| Da die Lungen sehr gut durchblutete Organe sind, sind
sie zugleich auch anfällig für die verschiedensten Erkrankungen. Im Alter
verlieren die Lungen an Elastizität, was die Anfälligkeit von Infektionen erhöht
und schlimmstenfalls zum Lungenemphysem („Luftgeschwulst“; von griechische
„emphysein“ = hineinblasen) führen kann. Beim Lungenemphysem (auch Lungenblähung
genannt) sind Hohlräume oder Gewebslücken mit Luft oder Gas angefüllt. Man
unterscheidet verschiedene Erscheinungsformen. Hier ist das mit zunehmenden
Alter auftretende Emphysem gemeint. Nach heutigem Kenntnisstand entsteht die
Erkrankung meist infolge einer jahrelangen Schädigung durch Freie Radikale, die
zu einer degenerativen Veränderung in den Lungenbläschen (Alveolen) führt. Die
Folge ist ein Funktionsverlust der Alveolen, das heißt, der Sauerstoff- bzw.
Kohlensäureaustausch findet nicht mehr in ausreichender Form statt. Es liegt
dann eine Lungeninsuffizienz (Lungenschwäche) vor: Die Atmung reicht nicht mehr
aus, um das Blut genügend mit Sauerstoff zu sättigen und/oder die
Atmungsabbauprodukte wie Kohlensäure über die Lungen auszuscheiden. Die
Betroffenen leiden dann an Kurzatmigkeit, Husten und zunehmenden
Atemschwierigkeiten.
In eine ähnliche Kerbe, jedoch mit anderen Symptomen, schlägt die chronisch
obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung
der Bronchien mit stark erhöhter Schleimproduktion. Der dicke Schleim kann in
großen Mengen auftreten und zu heftigen Atemschwierigkeiten führen. Da man in
beiden Fällen als Ursache übermäßige Attacken von Oxidantien (Freien Radikalen)
sieht, sind die therapeutischen Maßnahmen ähnlich. Man empfiehlt unter anderem
die Zufuhr von Antioxidantien:
Basisnährstoffe Wie in vielen anderen Fällen empfiehlt sich auch
hier eine hochwertige und hochdosierte Antioxidantien-Kombination. Ergänzen
sollte man das Fundament aus Basisnährstoffen mit sogenannten Boostern -- das
sind meist zusätzliche Antioxidantien. Ziel ist eine möglichst optimale
Versorgung mit antioxidativ wirkenden Substanzen.
Cystein Die Aminosäure Cystein gilt als sehr gutes
Lungenantioxidans und ist in Deutschland als Schleimlöser rezeptfrei in der
Apotheke erhältlich. Zum Vergleich: In England und einigen anderen Staaten ist
das Mittel gegenwärtig verschreibungspflichtig. Empfohlen werden 3 x 600 mg
täglich. Idealerweise nehmen Sie zu jeder Cystein-Portion gleichzeitig 2 g
Vitamin C ein, um die Wirkung zu verstärken.
Pulmozym* Sollten obige Empfehlungen nicht zum Erfolg führen,
kann man unter ärztlicher Aufsicht mit dem Medikament Pulmozym einen Versuch
wagen. Es ist eigentlich für die Behandlung der schweren Stoffwechselkrankheit
Mukoviszidose zugelassen, weswegen manche Ärzte vergessen, daß es auch
hervorragende schleimlösende Wirkungen hat.
Laut einigen Literaturquellen soll eine ausreichende Zufuhr von Chlorophyll
(Blattgrün) einer der ersten und wichtigsten Maßnahmen sein. Über die Dosierung
werden keine konkreten Aussagen gemacht.
Da der Stoffwechsel in den beschädigten Zellen in Mitleidenschaft gezogen
wurde, kann der Patient mit nachstehenden Substanzen versuchen, die
Energieproduktion wiederherzustellen bzw. anzukurbeln. Bei folgender Dosierung
ist eine Wirkung zu erwarten:
Coenzym Q 10: 3 x 100 mg täglich
Forskolin: 10 bis 60 mg täglich (Achtung: nicht bei Prostatakrebs
verwenden!)
Carnitin: 2 x 1.000 mg täglich
NADH: 2 x 5 mg täglich
Taurin: 2 x 1.000 mg täglich
Magnesium: bis zu 3 x 500 mg täglich
Kalium: nach ärztlicher Anweisung
In weiteren Literaturquellen findet man andere Empfehlungen, die jedoch auch
den Wiederaufbau des Lungengewebes im Auge haben:
Um Komplikationen (Pneumonie) vorzubeugen empfiehlt man bspw.
Kyolic-Koblauch. Cystein und Methionin (je 2 x 500 mg täglich) sollen bei der
Reparatur des Lungengewebes helfen und sind gleichzeitig sehr gute
Antioxidantien. Betakaroten (10.000 IE täglich) gelten ohnehin als sinnvolle
Antioxidantien bei Lungenproblemen. Vitamin E wir in der Größenordnung von 1.000
IE angeraten. Nicht zuletzt sollte man hohe Dosen Vitamin C erwägen (5 – 10 g
täglich), möglichst in Kombination mit Bioflavonoiden.
Weitere Maßnahmen:
So unangenehm dies auch sein mag, aber Raucher haben keine Wahl mehr: Sie
müssen aufhören und sogar Räume meiden, in denen geraucht wird. Jede Form von
Luftverunreinigungen sollte ausgeschaltet werden: Am Arbeitsplatz, in der Küche
oder im Auto. Notfalls muss der Lebenspartner auf Parfum verzichten.
Klimaanlagen und/oder Luftreiniger können sehr hilfreich sein und sollten
zumindest im Schlafzimmer installiert werden.
Es ist bisher keine Heilung von Lungenemphysem bekannt, aber die
beschriebenen Maßnahmen können zur Erleichterung führen.
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