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Vor allem bei Frauen kann es wegen des monatlichen Blutverlustes zu einem
Eisenmangel kommen. Ohne das Spurenelement Eisen könnte kein roter Blutfarbstoff
(Hämoglobin) gebildet und damit kein Sauerstoff im Blut transportiert werden.
Ebenso könnten die Schilddrüse und das zentrale Nervensystem ohne Eisen nicht
reibungslos funktionieren. Ein Eisenmangel äußert sich unter anderem in
Erschöpfung, Abgeschlagenheit, Krankheitsanfälligkeit, Haarausfall und Blässe.
Eine zu hohe Eisenzufuhr über längere Zeit oder eine krankhafte
Eisenverwertungsstörung kann jedoch zu ernsthaften Organschäden zum Beispiel der
Leber führen. Eine gängige Lösung des Problems sind regelmäßige
Bluttransfusionen.
Bei der Hämochromatose handelt es sich um eine genetisch bedingte recht
seltene Erkrankung mit pathologischen Eisenablagerungen. Die Betroffenen bauen
mit der Zeit giftige Eisenkonzentrationen auf, was unter anderem zu einer
Leberschädigung führen kann.
Hämochromatose-Patienten sind besonders gefährdet, an Leberzirrhose und
Diabetes zu erkranken. Darüber hinaus haben sie ein erhöhtes Risiko für typische
Erkrankungen, die mit einem Überschuß an Freien Radikalen zusammenhängen --
einschließlich Krebs und Herzleiden. Es ist daher wichtig, daß die Schäden und
Folgeschäden durch Freie Radikale durch ausreichend hohe Dosen an Antioxidantien
eingedämmt werden. Folgende Substanzen sind besonders wichtig:
Vitamin C Die Ascorbinsäure gehört zu den wichtigsten
Antioxidantien; Hämochromatose-Patienten sollten sie jedoch mit Sorgfalt
zuführen. Nimmt man nämlich Vitamin C zusammen mit eisenhaltiger Nahrung ein,
dann führt dies zu einer Verstärkung der Eisenaufnahme. Deswegen sollten
Betroffene Vitamin C nur zwischen den Mahlzeiten einnehmen (3 x 500 mg). Wegen
der Säure (auf nüchternen Magen) ist in diesen Fällen die gepufferte Version
sinnvoll.
Vitamin E und weitere Stoffe Experten empfehlen zu den
Mahlzeiten insgesamt 800 IE Vitamin E, 400 mcg Selen, der gesamte
Vitamin-B-Komplex, mindestens 800 mcg Folsäure, 60 mg Zink, 100 mg
(Pro)anthocyanidine (Traubenkernextrakt), 120 mg Ginkgo biloba, 2.000 mg
Knoblauch, 1.200 mg Cystein, 500 mg Alphaliponsäure und 3 mg Melatonin. Die
Mengenangaben der Nährstoffe beziehen sich auf die Tagesdosis und sollten auf
zwei oder drei Einnahmen aufgeteilt werden. Einzige Ausnahme: Melatonin soll
immer kurz vor der Nachtruhe eingenommen werden.
Grüner Tee Die Polyphenole des grünen Tees haben eisenbindende
und antioxidative Eigenschaften. Grüner Tee hilft somit mit, daß der Organismus
überschüssiges Eisen zum Beispiel aus der Leber besser abtransportieren kann.
Experten empfehlen als Tagesdosis 2.000 bis 5.000 mg Extrakt, was meist vier bis
zehn Kapseln bzw. 400 bis 1.000 mg des Wirkstoffs Polyphenol
entspricht. |