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Die Haupübertragungswege der Hepatitis C-Viren sind Bluttransfusionen,
unsaubere Injektionsnadeln, Sexualkontakte, aber auch durch die Arbeit in
medizinischer Umgebung (Kliniken) ist eine Infizierung möglich. Ursprünglich sah
man in der Hepatitis C kein allzu großes gesundheitliches Risiko, aber neuere
Untersuchungen belegen vom Gegenteil. Die Betroffenen neigen zur Entwicklung
eines Leberzellkarzinoms, einem Tumor mit geringen Heilungschancen. Wird der
Patient vom Krebs verschont, besteht das hohe Risiko einer Leberzirrhose
und/oder anderer Erkrankungen.
Den größten Schaden richtet das Virus an, indem es sich mit dem Spurenelement
Eisen verbindet und zusammen mit Freien Radikale die Leber massiv schädigt. Der
Radikalenbeschuß kann einerseits zu DNA-Mutationen in der Leberzelle führen und
somit Leberzellkrebs auslösen, andererseits tötet er enorm viele gesunde
Leberzellen, was wiederum zu schweren Belastungen führt. Um das Virus
erfolgreich anzugehen, sind vor allem niedrige Eisenkonzentrationen im Blut
notwendig. Umgekehrt können größere Eisendepots in der Leber eine Therapie
geradezu verhindern. Folgende Mittel bieten sich zur Therapie an:
Interferon* Interferon-Injektionen (3 x 3 Millionen IE täglich
für sechs Monate) wirken zwar nur bei einer geringen Teil der Betroffenen, aber
einen Versuch ist es sicherlich wert.
Ribavirin** wird in einer Dosierung von 3 x 1.000 g täglich über
sechs Monate eingenommen; das Mittel steigert die Effektivität von
Interferon.
Grüner Tee Etwa 10 Kapseln bzw. 1 g (Wirkstoff Polyphenol) sind
in der Lage, die Eisenkonzentrationen im Blut zu senken (verteilt auf dreimal
täglich).
Basisnährstoffe und Heilkräuter-Mixturen Sie können die
schädlichen Effekte der Freien Radikale eingrenzen. Einige Patienten reagieren
jedoch auf Betakaroten, Vitamin A oder Niacin mit einer Verschlechterung ihrer
Leberwerte. In derartigen Fällen muß man die Zufuhr von Fertigpräparaten mit
diesen Inhaltststoffen leider stoppen und die Inhaltsstoffe (Antioxidantien)
einzeln zuführen.
Knoblauch (2 g täglich) kann, wie grüner Tee, zur Senkung der
Bluteisenwerte beitragen und sollte daher ebenfalls vor einer Interferontherapie
eingesetzt werden, um die Eisenkonzentration zu senken.
Mariendistel und Süßholz schützen die Leber und können vom Arzt
verschrieben werden. Vitamin C wird von Vitamin-Experten in
Dosierungen zwischen 5 und 20 g täglich empfohlen. |