| Ein intaktes Immunsystem kann zwischen harmlosen
und schädlichen Stoffen unterscheiden.
Ein gestörtes Immunsystem stuft jedoch harmlose Substanzen wie beispielsweise
Pollen, Tierhaare, Federn oder Eiweiß fälschlicherweise als gefährlich ein und
antwortet mit einer übertriebenen Reaktion, was zu unangenehmen Schwellungen,
Hautausschlägen, Niesattacken, Atemnot und schlimmstenfalls zu
lebensbedrohlichen Schockzuständen führen kann.
Allergien ziehen häufig Folgeerkrankungen wie Asthma oder Gelenkerkrankungen
nach sich. Bestehen allergische Reaktionen, zum Beispiel eine
Lebensmittelallergie, sind schwere Spätfolgen möglich, weil nicht mehr
ausreichend Vitamine aufgenommen werden können
Bei Kindern liegt die Allergiehäufigkeit bei 30%. In Deutschland sollen 26
Millionen Menschen, europaweit soll gar jeder Zweite von allergischen
Erkrankungen betroffen sein. Auf alle Fälle nimmt die Zahl der Allergiker
jährlich weiter zu. Von den 26 Millionen betroffenen Deutschen leiden 11
Millionen unter Heuschnupfen und 8 Millionen unter allergischem Asthma.
Ungeklärt sind (nach wie vor) die Ursachen allergischer Reaktionen sowie
Gründe für die zunehmende Zahl an Allergikern. Es ist sogar fraglich, ob es sich
bei vielen Allergikern überhaupt um „echte“ Allergien handelt.
US-Wissenschaftler stellten nämlich bei einer genauen Überprüfung mittels
Bluttests fest, dass zwei Drittel aller Patienten, die wegen Allergie behandelt
wurden, gar keine hatten. Die Symptome standen vielmehr im Zusammenhang mit der
medikamentösen Behandlung anderer Erkrankungen.
So kann bspw. die Einnahme von Antibiotika der Ausgangspunkt einer Allergie
sein. Sinn und Zweck der Antibiotika ist die Zerstörung von krank machenden
Bakterien. Antibiotika können jedoch nicht zwischen Freund und Feind
unterscheiden und greifen daher auch die nützlichen Bakterien der Darmflora an.
Normalerweise renkt sich das wieder von selbst ein, aber es gibt eben auch viele
Patienten, die nachhaltig unter einer Störung der Darmflora leiden. Das kann
sich bemerkbar machen durch Verdauungsstörungen, Müdigkeit,
Allergieanfälligkeit, Kopfschmerzen, Lymphstau, Gelenkschmerzen.
Klar ist hingegen, dass Allergien vor allem in den Industrienationen
allmählich erschreckende Ausmaße annehmen. Experten vermuten einerseits, dass
ein Übermaß an Oxidantien/freien Radikalen (Schadstoffe allgemein) Allergien
auslösen. In einer US-Studie stellte man auf der anderen Seite fest, dass
Kinder, die auf Bauernhöfen aufwuchsen, 15-mal seltener von Allergien betroffen
sind als Stadtkinder. Man nimmt an, dass das Immunsystem dieser Kinder öfter mit
Infektionen, Gras- und Getreidepollen zu tun hat und somit „ausgelastet“ ist.
Eine vorsichtige Schlussfolgerung wäre, das Immunsystem nicht allzu sehr zu
schonen und gleichzeitig genügend Antioxidantien zuzuführen.
Physiologisch gesehen, handelt es sich bei Allergien um abnormale
hypersensitive (überschießende) Reaktionen auf bestimmte Substanzen (Allergene).
Man bezeichnet diese Substanzen gelegentlich auch als Gifte (Toxine), aber das
geht an der Sache vorbei, denn unter normalen Umständen sind diese Stoffe für
den Menschen nicht giftig. Zwar gibt es eine ganze Reihe von Substanzen, die
besonders prädestiniert zu sein scheinen, aber im Grunde genommen kann der
Mensch auf alles allergisch reagieren.
Die Symptome allergischer Reaktionen lassen sich mildern. Bei gängigen
Behandlungen stehen Antihistaminika an erster Stelle. Leider ändern sie nichts
an der Ursache der allergischen Reaktion selbst, sondern mildern nur die akuten
Erscheinungen wie Jucken, Nasenlaufen etc. - und auch das nur vorübergehend. In
vielen Fällen nimmt die allergische Reaktion im Laufe der Jahre zu. Eine weitere
Behandlungsform sind so genannte Desensibilisierungsmaßnahmen. Auch sie ändern
nichts an der grundsätzlichen Bereitschaft des Organismus zu Überreaktionen. Zu
allem Überfluss sind Desensibilisierungsmaßnahmen relativ aufwändig und teuer,
auch der dauerhafte Erfolg ist ungewiss.
Damit der Organismus eine allergische Reaktion aufbauen kann, bedarf es einer
gemeinsamen Kontaktfläche mit den Allergenen. Die Haut hat lediglich 2 qm
relativ gut geschützte Fläche zu bieten, die Lunge ist mit 100 qm gefährdeter.
Der Spitzenreiter ist die Darmschleimhaut mit 300 qm. Sie wird täglich mit einer
Vielzahl von Fremdstoffen aus der Nahrung konfrontiert. In der Darmschleimhaut
bilden sich Abwehrzellen, die über den Blutkreislauf auch in andere
Schleim-häute gelangen. Positive wie negative Abwehrreaktionen aufgrund von
Nahrung landen über diesen Weg auch bei anderen Schleimhäuten.
Allergien können auch dadurch entstehen, dass eine an sich harmlose Substanz
intensiveren Kontakt mit einem bereits entzündeten Areal hat und dadurch in die
Immunantwort involviert wird.
Noch immer empfiehlt man Allergikern häufig die völlige Vermeidung des
Allergens. Weitergehende Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass dies der
falsche Weg sein dürfte. Personen, die ihr Allergen nämlich nicht
konsequent mieden, zeigten eine erhöhte Stabilität gegenüber dem Allergen.
Daraus zog man den Schluss, dass Allergiker vermutlich besser beraten sind, wenn
sie ihrem Allergen nicht völlig aus dem Weg gehen, sondern sich regelmäßig damit
auseinander setzen – allerdings unterhalb der „Symptomgrenze“.
Der Mediziner unterteilt die Allergiereaktionen in vier Typen (I, II, III und
IV), wobei man sich an normalen Immunreaktionen orientiert. Im Falle einer
Allergie schießen diese Reaktionen allerdings über das Ziel hinaus. Wie so oft
bei Erkrankungen können sich auch Allergien hinter Allerweltssymptomen
verstecken wie Übelkeit, Kopfschmerzen, chronische Müdigkeit, chronischer
Schnupfen, Depressionen, Unruhe/Nervosität, Muskelschmerzen, usw.
Die schwerste allergische Reaktion ist der anaphylaktische Schock. Wegen
Kreislaufkollaps und Schwellungen der Luftwege besteht u. U. Lebensgefahr.
Allergischer Schnupfen
Brennen, Jucken, Schwellung und Rötung an den Schleimhäuten von Nase, Augen
und Rachen sind die bekannten Symptome eines gemeinen Schnupfens. Bei
allergischem Schnupfen werden diese Symptome spontan durch Fremdstoffe wie
Tierhaare, Blütenpolen, Milben usw. ausgelöst. Diese Empfindlichkeit kann im
Alter abnehmen, aber sie kann sich auch zu einem allergischen Asthma entwickeln.
Allergisches Asthma
Asthma ist eine akut auftretende, anfallsartige Luftnot, die durch exogene
(Staub, Tierhaare, Pollen) oder endogene (Bakterien, Medikamente,
Nahrungsmittel) Allergisierung verursacht wird. Die vermehrte
Histaminfreisetzung führt zu einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und als
Folge zu Atemnot und Husten.
Nahrungsmittelallergie
Durch bestimmte Nahrungsmittel(inhaltsstoffe) kann es zu allergischen
Reaktionen kommen. Das kann sich in recht eindeutigen Symptomen wie Übelkeit,
Erbrechen, Durchfall, Blähungen und Bauchkrämpfen manifestieren, aber es kann
sich auch hinter Juckreiz, Hautentzündungen, Nessel-sucht, Asthmaanfälle u.a.
verstecken.
Kontaktallergie
Die bekannteste und auch vom Laien noch am sichersten zu identifizierende
Allergie ist wahrscheinlich die Kontaktallergie. Durch Empfindlichkeit gegenüber
einer bestimmten Substanz kommt es beim Kontakt spontan zu Rötung, Schwellung,
Entzündung, Juckreiz und schließlich Verkrustung der Haut. Eben weil diese
Allergieform scheinbar einfach festzustellen ist, wird daran gleichzeitig auch
die Schwierigkeit in der Diagnose von Allergien allgemein deutlich. Abgesehen
davon, dass die Symptomatik der Kontaktallergie einer bakteriellen Infektion
ähnlich ist, kann sie auch „verspätet“ auftreten. Schon 100 Mal kam man mit
dieser Substanz in Berührung und beim 101. Mal reagiert der Organismus
allergisch.
Neurodermitis
Obwohl man wenig über die Ursache der Neurodermitis weiß, rechnet man sie
meistens den Allergien zu. Es handelt sich um ein Hautekzem mit Austrocknung,
Schuppen- und Krustenbildung, die zu extremem Juckreiz führen können. Durch
Kratzen kann es zu weiteren Entzündungen und sogar schweren Hautschäden
kommen.
Als ursächlich diskutiert man Umwelteinflüsse (Schadstoffe) und/oder eine
„Unterforderung“ des Immunsystems und/oder eine Nahrungsmittelallergie.
Fazit:
Fasst
man die derzeitigen Erkenntnisse zusammen, dann scheinen sehr viele Allergiereaktionen auf eine
Überforderung der „Biochemie“ des menschliches Organismus zurückführbar zu sein. Wird
der menschliche Organismus mit einem „zuviel“ an schädlichen Einflüssen konfrontiert, setzt
er sich zu Wehr. Der Allergiemechanismus wird hierbei über die Darmschleimhaut
in Gang gesetzt.
Vorstellbar
wie bei einer Waage ist die Balance, von der unsere Gesundheit
abhängig ist. Auf der einen Seite stehen die positiven Faktoren (Antioxidation) wie
z.B. gesunde Gene, Nährstoffe, Mineralien, Vitamine, gesunde Ernährung, Bewegung, Glücksgefühle, saubere
Atemluft und fördernde Arbeits- und Lebensumgebung und auf der anderen Seite
die vielen negativen Faktoren (Oxidantien) wie z.B. negativer Stress, Feinstäube
(Benzole, Diesel..), Weichmacher, E-Stoffe, Fast-Food, Trägheit, Trauer, Mutagene,, Pestizide in Nahrung,
Möbeln, Kleidung, Weichmacher in Kunststoffen, Schwermetalle in Zahnmaterialien und diversen Nutzgegenständen
des alltäglichen Lebens.
Nach neuesten Erkenntnisen, spielt wohl auch die Position des
„Atlas-1.Halswirbel“ keine unwesentliche Rolle in dem Zusammenspiel in der
Allergieauslösung. Hält der Atlas nicht die „Balance“, wird die Durchlässigkeit
der „Blut-Hirn-Schranke“ gestört und somit die Abwehr diverser Stoffe ins Gehirn
gefördert. Daher sollte Allergiker (MCS-Betroffener) an eine
Kontrolluntersuchung des Atlas gedacht werden. Es gibt verschiedene Methoden der
Atlas-Korrektur. Atlas-Therapie nach Schümperli und Arlen sind zwei
nennenswerte.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass auf die Balance zwischen Körper und
Geist geachtet werden sollte. Bei dem Überfluss an Einwirkungen, denen wir heute
ausgesetzt sind, wäre es fatal anzunehmen, dass unser Körper keine Unterstützung
benötigt.
Erschwerend kommt hinzu, dass psychische Probleme einen direkten Einfluss auf
die Symptomatik und die Entwicklung haben können. So wird öfter beobachtet, dass
sich bei fortsetzenden emotionalen Schwierigkeiten eine Allergie bzw. deren
Symptomatik verschiebt. Dieserart kann sich eine Symptomatik Hautallergie
Richtung Atemwege verschieben.
Therapien
Auf die üblichen Vorschläge in Sachen Histamintabletten und/ oder -salben,
Nahrungsumstellung und/oder Allergenvermeidung soll an dieser Stelle nicht näher
eingegangen werden.
Eine Front an Möglichkeiten, die Allergie ursächlich in den Griff zu
bekommen, besteht darin, die Konzentration von Antioxidantien im Körper zu
erhöhen, um die allergischen Effekte zu minimieren (oder gar völlig zu
beseitigen). Dies kann in mehreren Schritten geschehen:
Hochdosierte Basisnährstoffe („Multivitamine“) bewirken eine
allgemeine Erhöhung der Antioxidantien im Körper. Die Wirkung setzt meistens
sehr allmählich ein. Betroffene berichteten, dass die allergischen Reaktionen
über eine Einnahmezeit von Jahren hinweg kontinuierlich abnahmen und schließlich
völlig verschwunden waren. Reicht dies nicht aus, um den allergischen Reaktionen
Herr zu werden, müssen weitere Substanzen (gleichzeitig oder nacheinander)
ausprobiert werden.
Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren (Borretschöl, Schwarzkümmelöl, Fischöl
u.a.) gelten wegen der anti-entzündlichen Eigenschaften als Mittel der Wahl. Der
z.B. in Borretsch enthaltene Wirkstoff Gammalinolensäure (GLA), eine
Omega-6-Fettsäure, bewährt sich immer wieder bei der Milderung etlicher
allergischer Reaktionen. Da manche Omega-6-Fettsäuren zur Überproduktion der
Arachidonsäure führen können, empfiehlt man gleichzeitig die doppelte Menge
Omega-3-Fettsäuren (Fischöl, Perilla), um diesen Effekt aufzuheben.
DHEA. Diese Substanz reguliert die Zytokine, die Allergiereaktionen
verursachen. Um diese Zytokine in den Griff zu bekommen, benötigt man ungefähr 3
x 25 mg (für Männer) bzw. 3 x 15 mg (für Frauen).
Magnesium/Calcium. Vor allem Asthmatiker profitieren von Magnesium.
Man empfiehlt 500 bis 1.000 mg täglich. Auf jeden Fall nicht mehr als die
„Durchfallgrenze“. Diese Grenze lässt sich übrigens mit der Zufuhr von Calcium
(etwa gleiche Menge wie Magnesium) etwas hinausschieben. Man sollte
Calcium/Magnesium nicht gleichzeitig mit den Fettsäuren einnehmen, da sie sich
gegenseitig behindern.
Vitamin C. Dieses „Allround-Vitamin“ ist vor allem als
immunstimulierende Substanz bekannt. Aber es ist auch ein natürliches
Antihistaminikum. Meist werden Dosierungen zwischen 2,5 und 12 g täglich gut
vertragen (Stuhlgangstoleranz beachten!).
Proanthocyanidine. Diese Stoffe behindern die Bildung des
Histamins und tragen dadurch zu einer natürlichen Symptomunterdrückung bei.
Darüber hinaus unterstützen sie die Wirkung von Vitamin C. Bei Allergien
empfehlen Experten 100 bis 300 mg Proanthocyanidin täglich.
(N-Acetyl-)Cystein. Oft hilft auch diese sekretlösende Aminosäure.
Empfohlene Dosierung 1.200 mg/Tag.
Brennnesselextrakt. 750 mg/Tag.
Pantothensäure. 2 x 300 bis 500 mg Vitamin B5.
Hericium erinaceus. Der Igelstachelbart, ein Pilz aus China, sollte
vermutlich als Basistherapie immer eingesetzt werden. Der Pilz fördert den
Aufbau der Darmflora; allergieauslösende Stoffe können nicht so leicht die
Darmwand passieren, was vor allem bei Nahrungsmittelallergien von Bedeutung ist.
Mit Hericium wird bei Neurodermitis der Darm saniert.
Polyporus umbellatus. Der Pilz wird eingesetzt bei zu viel Flüssigkeit
und Schleim im Körper. Gilt als hilfreich bei allergischem Schnupfen und
Neurodermitis (Lymphabfluss).
Ganoderma lucidum (Reishi). Der glänzende Lackporling gilt als Mittel
der Wahl bei allergischem Schnupfen, allergischem Asthma,
Nahrungsmittelallergie, Kontaktallergie. Bei Neurodermitis unterstützt man mit
Reishi die Leberfunktion im Sinne einer Entgiftung, man nutzt die dem Kortison
ähnliche Wirkung auf die Haut. Seelische Belastungen können mit Reishi besser
verarbeitet werden.
Cordyceps militaris. Dieser Pilz wird eingesetzt, wenn der Organismus
durch die Allergie stark geschwächt ist, was z.B. bei allergischem Asthma
vorkommt.
MCS
Bei der MCS, der Multiple Chemical Sensitivity bzw. der multiplen chemischen
Sensibilität, handelt es sich um eine Empfindlichkeit gegenüber mehreren
industriellen, chemischen Substanzen.
Die Erkrankung äußert sich in einer Vielfalt von
Symptomen: Müdigkeit trotz ausreichender Nachtruhe, unerklärliches Über- oder
Untergewicht oder sogar schnell wechselndes Gewicht, intermittierende
Schwellungen am Körper, Suchtsymptome, Hyperaktivität, Lichtempfindlichkeit,
Verstopfung ebenso wie Durchfall, Hunger, Durst, Blähungen u.v.a.m. Die teils
gegensätzliche Symptomatik, verbunden mit mal akuten, mal chronischen Zuständen, führt zu einem „diffusen“ Krankheitsbild, dem die
meisten Mediziner ratlos gegenüberstehen.
Eine Intoleranz (auch MCS genannt) auf diverse chemische Substanzen ist anhand von diversen Parametern
durchaus objektivierbaraber weil die meisten Ärzte mit einer Diagnose überfordert sind,
die Patienten deswegen eine Einstufung als Hypochonder riskieren, landen etliche
von ihnen in der Psychiatrie. Denn die Allergiereaktionen können Formen
annehmen, die zu massiven psychischen Veränderungen führen. Somit kann ggf. von einem
„somatopsychischen“ Formenkreis aber nicht von einer „psychosomatischen“ Erkrankung gesprochen werden. Es
sind vor allem die psychischen Veränderungen, die Therapien nach
sich ziehen können, die gründlich an der Sache vorbeigehen und die
Lage damit nur noch verschlimmern.
Im Einzelfall ähnelt die Suche nach der Ursache für MCS eher einem Ratespiel
als einer gezielten wissenschaftlichen Annäherung. Wenn eine
Allergenquelle dingfest und gar beseitigt werden kann, dann kann
das Problem damit gelöst sein. Meist
ist es damit jedoch nicht getan. So werden Amalgamplomben bzw.
Quecksilber häufiger als Ursache für eine undifferenzierte Allergiereaktion bzw. MCS gesehen, aber
allein mit dem Austausch gegen andere Füllungen ist der Organismus noch
lange nicht wieder im Lot. Ein Schadstoff (z.B. Quecksilber)
kann sich über Jahre hinweg im Organismus angereichert haben und wirkt
dort noch sehr lange weiter.
Während etliche Allergene eindeutig als Schadstoffe einzustufen sind, können
Folgereaktionen Substanzen betreffen, die nicht als solche anzusehen sind. Eine
PCP-Überbelastung mag zu einer Erdbeerallergie geführt haben. Dass man Erdbeeren
schließlich meidet und für die Allergie verantwortlich macht, ist verständlich,
das PCP ist jedoch der Schlüssel.
Im Prinzip gilt für MCS eine ähnliche Vorgehensweise wie für Allergie. Die
Therapie mit hochdosierten Antioxidantien hilft jedenfalls vielen Leuten, ihre
überschießende Sensibilität allmählich zu senken.
Wenn diese noch mit Entgiftungsmethoden der Umweltmedizin und der
Homoöpathie, mit Stärkungsmaßnahmen der Psyche, biologischer Ernährung und
Vermeidung der auslösenden Stoffe kombiniert wird, sind wesentliche Schritte für
eine Verbesserung getan worden. |