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Chirurgische Eingriffe bzw. die damit verbundenen Betäubungen (Anästhesien) können im Extremfall schwere Hirnschäden nach sich ziehen. Solche Komplikationen werden unter anderem durch Freie Radikale verursacht. Bezeichnenderweise fand man in früheren Lehrbüchern die Freien Radikale immer nur im Zusammenhang mit bestimmten Narkosemitteln erwähnt. Heutzutage weiß man jedoch viel mehr über die Oxidationsprozesse, so daß mittlerweile etliche Mechanismen der Nervenschädigung durch Operation und Anästhesie genau erfaßt werden können. Inzwischen gelten die Freien Radikale während einer Operation am geöffneten Herzen als gefährliche Hürde für das Wiedereinsetzen des normalen Herzrhythmus. Auch die Komplikation „Pankreatitis“ (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) wird auf die Freien Radikale zurückgeführt. Allerdings sind wir inzwischen in der Lage, solchen (vorhersehbaren!) Schäden mit bestimmten Mittel wirksam vorbeugen.

Basis-Mikronährstoffe  Gewissermaßen als Standardvorsorge gilt die rechtzeitige Einnahme (mindestens eine Woche vor dem Eingriff!) von hochdosierten Antioxidantien, zum Beispiel in Form eines möglichst hochwertigen Basis-Mikronährstoffes, der idealerweise mit Coenzym Q 10 (200 mg täglich) und Carnitin (2.000 mg täglich) ergänzt wird. 

Melatonin  Tierversuche ließen erkennen, daß die Einnahme von Melatonin vor einem chirurgischen Eingriff bzw. vor der Anästhesie einen allgemeinen Schutz der Zellen, vor allem der Hirnzellen, bewirkt. Man empfiehlt daher eine Woche vor einem Operationstermin die tägliche Einnahme von 3 mg Melatonin (abends). Kurz vor der Anästhesie kann man einmalig 10 mg Melatonin einnehmen.

Piracetam* und Hydergin*  Einen weiteren Schutz der Hirnzellen bieten die Substanzen Piracetam* (2.400 mg) und Dihydroergotoxinmethansulfat (Hydergin*: 5 mg); sie sollen ebenfalls bereits eine Woche vor dem Eingriff zugeführt werden.

 

Blut verdünnen oder nicht?

Manche Chirurgen fordern ihre Patienten auf, vor einem Eingriff keine acetylsalicyläurehaltigen (oder ähnliche) Substanzen wie zum Beispiel Aspirinâeinzunehmen, da diese das Blut verdünnen und so zu einer übermäßigen Blutung führen können. Dasselbe gilt auch für Ginkgo und bestimmte Antioxidantien wie beispielsweise Vitamin E. Sie verhindern einerseits eine gefährliche Blutverklumpung, andererseits können sie aber eine übermäßige Blutung herbeiführen. Vor- und Nachteile sind deshalb stets kritisch abzuwägen. Den Unannehmlichkeiten einer eventuell auftretenden übermäßigen Blutung stehen nämlich die Risiken einer Blutverklumpung (Thromben) gegenüber. Der Eingriff selbst und der längere Aufenthalt in der Klinik können gefährliche Gefäßverschlüsse provozieren und zu Infarkten, Herzattacken und Lungenembolien führen. Basisnährstoffe enthalten meist mehrere Substanzen, die ähnlich wirken wie Vitamin E und damit das Risiko einer Blutverklumpung minimieren.

 

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