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Patienten mit hohem Blutdruck erhalten von ihrem Arzt meist eines oder
mehrere dieser Medikamente:
ACE-Hemmer
Kalziumantagonisten
Alphablocker
Betablocker
Diuretika
Die Nebenwirkungen dieser Mittel können mitunter
erheblich sein. In der Regel müssen diese Mittel das ganze Leben über
eingenommen werden, denn heilen können die genannten Substanzgruppen nicht. Es
lohnt sich daher bei Bluthochdruck, nach alternativen (nebenwirkungsfreien)
Mikronährstoffen zu suchen, die den Blutdruck ebenfalls regulieren können. Es
gibt tatsächlich viele natürliche Substanzen, die blutdrucksenkend wirken und
die herkömmliche Medikamentierung entweder überflüssig machen oder zumindest
eine Herabsetzung der Dosierung ermöglichen. Sie wirken jedoch näher an der
Ursache und brauchen daher längere Zeit, bis ein Effekt spür- bzw. meßbar wird.
Die Betroffenen sollten mit vier bis zwölf Wochen rechnen, bis die volle Wirkung
eintritt. Während obengenannte Medikamente mit Sicherheit nicht zur Heilung
beitragen, die Nebenwirkungen aber über kurz oder lang die Lebensqualität
erheblich vermindern können, setzen Mikronährstoffe weitaus näher an der Ursache
an und sind überdies nebenwirkungsfrei. Ob sie auf lange Sicht auch heilen,
vermag man heute jedoch noch nicht zu beurteilen.
Am besten sind die blutdrucksenken Wirkungen von Coenzym Q 10 und Knoblauch
dokumentiert. Coenzym Q 10 ermöglicht es in (fast) allen Fällen, zumindest die
Dosierung der genannten Medikamente zu senken; in leichteren Fällen genügt sogar
Coenzym Q 10 alleine. Die blutdruckwirksame Dosis liegt zwischen 200 und 300 mg
pro Tag. In der Literatur wird empfohlen, Coenzym Q 10 in Ölkapseln (soft gel)
zu verwenden, da hier die Bioverfügbarkeit am höchsten ist.
Knoblauch wirkt wegen seines Geruchs auf die meisten Menschen etwas
abschreckend -- zumal die blutdrucksenkende Dosierung immerhin bei 1.500 bis
3.000 mg standardisiertem Knoblauchextrakt liegt. Allerdings gibt es einen sehr
milden Knoblauch (die Sorte Kyolic), der praktisch nicht mehr riecht. Um allen
Eventualitäten aus dem Weg zu gehen, kann man zusammen mit den Knoblauchkapseln
Chlorophyll nehmen (zum Beispiel Chloroplex). Es wirkt auf natürliche Weise
geruchsvertilgend.
Man sollte die Einnahme der Coenzym Q 10/Knoblauch Kombination zumindest vier
Wochen fortsetzen, ehe man Ergebnisse erwarten darf. Regelmäßiges Messen des
Blutdrucks, um den möglichen Erfolg zu erkennen, versteht sich von selbst.
Natürlich wirkt diese Kombination nicht bei allen Patienten in ausreichendem
Maße.
Vorsicht: Setzen Sie Medikamente nicht allzu abrupt ab. Vor
allem bei den Betablockern kommt es leicht zu einem blutdrucksteigernden
„feed-back“, wenn man sie nicht behutsam verringert (ausschleicht).
Magnesium. Sehr viele Menschen leiden unter einem blutdrucksteigerndem
Mangel an bestimmten Mineralien wie zum Beispiel Magnesium. Magnesium und
Kalzium sind Steuerelemente des Zelldrucks: Kalzium erhöht den Druck, Magnesium
senkt ihn. Üblicherweise stoppt man den Kalziumzustrom in die Zelle mit so
genannten Kalziumantagonisten, die die Zufuhr von Kalzium stoppen sollen. Nach
neuesten Erkenntnissen erscheint es allerdings als sinnvoller, den
Magnesiumspiegel zu erhöhen, zumal dieser Mineralstoff der natürliche
Kalziumblocker des Organismus ist. In der Literatur werden 500 mg bis 2.000 mg
empfohlen. Magnesium hat keine größeren Nebenwirkungen. Wenn man zuviel nimmt,
bekommt man höchstens einen (harmlosen) Durchfall. Auch wenn die
Magnesiumeinahme keinen blutdrucksenkenden Effekt bei Ihnen haben sollte, kann
es Herzkomplikationen wie Infarkt vermeiden helfen.
Kalium. Zusätzlich sollte man die Einnahme von Kalium erwägen; es
wirkt ähnlich wie Magnesium. Gelegentlich ist es ein Mangel an Kalium, der den
Blutdruck in die Höhe treibt. Bei einer Menge von 500 mg ist eine Wirkung zu
erwarten.
Vorsicht: Kalium ist nicht so nebenwirkungsarm wie Magnesium.
Eine Überdosierung kann bei Kalium tödlich sein. Klären Sie mittels einer
Blutuntersuchung (Arzt), ob Sie wirklich zusätzliches Kalium brauchen (auf
Rezept!).
Fischöl. Bei manchen Personen bewirkt Fischöl in hoher Menge eine
Blutdrucksenkung. Die Wirkstoffe sind EPS (Eicosapentansäure) und DHS
(Docosahexaensäure). Die empfohlenen Dosierungen reichen bis zu 7 g - sofern man
es verträgt, denn nicht jedes Verdauungssystem kann es problemlos verarbeiten.
Ähnliches gilt für Gammalinolen-Produkte, die in manchen Fällen sehr wirksam den
Blutdruck senken.
Vitamin C und Arginin. Die Mühe wert ist auch Vitamin C in Dosierungen
zwischen drei bis zehn Gramm - verteilt auf mehrere Portionen täglich (evtl.
gepufferte Varianten) oder/und Arginin in Mengen um die 3 x 5 Gramm täglich. Für
manche Personen mag außerdem noch interessant sein, daß Arginin die Wirkung von
ACE-Hemmern verstärken kann.
Forskolin. Dabei handelt es sich um einen Kräuterextrakt indianischer
Herkunft. Zwischen 1981 und 1994 wurde die Substanz sehr ausführlich getestet
(5.000 in vitro-Studien). Dabei bewies das Mittel ein sehr breites
Wirkungsspektrum bezüglich der Herzkranzgefäße. Es kann den Blutdruck senken,
verbessert den arteriellen Durchfluß, stärkt die Herzmuskelkontraktionen und
senkt den Schmerz bei Angina Pectoris. Forskolin entspannt die Arterien
(vasodilatatorischer Effekt), was bekanntlich zur Blutdrucksenkung beiträgt.
Wichtig: Erhöhen Sie die Mengen aller erwähnten Substanzen
behutsam („einschleichen“!), nachdem Sie die herkömmliche Medikamentierung
langsam abgesetzt haben („ausschleichen“!). Eine - möglichst tägliche -
Blutdrucküberwachung und viel Geduld sind wichtge Voraussetzungen. Wer
unvorsichtig ist und womöglich Ergebnisse forcieren will, riskiert eventuell
eine akute Blutdrucksteigerung - mit allen Folgen. Hinweis: Blutdruckerhöhung
steht oft in direktem Zusammenhang mit arteriosklerotischen Veränderungen (siehe
dort). |