| Unter einer Amnesie (von griechisch „amnemosyne“ =
Vergessenheit) versteht man die Unfähigkeit, sich eines (abgrenzbaren)
Zeitabschnittes zu erinnern. Die nach Gehirnerschütterungen auftretende
sogenannte retrograde Amnesie bezieht sich auf die dem Unfall unmittelbar
vorhergehenden Ereignisse. Nicht immer muß jedoch ein Unfall der Auslöser für
eine Amnesie sein. Gedächtnisstörungen und/oder das Nachlassen des
Erinnerungsvermögens können zum Beispiel auch als Folge von Dauerstreß oder
eines seelischen Schocks schon in jungen Jahren auftreten.
Seit Jahren haben sich hier die Substanzen Piracetam* und Vasopressin
bewährt. Einschlägige Untersuchungen haben bewiesen, daß bei vielen
Amnesie-Patienten eine Besserung erstaunlich schnell, sprich: binnen weniger
Stunden, eintrat.
Piracetam* Dieses Mittel wird in Deutschland unter verschiedenen
Markennamen angeboten; es war urspünglich recht teuer, ist inzwischen aber
erschwinglich geworden. Die von Experten empfohlene Tagesdosis bei Piracetam*
beträgt 4,5 g. Wegen der meist längerdauernden Einnahme lohnt es sich oft,
direkt den Rohstoff zu beziehen. In der Regel übernehmen die Krankenkassen bei
Verschreibung durch den Arzt die Kosten.
Vasopressin Diese in den USA sehr häufig eingesetzte Substanz
wirkt bei einigen Personen leicht blutdruckerhöhend. Die in der Literatur
empfohlene Dosis beträgt mindestens 16 Einheiten täglich (am besten in Form von
Nasenspray). Befolgen Sie aber in jedem Fall eventuell hiervon abweichende
Anweisungen Ihres Arztes! Vasopressin ist in Europa praktisch nirgends
erhältlich. Der Wirkstoff Adiuretin ist jedoch in Pitressin oder in der
Parke-Davis-Injektionslösung enthalten. Nicht alle Krankenkassen
übernehmen hierfür die Kosten.
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