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Der Brustkrebs (Mammakarzinom) ist in den westlichen Ländern inzwischen die häufigste bösartige Tumorform bei Frauen -- mit steigender Tendenz. Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen der Antibabypille und dieser Krebsform. Laut der „Amerikanischen Gesellschaft für Krebs“ (American Cancer Society) wurden 1997 über 180.000 US-Frauen mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert, und etwa 46.000 werden daran sterben. Statistiker sprechen demnach zurecht von einer regelrechten Brustkrebs-Epidemie.

Etwa drei Viertel der fühlbaren Einzelknoten sind gutartig und bedürfen keiner Behandlung. Wenn die verräterische Schwellung in der Brust sich allerdings als bösartig herausstellt, beinhaltet dieser Knoten im Durchschnitt etwa 45 Millionen Krebszellen, und einige dieser bösartigen Zellen haben vielleicht schon Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet -- vorzugsweise in die Wirbel des Rückgrates oder in die Oberschenkelknochen). Früherkennung und Entfernung sind die einzigen wirksamen Waffen gegen diese Erkrankung. Nach der Operation ist oft eine Bestrahlung und/oder eine Chemotherapie nötig. Der Nebeneffekt von Bestrahlung und Chemotherapie ist jedoch die Schwächung des Immunsystems -- womit der einzige natürliche Widersacher der Krebszellen mehr oder weniger kampfunfähig gemacht wird.

Alternative Therapien setzen deshalb an der Stärkung des Immunsystems an. Früherkennung, operative Entfernung und Chemo- bzw. Bestrahlungstherapie werden damit keinesfalls abgelehnt. Es gilt vielmehr, den Einsatz dieser „harten“ Methoden sorgfältiger abzuwägen, teilweise durch natürliche Therapien zu ersetzen bzw. die Wirkung herkömmlicher Behandlungsweisen zu ergänzen und/oder so zu verstärken.

Wichtig: Brustkrebszellen unterscheiden sich deutlich von anderen Krebszellen. Vor allem ist in diesem Fall die Einbeziehung von Immun- und Hormon-Wechsel-Therapien, die in die Brustkrebs-Zell-Vermehrung eingreifen, erforderlich.

Melatonin. Eine der wichtigsten Nahrungsergänzungen für Brustkrebs-Patientinnen ist eine hohe Dosis des Hormons Melatonin (vor dem Schlafengehen!). Es blockiert die Östrogen-Rezeptoren ähnlich wie das herkömmliche Krebsmedikament Tamoxifen, jedoch ohne dessen langfristige Nebenwirkungen. Außerdem hemmt es direkt die Brustkrebszellen-Vermehrung und beschleunigt die Produktion von Immun-Komponenten, die die metastasierten Krebszellen absterben lassen. Frauen, denen Tamoxifen verschrieben wird, empfiehlt man in der Regel, das Arzneimittel nicht länger als zwei Jahre einzunehmen. Melatonin kann hingegen unbedenklich über einen unbestimmten Zeitraum eingenommen werden. Die vorgeschlagene Dosis Melatonin für Brustkrebs-Patientinnen beträgt 10 bis 50 mg.

Achtung: Während Melatonin für Brustkrebs-Patientinnen sehr wichtig ist, sollte Interleukin-2 (IL-2), das oft mit Melatonin kombiniert angeboten wird, bei dieser Erkrankung vermieden werden. IL-2 kann möglicherweise die Brustkrebs-Zellteilung beschleunigen.

Vitamin A und Vitamin D3.Diese beiden Vitamine hemmen die Brustkrebs-Zellteilung und können bewirken, daß Krebszellen in reife, nicht krebshaltige Zellen umgewandelt werden. Vitamin D3 arbeitet synergetisch mit Tamoxifen, um die Vermehrung der Brustkrebszellen zu hemmen. Brustkrebs-Patientinnen sollten täglich 4.000 bis 6.000 IU Vitamin D3 auf leeren Magen einnehmen. Wasserlösliches Vitamin A kann in Dosen von 100.000 IU bis 300.000 IU jeden Tag eingenommen werden. Monatliche Blutuntersuchungen sind nötig. Nach sechs Monaten kann die Dosis reduziert werden.

Soja  Hauptwirkstoffe des Soja sind Genistein und die sogenannten Isoflavone, die über verschiedene Mechanismen in die Brustkrebs-Zellteilung eingreifen. Genistein behindert die Bildung neuer Blutgefäße, die einen Tumor versorgen, wodurch die Tumorzellen gewissermaßen verhungern.

Das Naturprodukt Soja läßt sich zwangsläufig schlecht dosieren. Es gibt jedoch standardisierte Nahrungs-Ergänzungen aus Soja-Extrakten. Der Puder hat meist einen Erdnußbutter-Geschmack. Es wird empfohlen, täglich zwei bis vier gehäufte Teelöffel des Soja-Puders oder etwa 20 Tabletten (je 750 mg) täglich einzunehmen.

Pflanzliche Substanzen. Kohl und Brokkoli enthalten Phytochemikalien, die in den Brustkrebs-Zellwachstum eingreifen. Oft wird frischer Saft von Kohl und/oder Broccoli empfohlen. Für diejenigen, die es zu umständlich finden, jeden Tag Kohl oder Broccoli zu pressen (der Geschmack ist sicherlich auch nicht jedermanns Sache), gibt es fertige Phytopulver, die aus potenten Konzentrationen von Broccoli, Kohl und anderen Gemüsen bestehen. Brustkrebs-Patientinnen sollten täglich zwei gehäufte Teelöffel einnehmen.

Coenzym Q 10. Vorläufige Untersuchungen in Europa zeigen sehr ermutigende Ergebnisse, wenn Brustkrebs-Patientinnen 300 bis 400 mg Coenzym Q 10 pro Tag einnahmen (öliges Kapselmedium erhöht die Absorption).

Grüner Tee. Aktuelle Untersuchung zeigen, daß einige der Inhaltstoffe des grünen Tee möglicherweise eine positive Wirkung bei der Krebsbehandlung haben. Während das Trinken von grünem Tee eine gut dokumentierte Methode der Krebsvorbeugung ist, ist es für Betroffene schwierig, eine ausreichende Menge von Antikrebs-Komponenten einzig aus dem Trinken von grünem Tee aufzunehmen. Die Patientinnen sollten deshalb jeden Tag vier bis zehn entkoffeinierte Grüner-Tee-Extrakt-Kapseln zu sich nehmen. Diese Kapseln beinhalten ein standardisiertes Extrakt von Epigallocatechin Gallat, was den grünen Tee zu einer wirksamen Ergänzungstherapie bei der Behandlung von Brustkrebs machen kann.

Parlodel/Bromocriptin (verschreibungspflichtig!). Brustkrebs-Patientinnen haben oft erhöhte Werte des Hirnanhangdrüsen-Hormons Prolactin. Erhöhte Prolactin-Werte können eine erfolgreiche Brustkrebs-Therapie behindern. In diesen Fällen sind 1,25 bis 2,5 mg des Arzneimittels Parlodel -- auch bekannt als Bromocriptin -- angebracht. Parlodel muß nach den Mahlzeiten eingenommen werden, da ein Brechreiz auftreten kann, wenn es auf leeren Magen eingenommen wird.

Konjugierte Linolsäure (CLA).  Eine der interessantesten neuen Therapien für die Vorbeugung und Behandlung von Brustkrebs ist Konjugierte Linolsäure (CLA). CLA ist eine Komponente des Rindfleisches, die direkte Brustkrebszellen-Hemmeffekte hat. Da die meisten Teile des Rindfleisches leider nicht so gesund sind, als daß man sie in großen Mengen essen sollte, ist es wesentlich sicherer, CLA isoliert in Form von Kapseln einzunehmen. Zur Brustkrebs-Vorbeugung und -Behandlung empfehlen Experten sechs bis zehn Kapseln (je 750 mg) pro Tag.

Flachssamen. Füttert man Ratten mit einer Diät, die Bodenflachs-Samen enthält, dann wird es sehr schwierig, durch Krebszellen-Injektion einen Brusttumor zu provozieren. Ratten, die keinen Flachs-Samen bekommen haben, entwickeln hingegen schnell Brustkrebs als Antwort auf die Injektionen mit lebenden Krebszellen. Bei Ratten mit vorhandenen großen Brusttumoren führte die Flachs-Samen-Fütterung zur Schrumpfung des Tumors. Zu ähnlichen Ergebnissen führten Versuche mit Affen. Übrigens eignet sich nur der Boden-Flachs-Samen (nicht Flachs-Öl!), denn nur dieser enthält eine sinnvolle Dosis des Wirkstoffes Lignans.

Mittlerweile gibt es bestimmte Rezepturen, die die Zufuhr erleichtern. Empfohlen werden zwei bis fünf Teelöffel täglich.

Regelmäßige Kontrolle

Monatliche Blutproben sollten eine komplette Blutchemie umfassen: mit Tests der Leberfunktion und der Serum-Kalzium-Werte, der Prolactin-Werte und der Parathormon-Werte. Weitere erforderliche Tests: Tumor-Marker CA-15(3), Krebs-Profil-Test (CA Profil) einschließlich CES oder carcinoembryonale Antigen-Prüfung (CEA). Diese Tests zeigen den Fortschritt oder das Versagen der angewandten Therapie an; sie sind außerdem in der Lage, eine mögliche Überdosierung von Vitamin A und Vitamin D3 rechtzeitig zu erkennen.

 

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