt beide Geschlechter in gleichem Maße, meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Immer öfters wird jedoch auch von erkrankten Kindern berichtet. Es handelt sich um eine unspezifische granulomatöse Entzündung, die alle Abschnitte des Magen-Darmtraktes befallen kann. Die Erkrankung ähnelt der ulcerativen Colitis. Letztere beschränkt sich jedoch auf die zwei obersten Schichten des Verdauungstraktes, der Mucosa und Submucosa, während bei Morbus Crohn alle Schichten in Mitleidenschaft gezogen werden. Krankheitsschübe können alle paar Monate oder alle paar Jahre auftreten. In seltenen Fällen bleibt es bei ein oder zwei Attacken und verschwindet danach für immer. Dies lässt die vorsichtige Vermutung zu, dass der Organismus sich im Prinzip selbst helfen kann. Unbehandelte Erkrankungen können ernsthafte bis tödliche Folgen nach sich ziehen.

Entzündete Abschnitte können zwar abheilen, hinterlassen jedoch Narben, die die Passage erschweren. Daher können Komplikationen wie u. a. akuter Ileus (Darmverschluss) oder Darmperforationen auftreten. Bei Kolonbefall besteht erhöhtes Krebsrisiko.

Über die Ursachen weiß man wenig. Die Schulmedizin vermutet neben Vererbung, Nahrungsfehler, Infektionen auch psychosoziale Faktoren (Umfeld) und/oder bestimmte Persönlichkeitsstrukturen (Depressionen). Neuere Untersuchungen lassen vermuten, dass Schädigungen durch Freie Radikale involviert sind und ein Mangel u. a. an Vitamin C und E eine Rolle spielen. Nahrungsallergien erhöhen das Risiko Morbus Crohn zu bekommen; entsprechend vermag eine konsequente Vermeidung der Allergene (soweit bekannt) bei manchen Personen die Symptomatik zu lindern.

Die Symptome: Schmerzen im rechten Unterbauch, Durchfälle, Fieber, Gewichtsverlust u. a.

Die gängige Therapie umfasst Änderung der Diät und symptomatische Linderung mit Antidiarrhoika, Kortikosteroide, Antibiotika bis hin zur operativen Entfernung der betroffenen Darmabschnitte. Nach Operation sollen zumindest 50% der Patienten innerhalb der nächsten 5 Jahre beschwerdefrei bleiben. Laut einer italienischen Studie sollen allerdings ebenfalls 50% der Betroffenen beschwerdefrei bleiben, wenn Fischöl (Omega-3-Fettsäuren) zugeführt wird.

Bei den therapeutischen Ansätzen mit Mikronährstoffen werden so viele Substanzen beschrieben, dass die Empfehlung eines guten hochdosierten Basisnährstoffs dem am ehesten gerecht wird. Insbesondere werden erwähnt:

Als eines der wichtigsten Antioxidantien und Immunstimulatoren wird Taurin angeführt. Täglich 500 mg auf nüchternen Magen, möglichst zusammen mit 50 mg B6 und 100 mg Vitamin C.

Zur Anämievorbeugung soll ein Vitamin B-Komplex genommen werden. Auf jeden Fall B12 und Folsäure zu jeweils 200 mcg täglich.

Zur Unterstützung der Schleimhäute wie auch zu deren Schutz empfiehlt man einen der dort benötigten Zellbausteine, Glukosamin. Dosierung nach Maßgabe des Herstellers.

Omega-3-Fettsäuren (Fischöl) werden für Reparaturen im Verdauungstrakt benötigt und reduzieren entzündliche Prozesse. Dosierung wie vom Hersteller empfohlen.

Um die Verdauungsvorgänge (Proteine) zu fördern, rät man zu Pankreatin und Bromelain. Dosierung wie vom Hersteller empfohlen.

Ebenfalls um entzündliche Prozesse zu verhindern und die Immunität zu fördern sollen 1.000 mg Vitamin C täglich, möglichst mit Bioflavonoiden zugeführt werden. Hierbei sollte einer gepufferten Version der Vorzug gegeben werden.

50 mg Zink täglich zielen ebenfalls auf das Immunsystem.

Knoblauch (Kyolic) gilt als gezielte Maßnahme gegen den Anfall von Freien Radikalen bei Morbus Crohn.

Als einer der wesentlichen Bestandteile der betroffenen Zellen gilt Glutamin. Zwei mal täglich 500 mg auf nüchternen Magen.

Unterstützende Maßnahmen:

  • Da viele Crohn-Patienten kein Histamin vertragen, tritt bei vielen Besserung ein, wenn Lebensmittel mit hohem Gehalt an Histamin wie Milchprodukte, Fisch, manche Würstchen u. a. vermieden werden.
  • Alkohol, Kaffee, Schokolade, Eier, künstliche Konservierungsmittel, frittierte und fette Lebensmittel, Margarine, Fleisch, Pfeffer, gewürzte Speisen, Zigaretten, raffiniertes Mehl sollten ebenfalls vermeiden werden.
 

 

 

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