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Im üblichen Sprachgebrauch benutzt man schnell das Wort „Grippe“, meint
jedoch eine Erkältung (siehe dort). Die echte Grippe (Influenza) ist eine
Viruserkrankung, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Sie
verbreitet sich praktisch jedes Jahr epidemieartig und weltweit. In den USA
wurden bis zu 60.000 Todesfälle pro Grippe-Epidemie gezählt. Betroffen sind vor
allem Säuglinge, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten
Immunsystem. Vor ihrem Ausbruch verspürt die von ihr erfaßte Person oft
Reizbarkeit, Unlust und Abgespanntsein. Dann folgen ja nach Art des Virus
Kopfschmerzen, Benommenheit, Schüttelfrost und Fieber. Auch Körperschmerzen mit
Durchfall und Verstopfung, Kreuz- und Gliederschmerzen können
Grippeerscheinungen sein. Wird eine Grippe nicht komplett auskuriert, können
sich langwierige Folgeerkrankungen wie chronische Atemwegsinfekte oder
schlimmstenfalls eine Herzmuskelentzündung entwickeln.
Ob eine Schutzimpfing sinnvoll ist, muß für den Einzelfall geprüft werden.
Die Problematik einer Impfung liegt darin, daß sie nur gegen bestimmte Viren
wirkt. In jedem Fall ist es wichtig, in Grippezeiten das Immunsystem vorbeugend
zu stärken. Ist der grippale Infekt bereits ausgebrochen, braucht das
Immunsystem zusätzlich „Nahrung“.
Ribavirin* Eine „klassische“ Anti-Virus-Arznei. Es handelt sich
hierbei um eine Substanz mit breitem Wirkspektrum, das insbesondere gegen Viren
aktiv ist. Das Mittel ist fast in jedem Land der Welt zugelassen. Experten
raten, schon bei den ersten Anzeichen einer Grippeerkrankung alle drei bis vier
Stunden 200 mg Ribavirin* einzunehmen. Das Präparat unterbricht den
Verbreitungsvorgang der Grippeviren und kann so im Anfangsstadium mithelfen, daß
die Grippe vollständig ausbricht.
Echinacea (Sonnenhut) Extrakte dieser Heilpflanze sind praktisch
überall erhältlich. Das Mittel sollte möglichst schon bei den ersten Symptomen
zugeführt werden -- am besten wirkt der Saft der Wurzel. Siehe auch den Artikel
Erkältung auf Seite xx.
Astragulus und Ginseng Beide Heilpflanzen gelten als gute
Alternative -- gegebenfalls auch als Ergänzung zur Echinacea. Astragulus nimmt
man in einer Dosierung von 300 mg täglich ein.
Sambucol Hierbei handelt es sich um ein Extrakt der
Holunderbeere. In Studien konnte beobachtet werden, daß dieser Wirkstoff das
Grippevirus daran hindert, in gesunde Zellen einzudringen. Man empfiehlt etwa
vier Eßlöffel täglich.
DHEA Dieses Hormon hat sowohl eine antivirale als auch eine
immunsteigernde Wirkung und wird in akuten Fällen in einer Tagesdosis von 3 x
100 mg eingenommen, bis die Grippesymtome verschwinden.
Melatonin Die immunsteigernde Wirkung von Melatonin ist
eindeutig erwiesen. Ob das Mittel auch gegen Viren wirkt, ist noch nicht
geklärt. In jedem Fall macht diese Substanz schon deswegen Sinn, weil man damit
zum dringend benötigten Schlaf während der akuten Grippephase findet. Bei einer
mittelschweren Grippe nimmt man 10 mg vor dem Zubettgehen.
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