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Bei der Herzinsuffizienz (volkstümlich Herzschwäche) ist die Pumpleistung des
Herzens herabgesetzt. Eine Herzschwäche kann viele verschiedene Ursachen haben,
auch ernste Erkrankungen können zugrundeliegen. Das insuffiziente Herz ist unter
anderem durch einen Energiemangel in den Zellen charakterisiert. Dieser führt zu
einer langsamen Schwächung des Herzmuskels mit etlichen unangenehmen
Folgeerscheinungen (zum Beispiel Blutstauung). Bestenfalls handelt es sich um
eine lebenslange Leistungseinschränkung, schlimmstenfalls muß jedoch der Muskel
transplantiert werden. Derzeit experimentiert man mit speziellen Herzpumpen.
Wichtig zu wissen ist, daß man der Stauungsinsuffizienz (auch Cardiomyopathie
genannt) nicht völlig hilflos ausgeliefert ist, denn einige Mikronährstoffe
können Besserung herbeiführen. Es versteht sich von selbst, daß man seinen
Hausarzt über eigene Therapiebemühungen in Kenntnis setzen sollte. Darüber
hinaus kann es durchaus Sinn machen, die Hinweise im
Arteriosklerose-Protokoll zumindest teilweise zu befolgen. Folgende
Substanzen können helfen:
Forskolin Hierbei handelt es sich um den Wirkstoff einer bei uns
wenig bekannten Heilpflanze (Coleus Forskohlii) indianischen Ursprungs. Das
pflanzliche Extrakt (Forskolin) war inzwischen Gegenstand zahlreicher
Untersuchungen und gilt insofern als gut dokumentiert. Kritiker wenden jedoch
ein, daß es an „allgemein anerkannten“ Studien fehlt -- was immer das auch
heißen mag! Schließlich kann man in der Zeitschrift Arzneimittel-Forschung
(37, 364-367) nachlesen, daß Forskolin nachweislich die kontraktile Kraft
(das heißt die linke Kammer) des Herzens verbessert.
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Im Journal of Cardiovascular Pharmacology (16/1) berichteten die
Autoren von einer systolischen und diastolischen Blutdrucksenkung unter
Forskolin-Anwendung. Gleichzeitig senkte sich der Lungen-Arteriendruck und das
Herzminutenvolumen erhöhte sich. Herzschlagvolumen und Schlagvolumenindex wurden
um 70 Prozent verbessert. Die Schlußfolgerung der Wissenschaftler: „Die Einnahme
von Forskolin macht selbst bei schwerwiegenden Herzfehlern Sinn.“
Physiologisch erklärt man die energieverbessernde Wirkung von Forskolin durch
seine Fähigkeit, die Adenat-Zyklase-Aktivität zu stimulieren und den Spiegel der
zyklischen Adenosin Monophosphatase (cAMP) anheben zu können. Im Klartext:
Forskolin wirkt auf Substanzen wie zum Beispiel cAMP, die wiederum bestimmte
Enzyme aktivieren können, die für die zellulare Energie notwendig sind.
Trotz der positiven Befunde ist eine gewisse Vorsicht angebracht, wenn man
mit Forskolin seinen Medikamentenkonsum reduzieren möchte. Denn zum einen setzt
die volle Wirkung unter Umständen erst nach Wochen ein, zum anderen könnte
Forskolin alleine nicht genügend bewirken. Daher sollten regelmäßig
entsprechende Tests (Blutdruck, Blutanalysen) durchgeführt werden, um die
tatsächliche Wirkung zu überprüfen.
Die Einnahme von Forskolin geschieht in der Regel in 10 mg-Portionen. In den
ersten beiden Wochen reichen 10 mg täglich aus. Diese Dosierung kann man bei
Bedarf alle zwei Wochen um weitere 10 mg steigern. Als maximale Zufuhr gelten 60
bis 90 mg täglich.
Diese Maßnahme kann durch folgende Substanzen unterstützt werden.
Coenzym Q 10: 3 x 100 mg täglich
Carnitin (Acetyl-L-Carnitin): 2.000 mg täglich
Taurin: 1.500 mg täglich
Magnesium: 3 x 500 mg täglich
Kalium: 500 mg täglich
NADH: 2 x 5 mg täglich
Wachstums-Hormone: 1-2 IE täglich (oder wie vom Arzt verordnet)
Achtung: Personen mit Prostatakrebs dürfen Forskolin nicht
einnehmen.
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