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Schwere akute Durchblutungstörungen des Gehirns faßt man unter den
allgemeineren Begriffen Apoplexie, Schlaganfall oder Gehirnschlag zusammen. Beim
klassischen Gehirnschlag werden bestimmte Hirnbereiche plötzlich von der
Versorgung abgetrennt. Die betroffenen Hirnareale sterben ab, und je nach
Schweregrad des Vorfalls können Lähmungen auftreten. Da Hirnzellen nicht
wiederhergestellt oder ersetzt werden können, sind Schädigungen in diesem
Bereich meist als endgültig anzusehen. Der Hirninfarkt ist besonders kritisch,
weil das Gehirn auf jeden Sauerstoffmangel empfindlich reagiert und die
betroffenen Hirnregionen in kürzester Zeit absterben können. Die schnelle
Auflösung der Arterienverstopfung ist daher für den weiteren Verlauf
entscheidend. Prinzipiell gibt es zwei Arten von Schlaganfällen:
die Verstopfung eines Hirngefäßes (Hirninfarkt)
die Hirnblutung durch Gefäßriß (Massenblutung)
Statistisch gesehen passiert der Hirninfarkt, also die Verstopfung eines
Gefäßes, weitaus häufiger. Ursachen für einen Hirninfarkt sind (zerebrale)
Arteriosklerose, Bluthochdruck, erhöhte Blutverklumpungs-Werte (erhöhtes
Fibrinogen- oder LDL-Cholesterinwerte), Herzklappenfehler, Diabetes und (hohes)
Alter.
„Vorboten“ eines Hirninfarkts
Es gibt bestimmte Vorboten eines Hirninfarkts. Zu den ersten Anzeichen
gehören vorübergehende neurologische Ausfälle, die von zeitlich befristeter
Dauer sind (1 bis 7 Tage). In der Regel wird ein kundiger Therapeut die Symptome
schnell erkennen. In derartigen Fällen hat sich die sofortige Zufuhr von
Piracetam* (4.800 mg) bewährt.
Um eine Blutgefäßverstopfung nach einem Hirninfarkt aufzulösen, verwendet man
ein Medikament namens TPA* (tissue plasminogen factor) -- hierbei handelt
es sich um eine körpereigene Substanz. Neuere Untersuchungen wiesen nach, daß
sich bei raschem Einsatz von TPA die Anzahl jener Patienten, die nach einem
Hirninfarkt völlig wiederhergestellt werden können, um 30 Prozent erhöhte.
Die möglichst sofortige Beseitigung der arteriellen Verstopfung ist jedoch
nur der erste Schritt. Als nächstes muß Sauerstoff in die unterversorgten
Hirnregionen zugeführt werden. Die erneute Sauerstoffzufuhr bringt jedoch eine
Vermehrung der Freien Radikale mit sich. Daher raten viele Experten zur
gleichzeitigen Einnahme von Hydergin*, einem potenten Antioxidans. Es
erhöht die Sauerstoffzufuhr, verhindert die schädlichen Effekte der Freien
Radikale und verbessert die Energiausbeute der Hirnzellen.
Die gesundheitlichen Schäden nach einem Hirninfarkt sind sehr
unterschiedlich. Noch immer überleben von hundert Betroffenen etwa zwanzig den
ersten Schlaganfall nicht. Die größte Gefahr bei einem Schlaganfall ist die
Wiederholung. Wer einen Anfall übersteht, muß sich mit Lähmungen und eventuell
mit Denk-, Sprach- und Lesestörungen auseinandersetzen.
Basisnährstoffe Bei der Wiederherstellung verlorengegangener
Funktionen hat sich die Einnahme hochdosierter Basisnährstoffe als hilfreich
erwiesen. Hat man erst mal Kenntnis von einer grundsätzlich vorhandenen
Anfälligkeit, dann empfiehlt sich die Zufuhr hochdosierter Antioxidantien (wie
zum Beispiel Basisnährstoffe) und größerer Mengen Ginkgo biloba.
Magnesium (3 x täglich 500 mg) kann ebenfalls günstige Effekte
auf den Vorfall haben. Es ist in der Lage, arterielle Spasmen (eine gängigen
Folgeerscheinung thrombotischer Verschlüsse) zu beseitigen.
Vitamin C empfiehlt man in Dosierungen um die 5.000 mg, zusammen mit
300 mg des Flavonoids Proanthocyanidin.
EPA, Bestandteil des Fischöls sollten ebenfalls erwogen werden.
Vorsicht: Bei der Zufuhr von Antioxidantien ist eine eingehende
Klärung der Ursache unabdingbar. Sollte es sich bei der Hirndurchblutungsstörung
nämlich nicht um eine thrombotischen Vorfall, sondern um eine Blutung handeln,
dann können Antioxidantien die Blutung sogar noch fördern. Andernfalls erhöhen
Antioxidantien die Chance einer vollständigen Genesung.
Patienten, die bereits unter thrombotischen Vorfällen gelitten haben, sollten
das Protokoll Abbau (mentaler)zu Rate ziehen. Zur Vermeidung (weiterer)
thrombotischer Zwischenfälle verweisen wir auf das Protokoll
Arteriosklerose. |