|
Im Bereich der Heilpflanzen (Extrakte) macht es eher Sinn sich mit dem
Begriff „natürlich“ auseinander zu setzen, dafür taucht hier eine andere
Problematik auf. So können bereits die Rohstoffe je nach Land, Erntezeitpunkt,
Wetter, Boden usw. in ihrem Wirkstoffgehalt sehr stark schwanken, von der
unfreiwilligen Befrachtung mit Herbiziden, Pestiziden u.a. ganz zu schweigen. Um
einen gleichmäßigen Wirkstoffgehalt zu erhalten, ist zusätzlicher Aufwand
erforderlich, der mit dem Begriff Standardisierung umschrieben wird:
Jetzt kann der Produzent einen bestimmten Gehalt (z.B. 9% Ginsenoide)
garantieren. Das macht sich zwangsläufig im Preis bemerkbar, ist es jedoch u.U.
wert. Doch auch hier gibt es Haken und Ösen, denn die Standardisierung
bezieht sich immer auf eine bestimmte Substanz(klasse), der man die Wirkung
zuschreibt. Das kann stimmen – muss aber nicht. |