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Gerade in Sachen Krebs werden viele schmutzige Geschäfte mit dem Leidensdruck der Betroffenen und Angehörigen gemacht. Es ist teilweise skandalös, mit welchen ethisch sehr fragwürdigen Methoden immer wieder versucht wird, dieses oder jene „Wundermittel“ an den Patienten zu bringen. In angeblich wissenschaftlichen Untersuchungen und teilweise getürkten Studien werden zum Teil abenteuerliche Theorien aufgestellt, die über die Massenmedien weite Verbreitung finden. Immer wieder werden Fälle bekannt, daß dubiose Firmen Placebos (Tabletten ohne Inhaltsstoff) zu horrenden Preisen verkaufen. Solche Geschäfte mit hilflosen Menschen sind zutiefst zu verurteilen. Andererseits ist es natürlich sehr verständlich, daß viele Menschen angesichts einer lebensbedrohlichen Erkrankung nach jedem sich bietenden Strohhalm greifen -- und sei er noch so dünn. Denn es ist leider eine Tatsache, daß die konventionelle Medizin hinsichtlich der Krebstherapie in den letzten Jahrzehnten zwar Fortschritte gemacht, aber der Krankheit dennoch immer noch relativ machtlos gegenübersteht. Die Gratwanderung eines verantwortungsvollen Arztes oder Therapeuten besteht in jedem Fall darin, einerseits keine falschen Hoffnungen zu wecken, andererseits dem Patienten nicht die Hoffnung zu nehmen.

Wie entsteht Krebs?

Aus gesunden jungen Zellen werden durch fortschreitende Differenzierung „erwachsene“ Zellen mit einer fest umrissenen Aufgabe. Dazu gehört sich dem umliegenden Zellverband anzugleichen und sich z. B. nicht ungebremst zu vermehren. Da auch eine Zelle irgendwann erschöpft ist, endet ihr Leben mit einer Art geordneten Zelltod, der Apoptose.

Auf dem langen Weg zwischen Zellgeburt und Zelltod entstehen - versehentlich - immer wieder Zellen, die sich der körpereigenen Systematik entziehen und sich z. B. nicht einordenen, sondern sich wahllos vermehren. Praktisch in jedem Moment unseres Lebens können diese „bösartigen“ Zellen entstehen. Gleichzeitig verfügt der Mensch jedoch über eine sehr wirksames Immunssytem, das diese Zellen sofort aufspürt und vernichtet, wie dies auch mit Bakterien und Viren geschieht.

In jüngeren Lebensjahren ist dieses Immunsystem noch sehr effektiv. Im Lauf der Lebensjahre läßt jedoch auch die Wirksamkeit des Immunsystems nach und die Gefahr, daß bösartige Zellen übersehen werden, wächst.

Nach heutigen Kenntnissen geht man davon aus, daß Zellen unter Dauerstreßbelastung bösartig entarten. Das kann beispielsweise ein übermäßiger Ansturm von schädlichen Substanzen auf bestimmte Gewebeteile sein. Diese Substanzen zeichnen sich durch eine Gemeinsamkeit aus: Sie attackieren eine Zelle so lange mit Freien Radikalen, bis sie „zusammenbricht“. Stirbt die Zelle dabei, dann besteht erst mal keine Gefahr, denn das Immunsystem beseitigt die „Leiche“. Gefährlicher wird es indes, wenn die Zelle nicht stirbt und die Erbsubstanz durch die Angriffe verändert wird. Es entsteht dann eine Zelle, die sich nicht mehr in den Gesamtverband einordnet und nur noch ein Ziel hat: ihre ungebremste Vermehrung.

Faßt man alle derzeitigen Informationen zusammen, so spricht sicherlich einiges dafür, daß mit der Zerstörung einer genetischen Überwachungsinstanz die krankhafte Entwicklung eingeleitet wird. Der Organismus scheint mit seinem Können damit aber noch nicht am Ende zu sein, denn ein funktionierendes Immunsystem kann bekanntlich vieles wieder gutmachen. Werden die schädlichen Einflüsse jedoch zu groß, dann kommt dieses feingliedrige Abwehrsystem nicht mehr nach. Irgendwann wird das Immunsystem womöglich überrannt, und die kranken Zellen gewinnen die Oberhand. Mit anderen Worten: Die Tumorentwicklung nimmt seinen Lauf -- zunächst noch unbemerkt. Bei einigen Krebsarten kommt es schon früh zur Bildung von Tochtergschwülsten, andere metastasieren erst relativ spät. Bei der Therapie ist eine mögliche Metastasierung daher stets zu berücksichtigen.

Wie erklärt die genetische Zellforschung die Krebsentstehung?

In der genetischen Zellforschung will man ein bestimmtes Gen entdeckt haben, daß für den geregelten Funktions- und Lebensablauf der Zellen verantwortlich ist: das Telomer. Es handelt sich hierbei um das Endstück eines Chromosoms, das -- vereinfacht ausgedrückt -- unter anderem die Lebenszeit der Zelle festlegt und sozusagen nach bestimmten Kriterien über deren Existenzberechtigung entscheidet. Es scheint Teil eines Steuerungssystems zu sein, das einerseits darüber wacht, ob die Vererbung fehlerlos vonstatten geht, andererseits die Vermehrung koordiniert. Es leuchtet ein, daß beispielsweise eine neue Leberzelle nur dann sinnvoll wirken kann, wenn sie ihre Aufgabe (zum Beispiel die XY-Synthese) einwandfrei vererbt bekam und demzufolge ihre Funktion im Gesamtverband einnimmt. Die Zelle darf sich zum Beispiel nicht wahllos vermehren. Treten allerdings Fehler bei der Zellteilung auf (zum Beispiel durch Attacken von Freien Radikalen), dann ist es die Aufgabe des Telomers, den Tod der Zelle einzuleiten, damit dieser Fehler nicht weitergegeben werden kann. Bestimmte Ereignisse können jedoch dazu führen, daß diese kleinen „Sittenwächter“ ausgeschaltet bzw. zerstört werden. Die Zelle kann sich dann mit ihren „Fehlern“ ungebremst vermehren und wird damit zum Ausgangspunkt einer mehr oder weniger bösartigen Wucherung, dem Tumor.

Das Prinzip der konventionellen Tumorbehandlung geht in der Regel zwei Wege: Zuerst wird der Tumorherd (der sogenannte Primärtumor) entfernt und/oder bestrahlt bzw. mit Medikamenten am Wachstum gehindert. Die Wahl des Mittels hängt vor allem von der Lage, Größe und Art des Tumors ab, aber auch vom Alter und der Konsitution des Patienten. Die „zweite Angriffslinie“ richtet sich gegen eventuell vorhandene Metastasen. Meist werden dabei scharfe Geschütze aufgefahren. Die Chemo- und Strahlentherapie ist vergleichbar mit einer mit Freien Radikalen bestückten Kanonen-Batterie, die ein mehr oder weniger gezieltes Bombardement auf den Tumor und/oder dessen Tochterzellen ausführt. Da Krebszellen über kein geeignetes Abwehrsystem verfügen, sind sie den Angriffen hilflos ausgeliefert. Im Idealfall wird nur das kranke Gewebe angegriffen bzw. zerstört, während das gesunde Gewebe erhalten bleibt. Dies ist eine schwierige Gratwanderung, denn etwas „zu viel“ bedeutet Zerstörung von gesundem Gewebe, etwas „zu wenig“ läßt möglicherweise Metastasen am Leben, die ihr zerstörerisches Werk wieder aufnehmen können. Attackiert der Therapeut den Tumor zu stark, dann zieht er mehr gesundes Gewebe in Mitleidenschaft, als der Organimus verkraften kann -- mit der Folge, daß das Immunsystem vollends zusammenbricht. Vereinfacht ausgedrückt: Der Tumor wurde zwar besiegt, der Patient hat es aber dennoch nicht überlebt. Wird andererseits der Tumor nicht gründlich genug beseitigt, dann können sogenannte Rezidive (Reste) ihre Tätigkeit wieder aufnehmen und erneut das ungebremste Wachstum bösartiger Zellen einleiten -- und diesmal womöglich an anderer Stelle im Organismus oder/und noch geballter als vorher, weil das Immunsystem mittlerweile stark geschwächt ist.

Die klassische Krebstherapie

Im Laufe der letzten Jahrzehnte konnte die Medizin durchaus einige Erfolge verbuchen. Die Früherkennung zeitigt zwar gewisse Fortschritte, und auch die Therapiemethoden wurden verbessert. In Anbetracht der jahrzehntelangen Forschungsarbeit und der Unsummen an Geld, die investiert wurden, ist das Ergebnis objektiv betrachtet jedoch eher mager. Vor allem die herkömmliche Chemotherapie hat sich nur für relativ wenige Krebsarten (zum Beispiel Hodenkrebs, Chorionkarzinom, Hodkinsonsche Krankheit, bestimmte Leukämieformen und Lymphom) als halbwegs wirkungsvoll erwiesen. Bei den übrigen Krebsarten fragt man sich heute manchmal, ob der durch die Therapie verursachte Schaden nicht vielleicht größer ist als der Nutzen. Immer mehr rücken neuerdings auch natürliche Heilmethoden wie zum Beispiel die Therapie mit Mikronährstoffen in den Mittelpunkt des Interesses. Allerdings ist ihr Einsatz ein sehr komplexes Kapitel.

Nach Ansicht vieler Kritiker beschränken sich die konventionellen Therapien bisher zu stark auf die Bekämpfung des Primärtumors; man übersehedabei häufig, daß das (geschwächte) Immunsystem den „Rest“ der vollständigen Heilung übernehmen muß. Es gibt derzeit keinerlei Ersatz für diese Immunfunktionen, die vom Menschen selbst ausgehen müssen. Jede Behandlung kann eigentlich nur dafür sorgen, daß die „Grobarbeit“ durch menschliche Eingriffe erledigt wird, der alles entscheidende Anteil des Immunsystems zur vollständigen Heilung ist durch keine noch so fortgeschrittene Therapie zu ersetzen.

Der eigentliche Effekt von Antioxidantien liegt in der Wiederherstellung des Immunsystems während bzw. nach einer konventionellen Behandlung. Die Behandlung (Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) stellt nämlich eine immense Belastung für den Körper dar und schwächt das Immunsystem oft derart, daß der Organismus in einen katabolen (abbauenden) Zustand gerät. In diesem Zustand ist der Organismus praktisch schutzlos den Angriffen von Bakterien, Viren und eben auch anderen Krebsherden und/oder Rezidiven ausgeliefert. Die Immuntherapie bei einer Krebserkrankung ist keine Therapie für sich, sondern als zusätzliche, begleitende Maßnahme zu sehen. Die umfassende Unterstützung durch eine umfassende Nährstofftherapie kann in manchen Fällen vielleicht das Zünglein an der Waage sein.

Literaturempfehlung: Simonton/Creighton, Wieder gesund werden, Rowohlt-Verlag, Reinbek bei Hamburg. In diesem Buch werden die Mechanismen zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte dargelegt.

Ganz wesentlich für Krebspatienten ist der unbedingte Überlebenswille. Studien haben gezeigt, daß der Patient selbst durch seine persönliche Haltung festlegt, ob Therapiemaßnahmen Erfolg haben oder nicht. Die Einstellung der Betroffenen scheint so ausschlaggebend zu sein, daß man mit 75prozentiger Genauigkeit vorhersagen kann, wer eine ernsthafte Krankheit überlebt, und wer nicht. Der erste Schritt hierbei ist, daß der Patient sich selbst für die Entstehung der Krankheit und vor allem für deren Heilung verantwortlich macht. Die Überzeugung, daß man selbst über sein Leben entscheidet, ist häufig auch der innere Schlüssel zum Überleben.

Eine sinnvolle Immuntherapie geht vorsorglich davon aus, nicht nur den Herd an sich, sondern den Gesamtorganismus im Auge zu behalten. Das umfaßt folgende Punkte:

·       Stärkung des gesamten Abwehrsystems

·       Hemmung der Krebszellteilung

·       Umwandlung von Krebszellen in gesunde Zellen

·       Hemmung der Verbreitung vorhandener Krebszellen

·       Verhinderung der Gefäßbildung im Tumor

·       Kontrolle von hormonalen Effekten auf das Krebswachstum

Bei jeder immunstimulierenden Maßnahme bei Krebs ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle unverzichtbar. Denn nur regelmäßige Laboranalysen und Tests durch den Onkologen können Aufschluß über die Wirksamkeit immunstärkender Therapien geben. Es gibt mittlerweile zahlreiche Bluttests, mit deren Hilfe man das Fortschreiten verschiedener Krebsarten bzw. die Heilungsfortschritte einigermaßen zuverlässig auswerten kann:

Organ                                                 Bluttest

Eierstock                                             CA 125

Prostata                                              PSA

Brust                                                  CA 15-3 und CEA

Dickdarm, Darm, Leber, Pankreas,       

Magen und andere Organe                      CEA, CA19-9, GGTP

Leukämie, Lymphom                           

und CBC mit unterschiedlichem                Immun-Zell-Differenzierung

CA Profil                                              HCG-b, PHI, GGTP, CEA, TSH, DHEA-S

 

Um die Wirksamkeit der immunstärkenden Therapien zu bewerten, sollten außerdem regelmäßige Immunzellen-Untersuchungen durchgeführt werden. Das Augenmerk wird man meist auf nachstehende Faktoren richten:

·       CD4 (T-Helfer) Gesamt-Anzahl

·       CD4/CD8 (T-Helfer zu T-Unterdrücker) Verhältnis

·       NAK (natürliche Killerzell) Aktivität

Der Primärtumor

Derzeit wird kaum ein Arzt oder Therapeut ernsthaft behaupten, daß ein vorhandener Primärtumor (ab einer bestimmten Größe) anders als mit „harten“ Mitteln bekämpft werden kann. Dennoch sollen hier zwei Ansatzpunkte erwähnt werden, die möglicherweise Anlaß zur Hoffnung sind.

Pankreas-Enzyme  Eine in bestimmten Kreisen diskutierte Alternative zur konventionellen Behandlung (Operation, Bestrahlung) von Primärtumoren ist die Verabreichung von 40 bis 70 Kapseln zu je 420 mg von Pankreas(Bauchspeicheldrüsen)-Enzymen des Schweines. Derartige Mengen müssen natürlich über den Tag verteilt aufgenommen werden. Die Dosierung kann von Patient zu Patient bzw. von Tumor zu Tumor variieren. Im ersten Monat wird meist diese hohe Dosis gegeben, in den Folgemonaten wird die Menge reduziert. Die Aussagen einiger Studien zur Pankreastherapie lassen darauf schließen, daß diese Enzyme tatsächlich in der Lage sind, den Tumor zu „verdauen“.

Haifischknorpel  Der Haifischknorpel gehört mit zu den seit Jahren heftig umstrittenen „Wundermitteln“. Laut Aussagen seiner Befürworter vermag eine Substanz im Knorpel das Wachstum neuer Gefäße in den Tumor zu verhindern, wodurch der Tumor gewissermaßen „verhungert“. Teilweise werden hierzu recht überzeugend klingende Beweise (Studien) zur Erhärtung der These angeboten.

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Im Auftrag der Life Extension Foundation (Hollywood) untersuchten die Bio Research Laboratories Inc. (Redmond) einen hochwertigen Haifischknorpelextrakt nach der sogenannten CAM-Methode (für Fachleute: Chondroin-Allantoin-Membran, nach D. Knighton. Journal Cancer 35, 347-355, 1977) an Hühnerembryos. Bezogen auf eine Kontrollgruppe ergab sich -- je nach Dosis -- eine Hemmung der Angiogenese (Gefäßbildung) von 50 bis nahezu 100 Prozent. Entscheidend für die krebshemmende Wirkung scheint der Proteinanteil zu sein. Auch die klassische Medizin interessiert sich zunehmend für den Haifischknorpel.

Allgemeine Immuntherapie

Während man möglicherweise auf die konventionelle Krebstherapie vertrauen muß, um einen Primärtumor überhaupt in den Griff zu bekommen, verbessern immunstärkende Therapien zweifellos die Chance, metastasierte Krebszellen unter Kontrolle zu bekommen. Idealerweise sollten die immunstärkenden Maßnahmen parallel zur konventionellen Therapie eingesetzt werden. Immunstärkende Therapien umfassen Arzneimittel wie Isoprinosin*, thymische Hormone und/oder Adrenalin-Hormone wie DHEA und Melatonin sowie Mikronährstoffe und einiges mehr.

Hormone  Bei der Behandlung von Krebs(-metastasen) mit Hormonen ist grundsätzlich Vorsicht angebracht. Manche Wissenschaftler vertreten die Auffassung, daß Patienten mit Eierstockkrebs, Leukämie, Morbus Hodkins und Lymphom das Hormon Melatonin vermeiden sollten, bis mehr über seine Wirkung bei diesen Krebsformen bekannt ist. Andererseits vertreten etliche wissenschaftliche Quellen die Meinung, daß dies nur für multiple Myeloma gilt. Kurz und gut: Man ist sich nicht einig. Klarer ist der Sachverhalt bezüglich der Hormonzufuhr bei Prostatakrebs; hier ist eine Therapie mit DHEA nicht angebracht.

Wichtig: Eine Hormontherapie mit Melatonin ist in einigen Fällen sicherlich mit Vorsicht zu genießen, manchmal kann sie jedoch sinnvoll sein, weil sie die Immunfunktion stärkt, die Freien Radikalen unterdrückt, die Zellverbreitung hemmt und mithilft, die Krebszellen in normale Zellen umzuwandeln.

Mikronährstoffe  Hier ist vor allem das Vitamin A (einschließlich synthetische Vitamin A-Analoge) zu nennen. Auch Soja enthält zahlreiche Anti-Krebs-Wirkstoffe, wie zum Beispiel Genistein und Isoflavone. Vitamin D3 hemmt das Krebszellwachstum und bewirkt obendrein, daß Krebszellen sich zu normalen Zellen umwandeln. Das beste Beispiel für die Wirksamkeit von Vitamin A und Betakaroten bei der Hemmung der Zellverbreitung liefern Patienten mit Mundkrebs. Vitamin A oder Betakaroten-Zusätze bewirken bei den meisten Formen von Mundkrebs in frühem Stadium eine Besserung, solange diese Nährstoffe genommen werden.

Alle Maßnahmen sollten unbedingt durch entsprechende Tests überprüft werden:

·       Tumormarker-Test: Für einige Krebsarten gibt es keine spezifischen

        Tumormarker, das CA-Profil ist jedoch nicht organspezifisch und erlaubt

        Aufschlüsse.

·       Immun-Zelltest

·       Komplette Blutanalyse

        (einschließlich Leber-, Herz- und Nieren-Funktions-Tests)

·       Der Blut-PTH-Test hilft bei der Bestimmung, ob zu viel Vitamin D3

        genommen wird.

        Der Serum-Kalzium-Test ist oft Standard, gibt jedoch nicht den exakten

        Kalzium-Status an.

Umfassende Nährstoffunterstützung

Bei der konventionellen Therapie verbraucht der Organismus große Mengen an Antioxidantien. Der Körper wirft gewissermaßen alles in die Schlacht gegen den Tumor, öffnet damit aber auch gleichzeitig Tür und Tor für Erkrankungen an anderer (ungeschützter) Stelle. Daher gilt es, einem Auszehrungszustand frühzeitig durch die konsequente Zufuhr von dringend benötigten Antioxidantien zu begegnen.

Basismikronährstoffe  Es werden diverse Basismikronährstoffe auf dem Markt angeboten. Als ausreichend dosiert kann man derzeit allerdings nur die Präparate bezeichnen, die aus den USA kommen. Ausnahmen bilden hier (verschreibungspflichtige) Nährstoffe, die in Deutschland als Medikament gelten.

Kräutermischungen  Gute Kräutermischungen enthalten eine ausgewogene Mischung aufbauender Heilkräuter, die katabolen Zuständen entgegenwirken können. Empfohlen wird meist ein Eßlöffel frühmorgens.

Selen  Selen ist ein wertvoller Bestandteil des komplexen Zellschutzsystems. Empfohlen werden 2 x 200 mcg täglich. Beachtenswert ist, daß der Mineralstoff möglichst in seinen verschiedenen Varianten eingenommen werden sollte (Sodiumselenat, Selenmethionin, Selendiglutathion).

Soja-Extrakte  Ob Sie das ursprüngliche (gemahlene) Soja in Puderform oder das Wirkstoffkonzentrat Genistein in Tablettenform bevorzugen, ist unwichtig. Empfohlen werden zwei gehäufte Eßlöffel des Puders (etwa 20 g) oder oder etwa 20 Tabletten des Wirkstoffextrakts.

Achtung: Patienten, die einer Bestrahlungstherapie unterzogen werden, sollten Soja oder andere Produkte, die Genistein enthalten, eine Woche vor und während der Dauer der Bestrahlungs-Therapie vermeiden. Soja kann nämlich die durch die Bestrahlung herbeigeführte Vernichtung der Krebszellen verlangsamen.

Grüner Tee  Grüner Tee enthält antikanzerogene Wirkstoffe. Ob man den Tee in seiner natürlichen Form oder als (meist entkoffeiniertes) Wirkstoffextrakt in Kapselform zuführt, ist eher eine Frage der Bequemlichkeit. Man muß unter Umständen viel Tee trinken, um auf die empfohlene Dosierung von 4 bis 10 Kapseln des Extrakts pro Tag zu kommen.

Coenzym Q 10  Es wird zunehmend auch von konventionellen Kliniken bei der Krebstherapie eingesetzt. Von guten Erfahrungen wurde etwa im Zusammenhang mit Brustkrebs berichtet (etwa 400 mg täglich). Nach derzeitigem Kenntnisstand wird Coenzym Q 10 zusammen mit bestimmten Fetten erheblich besser verwertet. Mit Öl angereicherte Kapseln sind daher zu bevorzugen. Man empfiehlt 200 bis 400 mg früh am Morgen.

Knoblauch  Auch der gute alte Knoblauch erlebt gegenwärtig eine wissenschaftlich abgesicherte Renaissance. Allerdings ist nicht jede Knoblauchsorte gleichermaßen gut geeignet. In der Literatur wird immer wieder die Sorte Kyolic empfohlen (etwa 2 g mit den Mahlzeiten). Dabei handelt es sich um eine gereifte Knoblauchform, die als geruchlos gilt. Manche Wissenschaftler wollen sogar festgestellt haben, daß Knoblauchextrakt der natürlichen Zwiebel überlegen ist.

Essentielle Fettsäuren  Hierbei geht es um die Fraktion der sogenannten Omega-3-Fettsäuren in Fischöl, genauer: die Eicosapentaen- und die Docosahexaensäure, kurz EPS bzw. DHS. Eine Dosisempfehlung ist heikel, da nicht jeder die empfohlenen Mengen verträgt. Als ideal gelten um die 9 g EPA/DHA täglich.

Vitamin C  Über die erstaunlichen Wirkungen dieses „Allerwelt-Vitamins“ wurden ganze Bücher gefüllt. Klar wurde dabei, daß ein wirksamer Effekt nur bei sehr konsequenter Einnahme und hohen Dosierungen zu erwarten ist. Als individueller Maßstab gilt die „Stuhlgangstoleranz“, also jene Menge, bei der Stuhl anfängt, weich zu werden. Bei gesunden Personen liegt die Stuhlgangstoleranz zwischen 5 bis 15 g täglich. Gesundheitliche Krisensituationen können diese Toleranz auf 100 bis 200 g (!) täglich verändern. Verständlicherweise ist bei derartigen Mengen die Qualität (pharmazeutische Reinheit) des Vitamin C von Bedeutung. Darüber hinaus kann Vitamin C wegen seiner Säure in diesen Mengen nicht mehr ungepuffert zugeführt werden -- das macht kein Magen mit. Hier bieten sich verschiedene Qualitäten gepufferter hochwertiger Ascorbinsäure-Produkte an.

Wichtig: Beachten Sie die Einnahmezeiten, da Vitamin C im Körper schnell (binnen einiger Stunden) abgebaut wird. Man rät daher, die verträgliche Dosierung über den tag zu verteilen.

Phytonährstoffe  Die Eigenschaften vieler Phytonährstoffe (auch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe genannt) werden allmählich auch von der konventionellen Medizin akzeptiert. Sicherlich geht nichts über 400 g frisches Gemüse/Obst pro Tag, aber wer mit der regelmäßigen Zufuhr Probleme hat, sollte zumindest täglich einen oder zwei Eßlöffel eines guten Phyto-Extraktes zu sich nehmen.

Carnitin  Carnitin gehört als „Fettsäureschlepper“ zu den anabol wirksamen Substanzen und sollte daher in einer aufbauenden Therapie nicht fehlen. Empfohlen werden etwa 2,5 bis 3 g täglich (möglichst morgens).

Die Immunfunktionen gezielt stärken

Eine weitere Stärkung des Immunsystems kann teilweise recht kostspielig werden. Folgende Mittel können dazu beitragen, das Immunsystem gezielt zu stärken:

Thymusextrakte  Es werden Kombinationspräparate aus Thymus, Lymphe, Milz, Echinacea unter anderen Substanzen angeboten. Empfohlen werden um die 1.000 bis 1.600 mg täglich. Manche Ärzte berichten von erstaunlichen Besserungen, wenn das Extrakt mit DHEA kombiniert wird. Um die Thymusdrüse wieder „auf Vordermann“ zu bringen, wendet man neuerdings gefrorene Thymushormone (aus Kanada importiert) an. Diese sind in der gefrorenen Form in Deutschland allerdings nicht erhältlich.

Isoprinosin*  Eine Alternative stellt die Einnahme des Medikaments Isoprinosin dar, das der Arzt verschreiben muß.

Hinweis: Diese Mittel wirken übrigens besser (und kosten auch weniger), wenn sie zyklisch eingesetzt werden. Das heißt: Mach einer zweimonatigen Einnahme sollte eine ebenso lange Pause erfolgen. Der Erfolg kann mittels Blutanalysen überprüft werden.

Procain (KH3)  Zwar sind die genauen Wirkung dieser Substanz noch nicht komplett erforscht, aber der gesundheitliche Effekt scheint klar. Die Fachliteratur empfiehlt täglich ein bis zwei Tabletten des in jeder Apotheke frei verkäuflichen KH3: je eine Tablette morgens auf leeren Magen und ein bis zwei Tabletten am Nachmittag auf leeren Magen. Ziel ist es die, schädigende Kortisol-Wirkung zu unterdrücken. Krebs-Patienten haben normalerweise erhöhte Kortisol-Werte, die wiederum die Immunfunktion unterdrücken können.

DHEA  Auch DHEA kann die Kortisol-Werte senken. Darüber hinaus vermag es die Immunfunktion über andere Mechanismen zu stärken. Manche Ärzte verschreiben mindestens 25 mg DHEA pro Tag (für männliche Patienten) bzw. mindestens 15 mg pro Tag (für weibliche Patienten). Regelmäßige DHEA-S-, Immun- und/oder Tumormarker-Tests geben Aufschluß über die Wirksamkeit.

Melatonin  Dieses Hormon greift unter anderem in die zirkadiane Rhythmik ein, das heißt, es reguliert die Ruhe- und Wachperioden des Organismus. Darüber hinaus ist es ein hervorragendes Antioxidans. Bei einer Krebserkrankung sollte es jede Nacht in Dosierungen von 10 bis 50 mg eingenommen werden -- möglichst kurz vor dem Zubettgehen, da seine Wirkung unter anderem darin besteht, den Körper auf den Schlaf vorzubereiten. Melatonin stärkt die Immunfunktion über verschiedene Stoffwechselwege. Gleichzeitig übt es einen hemmenden Effekt auf die Ausdehnung der Krebszellen aus und ist behilflich bei deren Umwandlung von Krebszellen in normale Zellen.

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Diverse Studien dokumentieren, daß niedrige Mengen Interleukin-2 oder Interferon in Kombination mit einer hohen Dosierung Melatonin (10 bis 50 mg jede Nacht) selbst noch beim fortgeschrittenen Krebsarten helfen können.

Interleukin-2  Wird in einer Dosierung von drei Millionen Einheiten für ein Dauer von sechs Wochen verabreicht (subkutan injiziert) -- an sechs von sieben Tagen.

Interferon (Alpha- und Gamma-Interferon)  Einen Monat später beginnt man für sechs Wochen mit einer Dosierung von 100.000 bis 300.000 Einheiten Interferon (subkutan injiziert) -- ebenfalls nur an sechs von sieben Tagen. Subkutane Injektionen können übrigens zu Hause selbst verabreicht werden.

Achtung: Brustkrebs-Patientinnen sollten Interleukin-2 (IL-2) nicht verwenden. Während eine niedrige Dosis IL-2 und eine hohe Dosis Melatonin sich als wirksam gegen viele Krebsarten erwiesen hat, könnte Interleukin-2 die Brustkrebs-Zellteilung fördern. Es wird daher geraten, es bei der Einnahme von 10 bis 40 mg Melatonin zu belassen (siehe auch den Artikel Brustkrebs).

Die Hinweise in diesem Kapitel sind natürlich den Ergebnissen der Immunzell-Tests oder dem CA-Profil entsprechend anzupassen. Sollten beispielsweise zu viele T-Unterdrücker-Zellen vorhanden sein, können 800 mg des Arzneimittels Tagamet möglicherweise Abhilfe schaffen. T-Unterdrücker-Zellen sind bei Krebspatienten oft zu viele vorhanden, was die Immunreaktion gegen Krebs behindert.

Verhinderung der Ausbreitung von Krebszellen

Wasserlösliches Vitamin A  Eine sinnvolle Dosierung ist 100.000 bis 300.000 IU pro Tag über mehrere Monate. Bei einer derart hohen Dosierung sind monatliche Bluttests nötig, um festzustellen, ob diese Menge vertragen wird.

Melatonin  Wie bereits dargelegt, stärkt es einerseits die Immunfunktion, andererseits hemmt es aber auch ebenso die Krebszellen-Ausbreitung.

Umwandlung von Krebszellen in normale Zellen

Krebszellen sind anormale, transformierte Zellen, die sich schneller vermehren als normale Zellen. Die wuchernde Vermehrung ist es, die letztendlich den Patienten tötet. Leider kann man diese Wucherungen nicht immer komplett mit dem Skalpell entfernen. Die teilweise bereits erwähnten Mikronährstoffe können nach neuesten Erkenntnissen erheblich zur Umwandlung von Krebszellen in normale Zellen beitragen.

Phytochemikalien  Die zugeführten Nährstoffe sollten genügend Betakaroten und Phytochemikalien enthalten. Vor allem die in Frischfrüchten und Gemüse enthaltenen Phytochemikalien tragen erheblich zur Umwandlung der Krebszellen in normale bei.

Melatonin  Neben den bereits erwähnten Funktionen soll Melatonin auch an der Umwandlung von Krebszellen beteiligt sein.

Vitamin D3 und seine Analoge  Hierbei handelt es sich möglicherweise um die wirksamste Therapie zur Krebszellen-Umwandlung. Vitamin D3 kann jedoch einen zu hohen Kalzium-Spiegel im Blut nach sich ziehen. Daher wird empfohlen, das Vitamin auf leeren Magen zusammen mit essentiellen Fettsäuren einzunehmen. Ein täglicher Dosierungsbereich von 4.000 bis 6.000 IU wird empfohlen. Erhöhen Sie die Menge, wenn die Bluttests zeigen, daß die Kalzium-Werte nicht beeinflußt und die Schilddrüsenhormon-(PHT)-Werte nicht unterdrückt werden. Reduzieren oder setzen Sie die Vitamin D3-Ergänzung ab, wenn Hyperkalziämie (zu hoher Kalziumspiegel) auftritt.

Metastasen vorbeugen

Modifiziertes Zitrus-Pektin dämmt die Metastasierung von Krebszellen ein. Empfohlene Dosierung dieses nahezu geschmacklosen Pulvers: 15 Gramm pro Tag.

Kritischer Patient oder schicksalsergeben?

Sicherlich ist es für den betroffenen Patienten nicht einfach, die Therapie seines behandelnden Arztes zu hinterfragen, um gegebenenfalls mit eigenen Vorschlägen aufzuwarten. Aber nicht nur in diesem Bereich zeigt sich, daß es vor allem der aktiven Haltung des Patienten zu verdanken ist, wenn der Gesundungsprozeß positiv verläuft. Patienten, die sich allzu ergeben ihrem „Schicksal“ ergeben, mögen zwar sehr bequem für den klinischen Betrieb sein, sind jedoch gleichzeitig potentielle Todeskandidaten.

Im günstigsten Fall wird der Arzt auf Anregungen des Patienten willig eingehen -- vor allem dort, wo die konventionelle Medizin an ihre Grenzen stößt. Hier begibt sich der Arzt auf unbekanntes Gelände und riskiert viel Ärger, wenn er von sich aus mit nicht allgemein anerkannten Methoden therapiert. Es gehört daher Fingerspitzengefühl auch seitens des Patienten dazu, um zu erkennen, daß der Arzt gewisse Therapien möglicherweise gar nicht vorschlagen darf. Normalerweise kann der Arzt es jedoch nicht verhindern, wenn der Patient von sich aus aktiv wird -- und oftmals will er es auch gar nicht verhindern.

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