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Beim chronischen Müdigkeitssyndrom (Chronical fatigue syndrome) handelt es sich um einen Zustand, der erst seit kurzer Zeit überhaupt in der Literatur beschrieben wird. Er ist deswegen auch keineswegs allgemein als eigenständige Erkrankung anerkannt. Es ist für den ausschließlich an empirisch überprüfbaren Fakten orientierten Mediziner sicherlich nicht einfach, eine klare Grenze zu Erschöpfungszuständen zu ziehen, die nicht objektiv nachvollziehbar sind -- zumal man bei CMS weitgehend auf Darstellungen des Patienten angewiesen ist und die Symptomatik oft recht diffus beschrieben wird.

Chronische Müdigkeit kann ein Hinweis auf eine allgemeine Mangelversorgung im Hinblick auf verschiedene Mikronährstoffe sein. Es überrascht daher nicht, daß vielen Betroffenen bereits mit der Zufuhr von Basisnährstoffen geholfen werden kann. In vielen Fällen beseitigen hohe Nährstoffdosierungen mittelfristig die chronische Müdigkeit.

Coenzym Q 10 und Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid (NADH). Dem chronischen Müdigkeitssyndrom ist jedoch nicht in allen Fällen so einfach zu begegnen. Etliche Betroffene brauchen mehr. Diese beiden Substanzen sind in der Lage, das Energiepotential von Betoffenen zu verbessern. Empfohlen werden 3 x 100 mg Coenzym Q 10 und 2 x 5 mg NADH täglich.

Carnitin. Der amerikanische FDA hat die Aminosäure Carnitin inzwischen als energieförderndes Medikament zugelassen. Von Insidern wurde diese Mittel schon lange genutzt, wobei die Wirkung als Fettsäureschlepper im Vordergrund stand. Bei niedrigen Energiezuständen empfiehlt sich eine tägliche Dosis von 1.000 bis 2.000 mg.

Alphaliponsäure. Manchen Patienten hilft dieses potente Antioxidans. Man nimmt es in einer Dosierung zwischen 500 und 800 mg pro Tag ein.

Phenlyalanin oder Tyrosin Die genauen Ursachen für das chronische Müdigkeitssyndrom sind bislang noch nicht erforscht. Experten vermuten jedoch ein Defizit von Hormon- und Nervenbotenstoffen im Gehirn der Betroffenen. Die hiermit in Zusammenhang gebrachten Epinephrin- und Norepinephrin-Konzentrationen können durch Zufuhr von Phenlyalanin oder Tyrosin angehoben werden. Man empfiehlt Dosierungen von 1.500 mg täglich.

Vorsicht: Phenylalanin wird nicht von allen Personen vertragen. Vor allem Menschen mit (angeborener) Phenylketonurie können die Substanz nicht verwerten. Personen mit erhöhtem Blutdruck sollten die möglicherweise blutdrucksteigerne Wirkung beachten. Krebspatienten ist generell von der Einnahme abzuraten, da Phenylalanin die Krebszellteilung fördern soll. Im übrigen kann Überdosierung zu Unruhezuständen führen, die allerdings bei einer Dosisreduzierung wieder nachläßt.

DHEA. Bei manchen Personen soll die Gabe von DHEA gute Dienste geleistet haben. Siehe hierzu auch die DHEA-Vorsichtsmaßnahmen auf Seite xx.

In jenen Fällen, in denen keine der aufgeführten Therapien anschlägt, ist zu klären, inwiefern ein chronischer Virenbefall vorliegt. Medizinische Untersuchungen auf Herpes, Eppstein-Barr und dem Zytomegalovirus können manchmal Aufschluß geben. Liegt tatsächlich eine Infektion mit einem chronisch energieverbrauchendem Virus vor, so muß dieser mit herkömmlichen und/oder natürlichen Methoden begegnet werden. Wichtig zu wissen ist, daß praktisch alle Menschen schon mal mit Viren in Kontakt gekommen sind, die gewissermaßen in einer Art „Parkposition“ darauf warten, ativiert zu werden. Auslöser für die Aktivierung können Streß, Krankheiten, widrige Umwelteinflüsse usw. sein. Kann die Ursache eindeutig auf eine virale Infektion zurückgeführt werden, dann ist eine allgemeine Stärkung des Immunsystems anzuraten. Siehe hierzu Kapitel Immunverbesserung.

 

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