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Beim Grauen Star (Katarakt) handelt es sich um eine massive Trübung der eigentlich klaren Augenlinse. Die Erkrankung kann angeboren bzw. vererbt sein, sich aber auch in Verbindung mit Traumata (durch Prellung oder Schlag) und verschiedenen Stoffwechselstörungen wie Neurodermitis oder Diabetes entwickeln. Die Entstehung kann ferner durch den Einfluß bestimmter Strahlen (Ultraviolettes Licht, Röntgen, Radioaktivität) begünstigt werden.

Daß die Augenlinse so leicht und nachhaltig beschädigt werden kann, liegt auch am Aufbau seiner Struktur. Bei jedem Menschen läßt im Alter die Lichtdurchlässigkeit der Linse nach, das heißt, es lagern sich mit zunehmendem Alter Stoffwechselprodukte ein, die die Beschaffenheit bzw. die Lichtdurchlässigkeit der Linse verändern. Die Reparaturenmechanismen des Organismus sind nur sehr begrenzt (bis gar nicht) vorhanden, da die Blutzirkulation hier minimal ist. Hat sich das Auge erst einmal eingetrübt, dann ist ein chirurgischer Eingriff meist unumgänglich -- eine Operation sollte jedoch nicht zu früh erfolgen.

Sonnenbrille tragen!

Katarakt-Patienten sollten unbedingt eine Sonnenbrille tragen, um die Schädigungen der Augenlinse durch die Freien Radikale des ultravioletten Sonnenlichts in Grenzen zu halten. Viele sehen im Tragen der Sonnenbrille auch in jüngeren Jahren eine gute Vorsorge gegen Katarakte.

Gegenwärtig gibt es einige Hinweise darauf, daß eine Erhöhung der Blutzufuhr im Auge die Linseneintrübung hinauszögern kann. Die Hoffnungsträger hierfür heißen Ginkgo biloba und Bilberry: Ginkgo biloba wird in Dosierungen zu 120 mg täglich, Bilberry zu 150 mg täglich zugeführt. Beide Substanzen sind Bioflavonoide, die die Blutzirkulation in den Mikrokapillaren verbessern. Nach etwa einem Monat kann es sinnvoll sein, zusätzlich die „Radikalfänger“ Selen (600 mcg/Tag), Glutathion (500 mg/Tag) und Alphaliponsäure (1.000 mg/Tag) einzunehmen.

Auch Melatonin wird von manchen Experten empfohlen. Die Produktion dieses Hormons nimmt um die Lebensmitte ab und geht bei Personen über 60 Jahren gegen Null. Es scheint kein Zufall zu sein, daß die meisten Menschen einen Katarakt erst im Alter bekommen. Experten empfehlen 3 mg Melatonin vor dem Zubettgehen.

Etliche Katarakt-Patienten nehmen regelmäßig Vitamin-Tropfen für die Augen, um deren antioxidative Wirkung zu nutzen. Es gibt zwar keinen wissenschaftlichen Hinweis darauf, daß dies bei einer vorhandenen Linseneintrübung Wirkung zeigt, aber es mag möglicherweise als Vorsorge sinnvoll sein.

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