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Unter Migräne versteht man eine besondere Form des Kopfschmerzes. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Griechischen („Hemicrania“ = Halbseitenkopfschmerz) bzw. Französischen („Migraine“) und bezeichnet eine heftige, meist einseitige Kopfschmerzattacke, deren genaue Ursachen bis heute nicht genau geklärt sind. Migräneanfälle beginnen oft in den frühen Morgenstunden und können mehrere Stunden oder Tage andauern. Frauen sind wesentlich häufiger betroffen als Männer.

Migräneanfälle treten häufig zusammen mit folgenden Begleiterscheinungen auf:

Erbrechen/Übelkeit

Schwindel

Gereiztheit

Licht- und Lärmempfindlichkeit

Sehstörungen (Flimmern vor den Augen)

Lähmungserscheinungen

Während man früher annahm, daß Migräne eher ein Symptom sei, das auf eine andere Krankheit hindeute, neigt man heute dazu, dieses Leiden als eigenständige Krankheit zu sehen. Es gibt mittlerweile Hinweise, daß sich im Gehirn der Betroffenen eine Art „Schmerzgenerator“ befindet. Die meisten Migräne-Patienten bemerken (schmerzfreie) Vorboten des eigentlichen Anfalls, zum Beispiel Sehstörungen. Noch vor dem Auftreten der Schmerzen verändert sich die Durchblutung in bestimmten Hirnbereichen, und es tritt Sauerstoffmangel auf. Die Behandlung ist symptomorientiert, das heißt, sie richtet sich gegen den Schmerz. Eigenartigerweise sprechen viele Patienten anfänglich gut auf eine Therapie an, der Effekt läßt jedoch oft genauso schnell wieder nach.

Im Bereich der Vorbeugung werden heute Betablocker* und/oder Kalziumantagonisten* eingesetzt. Diese Mittel sind jedoch wegen ihrer Nebenwirkungen nicht zum Dauergebrauch geeignet -- schon gar nicht für Personen mit niedrigem Blutdruck oder Neigung zu Asthma.

Mit einigem Erfolg wird Parthenolid (600 mcg täglich) und Johanniskraut zur Vorbeugung eingesetzt. Auch Melatonin kann Migräne-Patienten helfen. Bei regelmäßiger Nutzung wird von nachlassenden Anfällen berichtet. Für Erwachsene über 40 Jahren empfiehlt man 3 bis 10 mg täglich (vor dem Schlafengehen); bei jüngeren Personen reichten 500 mcg bis 1 mg.

Als eines der effektivsten (und zugleich teuersten) Migränemittel gilt Imigran*. Es ist in der Lage, einen Anfall bereits im Keime zu ersticken. Die Nebenwirkungen können jedoch erheblich sein.

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